Debatte über Erdogan-Foto Löws Manager sieht Verantwortung bei Özil

Welche Rolle spielten Mesut Özils Berater beim Fototermin mit Erdogan und bei der Rücktrittserklärung? Löw-Manager Harun Arslan sagt dem SPIEGEL, der Ex-Nationalspieler lasse sich zu nichts drängen: "Es war eine Einladung. Kein Befehl."

Mesut Özil
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Mesut Özil


Harun Arslan, Manager von Bundestrainer Joachim Löw, äußert sich in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL zur Stellungnahme Mesut Özils zu dessen Rücktritt. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+)

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Heft 31/2018
Die Özil-Affäre und das Problem mit der Integration

"Wie es den Jungs in der ganzen Zeit ging, ist in der Debatte doch völlig untergegangen", sagt Arslan, der eng mit Özils Berater Erkut Sögüt kooperiert. Dennoch will er zuvor weder etwas von dem Fototermin mit Erdogan noch von Özils Erklärung gewusst haben. Er kenne Özil zwar, sei aber nicht sein Berater. Und generell: Die Rolle von Beratern werde völlig überschätzt.

Harun Arslan
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Harun Arslan

"Auch wenn Mesut ein zurückhaltender Mensch ist - glauben Sie wirklich, dass ein Weltstar wie er, der sich von seinem Vater losgesagt hat, alles diktieren lässt?" Arslan sei sich "zu 100 Prozent sicher", dass Özil diese Erklärung, so wie sie auf Twitter veröffentlicht wurde, auch wollte. Dass es seine alleinige Entscheidung war. Einem Mesut Özil, sagt Arslan, könne man nichts vorschreiben.

Bis heute ist unklar, wie genau es zu dem Bild mit Erdogan bei einem Charity-Event in London kam. "Ich weiß nur", so Arslan, "solche Termine organisiert man nicht. Dazu wird man eingeladen. Wen er sehen möchte, bestimmt der Präsident." Ob der Spieler dann hingehe, entscheide nur einer: der Spieler. "Es war eine Einladung, die man auch hätte ablehnen können, kein Befehl."

Lesen Sie hier die ganze Geschichte dazu, wie Löw-Manager Harun Arslan das Drama um Mesut Özil sieht.

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