WM-Qualifikation für Brasilien: Italien und Niederlande sind durch - England muss zittern

Die Favoriten haben sich keine Blöße gegeben: Als erste Teams aus Europa haben sich die Niederlande und Italien für die WM 2014 qualifiziert. Auch Frankreich hat seine Aussichten auf das Turnier in Brasilien verbessert. England muss dagegen weiter bangen.

Italiens Balotelli: Torschütze gegen Tschechien Zur Großansicht
AP/dpa

Italiens Balotelli: Torschütze gegen Tschechien

Hamburg - Was Deutschland noch nicht gelungen ist, hat Italiens Fußball-Nationalmannschaft geschafft: Die "Squadra Azzurra" haben sich vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien qualifiziert. Das Team von Trainer Cesare Prandelli gewann in Turin 2:1 (0:1) gegen Tschechien und ist in der Qualifikationsgruppe B mit 20 Punkten nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Giorgio Chiellini (51. Minute) und Mario Balotelli (54./Foulelfmeter) drehten den Rückstand durch Libor Kozák (19.) und machten die 18. WM-Teilnahme der Italiener klar.

Auch Vize-Weltmeister Niederlande darf für Brasilien planen. Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal mühte sich in Andorra zu einem 2:0 (0:0)-Sieg, ist in der Gruppe D nicht mehr einzuholen. Torjäger Robin van Persie schoss den ohne den gelb-gesperrten Arjen Robben angetretenen Europameister von 1988 mit einem Doppelpack zum Sieg (50. und 54.). Die Niederländer profitierten zudem von der 0:2 (0:1)-Niederlage von Verfolger Rumänien in Bukarest gegen die Türkei.

Ribéry trifft für Frankreich doppelt

Frankreichs Nationalmannschaft bleibt dank Bayern Münchens Franck Ribéry auf WM-Kurs. Europas Fußballer des Jahres steuerte zwei Tore zum 4:2-Sieg der Franzosen gegen Weißrussland bei. Durch den Sieg schließt der Weltmeister von 1998 in der Qualifikationsgruppe I mit 14 Punkten zu Tabellenführer Spanien auf, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert als der amtierende Welt- und Europameister.

Ribéry schaffte für die Franzosen zweimal den Ausgleich (47./Elfmeter, 64.), nachdem Jegor Filipenko (22.) und Timofej Kalachew (64.) die Gastgeber jeweils in Führung gebracht hatten. In der Schlussphase machten Samir Nasri (70.) und Paul Pogba (73.) den französischen Sieg perfekt.

Spannend bleibt es in Gruppe H. Dort hat England die Tabellenführung trotz mäßiger Leistung durch ein 0:0 in der Ukraine verteidigt. Die Briten liegen mit 16 Punkten einen Zähler vor dem zweitplatzierten Konkurrenten.

Auch Polen (13) wahrte ohne den verletzten BVB-Star Robert Lewandowski seine WM-Chance und besiegte San Marino 5:1 (3:1). Zudem darf Montenegro (15) auf eine Spitzenplatzierung hoffen.

mon/dpa/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Schade..
PriseSalz 11.09.2013
...das nie was über die CONCACAF (Nord- und Zentalamerika & Karibik) gemeldet wird. Auch dort gibt es spannende Spiele, z.B. Costa Rica - USA (letzten Freitag), den der 4-Millionen-Staat CR souverän 3:1 für sich entschied. Gruppenerster! Und sich in den nächsten Minuten eventuell wieder die Fahrkarte in die WM erspielt.
2.
totalmayhem 11.09.2013
Zitat von sysopAuch Frankreich hat seine Aussichten auf das Turnier in Brasilien verbessert.
Nicht wirklich. Der 2. Platz ist ihnen ohnehin nicht mehr zu nehmen und Hoffnungen auf den Gruppensieg gehoeren ins Reich der Illusionen. Spanien kann sich sogar eine Niederlage in den zwei noch ausstehenden Heimspielen gegen Weissrussland und Georgien leisten, da die Franzosen im direkten Vergleich gegen Spanien den kuerzeren ziehen.
3. .
hfftl 11.09.2013
Zitat von totalmayhemNicht wirklich. Der 2. Platz ist ihnen ohnehin nicht mehr zu nehmen und Hoffnungen auf den Gruppensieg gehoeren ins Reich der Illusionen. Spanien kann sich sogar eine Niederlage in den zwei noch ausstehenden Heimspielen gegen Weissrussland und Georgien leisten, da die Franzosen im direkten Vergleich gegen Spanien den kuerzeren ziehen.
Anders als bei UEFA-Veranstaltungen ist bei FIFA-Spielen im Fall der Punktgleichheit nach wie vor die Tordifferenz ausschlaggebend, nicht der Direktvergleich. Insofern sollte Spanien seine Spiele lieber gewinnen.
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Die deutschen Gruppengegner in der WM-Qualifikation
Schweden
Die größten WM-Erfolge liegen für Schweden schon Jahrzehnte zurück. 1958 wurde das Team Zweiter, 1950 und 1994 jeweils Dritter - seitdem aber bleibt der Weltranglisten-19. hinter seinen hohen Erwartungen auf internationaler Ebene zurück. Zuletzt jedoch zeigten die Schweden wieder Klasse - als sie in Berlin ein 0:4 gegen Deutschland zu einem 4:4 aufholten.

Bilanz gegen Deutschland: 12 Siege, 9 Unentschieden, 14 Niederlagen; 57:65 Tore.
Irland
Zu hause eine Macht, auswärts eher harmlos. Auch unter dem italienischen Star-Trainer Giovanni Trapattoni konnten die Iren ihr Image als liebenswerte Verlierer nicht loswerden. Seit Juli 2008 ist "Trap" im Amt. Bei der WM 2002 trotzte Irland in der Vorrunde den Deutschen ein 1:1 ab. Auch in der Qualifikation für die EM 2008 hatte es die DFB-Elf mit Irland zu tun, siegte zu Hause 1:0 - in Dublin gab es nur ein 0:0, in der Qualifikation im Oktober 2012 siegte die Löw-Elf in Dublin 6:1. Irland war bisher dreimal bei Weltmeisterschaften (1990, 1994, 2002), bei der WM 1990 scheiterte das Team erst im Viertelfinale. Die meisten Spieler spielen in der englischen Premier League.

Bilanz gegen Deutschland: 5 Siege, 4 Unentschieden, 8 Niederlagen; 27:26 Tore
Österreich
Die Alpenrepublik war zuletzt der Lieblingsgegner des DFB, seit knapp 25 Jahren hat Deutschland keine Partie mehr gegen Österreich verloren. Darunter waren vier Gastspiele in Wien. Von den insgesamt 36 Duellen sind aber zwei unrühmlich in Erinnerung geblieben: Die "Schmach von Cordoba" 1978 und die "Schande von Gijón" 1982. Österreich spielt um die achte WM-Teilnahme - seit 1998 blieb nur die Zuschauerrolle.

Bilanz gegen Deutschland: 9 Siege, 6 Unentschieden, 22 Niederlagen; 52:78 Tore.
Färöer-Inseln
Fußball ist auf der Inselgruppe im Nordatlantik angesagt wie kaum ein anderer Sport - aber auf schwachem Niveau. Bei nicht einmal 50.000 Einwohnern hat der irische Nationaltrainer Brian Kerr nicht viele personelle Alternativen. So bleiben Achtungserfolge des Weltranglisten-112. Ausnahmeerscheinungen. Die einzigen beiden Spiele gegen die deutsche Nationalmannschaft waren derartige: Im Rahmen der EM-Qualifikation 2004 tat sich das Team des damaligen Teamchefs Rudi Völler sowohl beim 2:0 auswärts als auch beim 2:1 daheim schwer. Eine Überraschung gelang den Färöern im Juni 2010 mit einem 2:0 über Estland.

Bilanz gegen Deutschland: 0 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen; 1:4 Tore.
Kasachstan
Seit 1994 ist Kasachstan Mitglied der Fifa und wartet seither auf die Teilnahme an einem großen Turnier. Das Land liegt zu 90 Prozent in Asien. Deutschland hat eine makellose Bilanz gegen den Fußball-Zwerg - das Löw-Team gewann beide Duelle in der Qualifikation zur EM 2012 (3:0, 4:0). Der Auftritt in der Hauptstadt Astana bedeutet wieder Reisestrapazen samt rund fünfeinhalb Flugstunden für die DFB-Auswahl. Namhafte Spieler hat das Land nicht zu bieten, bis auf wenige Ausnahmen - etwa Heinrich Schmidtgal, der in der 2. Bundesliga für die SpVgg Greuther Fürth aufläuft.

Bilanz gegen Deutschland: 0 Siege, 0 Unentschieden, 4 Niederlagen; 1:13 Tore.