Löw-Kritik an geplanter WM-Aufstockung "Der sportliche Wert darf nicht verwässern"

40 Teams bei künftigen Fußballweltmeisterschaften? Fifa-Präsident Gianni Infantino plant eine Aufstockung des Teilnehmerfelds. Bundestrainer Joachim Löw hält davon nichts.

Joachim Löw
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Bundestrainer Joachim Löw lehnt eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf noch mehr Mannschaften ab. Entsprechende Überlegungen halte er nicht für gut, sagte Löw der "Welt am Sonntag".

"Der sportliche Wert darf nicht verwässern, wenngleich ich absolut Verständnis gerade für die kleineren Nationen habe, die über diesen Weg auch einmal die große Fußballbühne betreten können", sagte Löw.

Im Gespräch ist eine Aufstockung der WM auf 40 Teams. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte seine Pläne für eine Vergrößerung des Weltturniers zum Jahr 2026 Anfang September erneut bekräftigt. Das Thema soll bei der Sitzung des Fifa-Councils am 13. und 14. Oktober in Zürich auf die Tagesordnung kommen.

Die Grenze für die Belastbarkeit der Spieler sei erreicht - "sportlich und mental", sagte der Bundestrainer. "Wir müssen uns darüber klar sein, dass auf Dauer die Qualität darunter leidet. Wir dürfen das Rad nicht überdrehen", so der 56-Jährige weiter.

Zuletzt hatte sich bereits Ligapräsident Reinhard Rauball ähnlich geäußert. "Der DFB und die Bundesliga halten eine Ausweitung dieser Wettbewerbe auf Kosten der Spieler, Klubs und Fans für falsch", hatte Rauball der "Sport Bild" gesagt.

bka/dpa



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