Kapitänsbinde entzogen Icardi verweigert Einsatz gegen Rapid Wien

Inter Mailand hat Mauro Icardi als Mannschaftskapitän abgesetzt. Der Torjäger weigerte sich anschließend, zur Europa-League-Partie bei Rapid Wien anzureisen.

Mauro Icardi
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Mauro Icardi


Inter Mailand hat einen neuen Kapitän: Samir Handanovic löst Mauro Icardi ab, das teilte der italienische Erstligist auf Twitter mit. "Es war eine schwere und schmerzhafte Entscheidung, denn jeder kennt die Qualität von Icardi", sagte Trainer Luciano Spalletti auf einer Pressekonferenz im Wiener Allianz-Stadion.

Zum Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals gegen Rapid Wien am Donnerstag wurde Icardi zwar nominiert, verweigerte aber die Anreise mit seiner Mannschaft. "Es war seine Entscheidung, nicht mitzureisen", sagte Spalletti.

Weshalb der 25-jährige Angreifer als Kapitän abgesetzt wurde, ist bislang unklar. "Wir haben ihm die Gründe erklärt, aber der Junge war enttäuscht", sagte der Trainer: "Es ist klar, dass ihn einige Sachen stören, seine Reaktion hat das gezeigt."

Die vergangenen vier Saisons war Icardi stets der beste Torschütze der Mailänder. In der aktuellen Spielzeit steht er bei neun Treffern, wobei er seit sieben Partien kein Tor mehr in der Serie A erzielt hat. Seit längerem kursieren Gerüchte um einen Wechselwunsch des Argentiniers.

Nach dem 1:0-Ligasieg gegen Parma am vergangenen Wochenende hatte der Trainer kritische Töne bezüglich Icardis ausstehender Vertragsverlängerung bei Inter geäußert. Spalletti zufolge wurde dies jedoch missgedeutet: "Ich wurde falsch interpretiert und beschäftige mich nicht mit Verträgen. Aber es war klar, dass es bei Icardi Dinge gibt, die geklärt werden müssen. Und seine Entscheidung, die Berufung in den Kader nicht zu akzeptieren, zeigt dies."

mrk/dpa/rtr

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