Steuerhinterziehung Bayern-Star James droht Millionenstrafe

Es geht um nicht versteuerte Einnahmen aus Bildrechten: Auch gegen James Rodríguez sind die spanischen Behörden aktiv geworden. Laut Medienberichten steht eine Summe im zweistelligen Millionenbereich im Raum.

James Rodríguez
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James Rodríguez


Mittelfeldspieler James Rodríguez vom FC Bayern München droht in Spanien eine Zahlung in Höhe von 11,65 Millionen Euro wegen Steuerhinterziehung. Wie die spanische Zeitung "El Mundo" berichtete, soll der 27 Jahre alte Fußballprofi Einnahmen aus Bildrechten in Höhe von 6,35 Million Euro unterschlagen haben. Dazu kommen ein Bußgeld und Zinsen.

Laut "El Mundo" war der kolumbianische Nationalspieler nach seinem Wechsel von der AS Monaco zu Real Madrid im Jahr 2014 nicht bei den spanischen Behörden gemeldet. Ein Versäumnis, argumentiert der spanische Staat, da in jenem Jahr das Zentrum von James' wirtschaftlichen Aktivitäten Spanien gewesen sei.

Wie der Trick mit den abgetretenen Werbe- und Bildrechten im Detail funktioniert - und welche Probleme diese Konstruktion auch bei James' Wechsel nach München verursachte, können Sie hier nachlesen. Der SPIEGEL und das Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations hatten die Vertragsstrukturen öffentlich gemacht. Sie basieren auf Material der Enthüllungsplattform Football Leaks.

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Mit dem Vergehen würde sich James in die lange Liste von prominenten Fußballern einreihen, die in ähnlichen Fällen bestraft wurden. Neben Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat es auch Argentiniens Superstar Lionel Messi getroffen. Messi war wegen Steuerbetrugs zu einer 21-monatigen Gefängnisstrafe sowie einer Geldstrafe von gut zwei Millionen Euro verurteilt worden. Die Haftstrafe musste der Südamerikaner allerdings nicht antreten.

Auch Ronaldo erhielt eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung und musste 18,8 Millionen Euro zahlen - ebenfalls wegen der Hinterziehung von Einnahmen aus Bild- und Werberechten. Die spanische Steuerbehörde hat der Einigung im Verfahren der Steuerhinterziehung zwischen Weltfußballer Cristiano Ronaldo und der spanischen Justiz mittlerweile zugestimmt.

chh/sid



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