Internationale Testspiele Argentinien verliert nach Zwei-Tore-Führung

Zuletzt glückte die WM-Qualifikation nur knapp, jetzt hat Argentinien auch gegen Nigeria gepatzt. Spanien und Uruguay enttäuschten ebenfalls. Das Duell zwischen England und Brasilien hielt nicht, was es versprach.

Argentiniens Nicolas Otamendi (l.) im Zweikampf mit Nigerias William Troost-Ekong
AP

Argentiniens Nicolas Otamendi (l.) im Zweikampf mit Nigerias William Troost-Ekong


Die ehemaligen Weltmeister Spanien und Argentinien haben sich im letzten Auftritt vor dem WM-Jahr 2018 in keiner guten Verfassung präsentiert. Die Iberer kamen bei WM-Gastgeber Russland nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus und verspielten dabei ebenso eine deutliche Führung wie Argentinien, das gegen Nigeria 2:4 (2:1) verlor. England und Brasilien trennten sich im Wembley-Stadion torlos 0:0, Uruguay unterlag Österreich 1:2 (1:1).

Russland - Spanien 3:3 (1:2)

Spanien lag in Sankt Petersburg nach Treffern von Jordi Alba (9. Minute) und Sergio Ramos (35., Handelfmeter + 53., Foulelfmeter) 2:0 beziehungsweise 3:2 in Führung, brachte den Sieg aber nicht ins Ziel. Für die zuletzt stark kritisierte Auswahl Russlands trafen genau sieben Monate vor Beginn der Heim-WM Fedor Smolow (41., 70.) und Juri Schirkow (51.).

Argentinien - Nigeria 2:4 (2:1)

Ebenfalls in Russland verlor Vizeweltmeister Argentinien ohne Superstar Lionel Messi gegen WM-Teilnehmer Nigeria 2:4 (2:1). In Krasnodar verspielten die Südamerikaner dabei eine 2:0-Führung. Für eine Schrecksekunde sorgte Sergio Agüero, der in der Pause in der Kabine in Ohnmacht fiel und vorsichtshalber für medizinische Tests ins Krankenhaus gebracht wurde.

Ever Banega mit einem direkt verwandelten Freistoß (27.) und Agüero (36.) hatten vor der Pause für Argentinien getroffen. Für die vom deutschen Trainer Gernot Rohr betreuten Afrikaner waren Kelechi Iheanacho (44.), Alex Iwobi (52., 73.) und Brian Idowu (54.) erfolgreich. Messi wurde geschont und hatte bereits vor der Begegnung die Rückreise zum FC Barcelona angetreten.

Brasiliens Neymar in Aktion (M.)
REUTERS

Brasiliens Neymar in Aktion (M.)

England - Brasilien 0:0

Keine Tore gab es in London, wo die stark verjüngte englische Mannschaft vier Tage nach dem torlosen Remis gegen Deutschland auch gegen Brasilien einen Achtungserfolg verbuchte. Die Südamerikaner waren mit Superstar Neymar und dem Ex-Leverkusener Renato Augusto in der Startelf zwar lange überlegen, blieben vor dem Tor aber harmlos. Die beste Chance vergab Fernandinho, der in der 76. Minute aus der Distanz den Pfosten traf.

Österreich - Uruguay 2:1 (1:1)

Österreich gelang beim Debüt von Franco Foda gleich ein Sieg. Der erste deutsche Nationaltrainer in der 113-jährigen Geschichte des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) gewann mit seiner Auswahl gegen Uruguay 2:1 (1:1) und beendete damit ein enttäuschendes Jahr versöhnlich. Marcel Sabitzer von RB Leipzig (5.) und Louis Schaub (87.) trafen im Wiener Ernst-Happel-Stadion für die Hausherren, Paris' Starstürmer Edinson Cavani konnte zwischenzeitlich ausgleichen (10.).

Belgien - Japan 1:0 (0:0)

Belgien bezwang Japan in Brügge 1:0 (0:0), 100-Millionen-Stürmer Romelu Lukaku von Manchester United stieg dabei zum Rekordtorschützen seines Landes aus. Mit nur 24 Jahren und jetzt 31 Toren löste der Angreifer Paul Van Himst sowie Bernard Voorhoof (je 30 Tore) ab.

lst/sid

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