Inter Mailand Investor zahlt angeblich 250 Millionen Euro für Anteile

Der indonesische Geschäftsmann Erick Thohir zahlt angeblich 250 Millionen Euro für die Mehrheitsanteile an Inter Mailand. Laut italienischen Zeitungsberichten soll der Deal sogar über 600 Millionen Euro wert sein.

Inter-Profis Guarin (l.), Icardi: Künftig unter neuem Präsidenten
AP

Inter-Profis Guarin (l.), Icardi: Künftig unter neuem Präsidenten


Hamburg - Rund 70 Prozent der Anteile am italienischen Fußball-Erstligisten Inter Mailand sind dem indonesischen Medienmagnaten Erick Thohir angeblich 250 Millionen Euro wert. Das berichtet die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Demnach erhält der bisherige Club-Präsident Massimo Moratti, der nach dem Verkauf seiner Mehrheitsanteile zurücktreten wird, 50 Millionen Euro. Der Rest soll zum Schuldenabbau genutzt werden.

Moratti hatte Inter 18 Jahre lang geführt und am Freitag seinen Rückzug angekündigt. "Wir müssen uns rüsten, damit Inter auf einem bestimmten Niveau bleibt", so der Ölmagnat. Durch den Verkauf will Moratti die Schulden des Clubs tilgen, die Inter zur Zahlung hoher Zinsen bei den Banken zwingen. Der 68-Jährige, der in seiner Amtszeit als Präsident insgesamt 1,2 Milliarden Euro in den Club investiert hat, wird dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben. Von dem Mega-Deal erhofft sich Moratti auch frisches Geld für den Bau eines neuen Stadions, das Inter im internationalen Vergleich wirtschaftlich wieder konkurrenzfähig machen soll.

Das Geschäft mit Thohir, der aus einer der reichsten Familien Indonesiens stammt, werde wohl in den kommenden vier Wochen abgeschlossen sein. Der Indonesier soll zudem Schulden in Höhe von 400 Millionen Euro übernehmen. Moratti hielt bislang 98,3 Prozent der Anteile an Inter Mailand.

max/sid



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
neu_ab 21.09.2013
1. wenn man bedenkt, wie klamm manche Länder sind...
& wieviel von Deutschland aus reingepumpt werden muß, muß man sich doch wundern, wieviel Kohle für solch unwichtigen Fußball-Bullshit aufgebracht wird. Gut, hier ist es mal ein ausländischer Inverstor, aber wie war das neulich mit dem Pleiteland Spanien, das sich einen einzigen Fußballer für 100 Mios "geleistet" hat?
username987 21.09.2013
2. kommt jetzt magath?
das wäre doch eine schöne spielwiese für quälix
kategorien 21.09.2013
3. Steuern sparen
@neu_ab: Die Wirtschaftsleistung einer Nation bestimmt nicht über den Reichtum Einzelner. Moderne Sportvereine -- wie die meisten großen Unternehmen -- organisieren sich über privates Kapital. Für einen reichen Indonesier und Russen sind solche Investitionen in Europa oder USA durchaus sinnvoll, da er damit sein Kapital reinvestieren kann, d.h. er muss keine Gewinne ausschütten und kann Steuern sparen.
neu_ab 21.09.2013
4.
Zitat von kategorien@neu_ab: Die Wirtschaftsleistung einer Nation bestimmt nicht über den Reichtum Einzelner. Moderne Sportvereine -- wie die meisten großen Unternehmen -- organisieren sich über privates Kapital. Für einen reichen Indonesier und Russen sind solche Investitionen in Europa oder USA durchaus sinnvoll, da er damit sein Kapital reinvestieren kann, d.h. er muss keine Gewinne ausschütten und kann Steuern sparen.
Gut, da haben Sie recht. Nur werden Sportarenen & dergleichen schon von Steuergeldern gebaut. Nichts gegen Sport, aber diese Summen sind schon längst ausgeartet & nicht annähernd angemessen, wenn man bedenkt, daß es nur um ein Spiel geht & was normale Leute mit gewöhnlicher harter Arbeit nur verdienen können.
hfftl 21.09.2013
5. .
Zitat von neu_ab& wieviel von Deutschland aus reingepumpt werden muß, muß man sich doch wundern, wieviel Kohle für solch unwichtigen Fußball-Bullshit aufgebracht wird. Gut, hier ist es mal ein ausländischer Inverstor, aber wie war das neulich mit dem Pleiteland Spanien, das sich einen einzigen Fußballer für 100 Mios "geleistet" hat?
Wüsste nicht, dass In der Bilanz sind es 50 Millionen, weil Real für einen Spieler, den man aus England geholt hat, einen anderen nach England verkauft hat. Aber unabhängig davon, dass manche Summen sicher überzogen sind, handelt es sich trotzdem um Investitionen, von denen man sich Gewinne erhofft. Niemand "kauft" einen Spieler, um ihn sich dann bloß dekorativ aufs Sofa zu setzen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.