Nationalmannschaft Löw stellt Kruse Rückkehr in Aussicht

Weil er sich nach Meinung von Joachim Löw unprofessionell verhalten hatte, wurde Max Kruse aus dem DFB-Kader gestrichen. Auf die EM-Teilnahme darf der Stürmer dennoch hoffen.

Joachim Löw
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Max Kruse darf trotz seines Rauswurfs aus dem Länderspielkader für die Partien gegen England und Italien auf eine Teilnahme an der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) hoffen. "Ich war der Meinung, dass er einen Denkzettel braucht", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Dieser gelte jedoch nur für die beiden anstehenden Partien und sei "nicht gleichbedeutend sein mit dem Aus für die EM", so Löw: "Vielleicht lernt er ja was aus dieser Lektion."

Kruse war aus disziplinarischen Gründen nach der Nominierung aus dem Kader gestrichen worden. "Ich werde weiterhin beobachten, was auf und neben dem Platz passiert, wie bei allen anderen auch. Im Moment war es so, dass ich das nicht akzeptieren kann", sagte Löw weiter. Er habe ihm in einem Gespräch nahegelegt, über seine professionelle Einstellung nachzudenken, wenn danach wieder etwas passiere, sei das nicht akzeptabel.

Manager Oliver Bierhoff verteidigte die Maßnahme zum Beispiel im Vergleich zum Fall von Marco Reus, der wegen Fahrens ohne Führerschein nicht vom DFB bestraft wurde. "Man kann das nicht alles in einen Topf schmeißen. Bei Kruse ging es auch um professionelles Verhalten. Da ist etwas anderes, als wenn man einen Fehler macht, den junge Spieler immer wieder machen. Marco Reus hat einen Fehler gemacht, aber er hat sich nicht unprofessionell im sportlichen Sinne verhalten."

mon/sid

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 22 Beiträge
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bescheiden1 23.03.2016
1. es gibt Fehler und
professionelle Fehler. Bei Reus war es ein Fehler der jungen Menschen, bei Löw ein wiederholter Fehler wegen ständigem zu schnell Fahren, passiert nur öfter bei reifen Menschen die in Ihrer Vorbildfunktion gerne mal auf das Gaspedal drücken. Seit Klinsmann Bundestrainer war kennt der KENNER auch den Unterschied zwischen heilig und SCHEINHEILIG.
elflipsen 23.03.2016
2. Als Anhänger des BVB...
....kann ich da nur schmunzeln. Fahren ohne Fahrerlaubnis im Vergleich zu den Aktionen von Kruse....da bekommt man das Gefühl, dass es eher um Austauschbarkeit geht. Beide "Eskapaden" erscheinen mir gleich semiprofessionell.
horstenporst 23.03.2016
3. Erbärmlich Jogi
Durch welche Fehler wurden die Leben unschuldiger Menschen riskiert, Herr Löw? Durch ihren und Reus', nicht durch Kruses!
lini71 23.03.2016
4. Aha
Viel zu schnelles fahren und fahren ohne Führerschein, was beides lebensgefährlich für andere ist, wird nicht sanktioniert. Wenn sich jemand dagegen wehrt, gegen seinen Willen von der B*** Zeitung fotografiert zu werden, ist das unprofessionell und wird sanktioniert, weil kein vorbildliches Verhalten. Ergo: Kids fahrt zu schnell und ohne Führerschein, aber nur mit der B*** Zeitung in der Hand...
jjpreston 23.03.2016
5.
Um zur Fußballmafia DFB gehören zu dürfen, reicht zweifelhaftes Verhalten eben nicht aus. Man muss schon Steuern hinterziehen, Leute bestechen oder andere Straftaten begehen (wie Fahren ohne Fahrerlaubnis) oder zumindest wiederholte Ordnungswidrigkeiten. So ein bisschen legales Pokern oder nächtliches Feiern ist da halt zu wenig...
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