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Nach Niersbach-Rücktritt: DFB verzichtet auf Klage gegen den SPIEGEL

Interims-DFB-Präsident Koch: Keine rechtlichen Schritte gegen den SPIEGEL Zur Großansicht
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Interims-DFB-Präsident Koch: Keine rechtlichen Schritte gegen den SPIEGEL

Der DFB wird keine rechtlichen Schritte gegen das Nachrichtenmagazin SPIEGEL einleiten. Das erklärte Interims-Präsident Rainer Koch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird nicht wie zunächst angekündigt juristisch gegen den SPIEGEL vorgehen. Das sagte Rainer Koch, der zusammen mit Reinhard Rauball gemäß den DFB-Statuten das Präsidentenamt des zurückgetretenen Wolfgang Niersbach übernommen hat. Das Nachrichtenmagazin hatte berichtet, dass die WM 2006 mutmaßlich mit schwarzen Kassen gekauft wurde.

Der DFB-Skandal wird von externen Ermittlern der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer aufgearbeitet. "Freshfields hat hervorragende Untersuchungsarbeit geleistet. Es sind eine Reihe von Punkten zutage gefördert werden, die zum Teil weiterer Aufklärung bedürfen", sagte Koch: "Die Frage, wie die WM vergeben wurde, wird uns noch weiter beschäftigen. Es geht um die vollständige und lückenlose Aufklärung der WM-Vergabe."

Man werde die Befragungen über Freshfields "so schnell als nur irgendwie möglich zum Abschluss bringen", um dann einen "transparenten Untersuchungsbericht zur Verfügung zu stellen".

aev/dpa/sid

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insgesamt 66 Beiträge
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1. SPIEGEL: Es ist geschafft
murun 09.11.2015
Niersbach ist weg, der damals nicht minder Verantwortliche Zwanziger (und nebenbei Kronzeuge des Blattes) ist fein raus. Glückwunsch Spiegel. Das war es mit dem Blatt...
2.
h.hass 09.11.2015
Das kann nur bedeuten, dass der DFB Dreck am Stecken hat. Wären die Spiegel-Vorwürfe haltlos und aus der Luft gegriffen - wie das Figuren wie Markwort und diverese Foristen hier behauptet haben -, dann hätte der DFB schon längst eine Armada von Top-Anwälten mobilisiert und Anzeige wegen Verleumdung etc. erstattet. Dass man nun ausgerechnet selbst derjenige sein will, der brutalstmöglich aufklärt, ist natürlich absurd. Die für teures Geld engagierten Anwälte werden kaum nach der Methode "Wes Brot ess, des Lied ich net sing" vorgehen.
3.
wallot10 09.11.2015
das ist konsequent und lobenswert. Wenn der Spiegel auch keinerlei Beweise geliefert hat und nur Thesen aufgestellt hat, scheint doch nicht alles absolut sauber abgelaufen zu sein. In diesem Fall sollte man immer vor seiner eigenen Haustür kehren. In diesem Fall gibt es keine Gewinner. Der deutsche Fußball ist in seinen Grundfesten erschüttert, Deutschland ist in der Welt unglaubwürdig. Das dramatische ist ja, dass es kein rein deutsches Fest war, sondern ein Fest der Weltoffenheit. Deutschland wurde nicht Weltmeister, sondern bestach durch seine Herzlichkeit. Deutschland war damit im Herzen der Welt angekommen. Meiner Meinung profitiert nicht einmal der Spiegel. Der Spiegel hat keine Beweise geliefert. Die ganze Aufklärungsarbeit ist von der Kanzlei Freshfields ausgegangen (und die wurde vom DFB beauftragt)
4.
heike09 09.11.2015
Glückwunsch SPIEGEL!!! Sehr gute Arbeit. Wieder ein Betrug aufgedeckt. Und wenn die von euch aufgeschreckte Staatsanwaltschaft erfolgreich arbeitet, fließt auch noch Geld in die Steuerkasse.
5. brutalst möglich hat im Vokabular noch gefehlt
kugelsicher 09.11.2015
Lügen bis zum Schluss und dann als Gesetzesbrecher noch mit Klage drohen. Getroffene Hunde und so...
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