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Test-Länderspiele: Löw streicht Kruse aus Nationalmannschaftskader

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imago/ Revierfoto

Max Kruse

Ein Aufreger zu viel: Bundestrainer Joachim Löw hat Fußballnationalspieler Max Kruse vom VfL Wolfsburg aus dem Kader für die beiden Länderspiele gegen England und Italien gestrichen.

Bundestrainer Joachim Löw hat Max Kruse vom VfL Wolfsburg aus dem Kader der Nationalmannschaft für die Testspiele gegen England und Italien gestrichen. Wie der Deutsche Fußball-Bund auf seiner Homepage bekannt gab, waren der Grund dafür "verschiedene Vorfälle, in denen der 28 Jahre alte Kruse nach Einschätzung des Bundestrainers seiner Vorbildrolle als Nationalspieler nicht nachgekommen sei und sich unprofessionell verhalten habe".

Kruse hatte zuletzt mehrfach abseits des Platzes für Schlagzeilen gesorgt. Am Wochenende kam es im Rahmen seiner Geburtstagsfeier zu einer Auseinandersetzung mit einer Journalistin der "Bild"-Zeitung. Kruse war mehrfach ungefragt fotografiert worden, er habe den Vorfall am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mit der Journalistin der Zeitung ausgeräumt, erklärte er.

Wie der "Kicker" berichtet, soll Kruse der Frau für kurze Zeit das Handy entwendet haben, um die Bilder zu löschen. Der VfL Wolfsburg hatte Kruse daraufhin zum Gespräch gebeten, um "mit ihm noch einmal über die Gesamtsituation" zu sprechen, sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs.

Allofs erklärte nach Löws Entscheidung, dass Kruse in Wolfsburg zwar nicht vor dem Aus, wohl aber "auf dem Prüfstand" stehe: "Irgendwann geraten wir in ein Fahrwasser, in dem es keine Grauzonen mehr gibt. Dann gibt es nur noch schwarz und weiß. Wir erwarten ganz klar, dass er einsieht, welche Fehler er gemacht hat. Er muss sich professioneller verhalten."

Vergangene Woche hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet, dass Kruse angeblich eine hohe Bargeldsumme in einem Berliner Taxi verloren habe. Allofs hatte daraufhin eine Strafe angekündigt.

luk

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insgesamt 90 Beiträge
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1.
jkoller 21.03.2016
Hat so ein Fußballer eigentlich auch Rechte, wenn er als Privatmann unterwegs ist und von Bildzeitungsleuten belästigt wird? Oder muss er sich alles gefallen lassen?
2. Fremdbestimmt
neu-ark 21.03.2016
So sehr ich Löw als Bundestrainer und auch als Typ im Allgemeinen schätze geht diese Nummer viel zu weit über die Persönlichkeitsrechte des Spielers hinaus. Hat Kruse jemals den Wunsch geäußert als Vorbild herhalten zu müssen? Ich empfinde es als Zumutung welche Implikationen Prominenz mit sich bringt!
3. Fragt sich ...
ge1234 21.03.2016
... welche Vorbildfunkton ein Bundestrainer ausübt, der wegen wiederholten (!) Verkehrsverstößen für sechs Monate seinen Führerschein abgeben mußte. Lächerlich!
4.
Dribbelkasper 21.03.2016
Was für eine Farce. Anstatt die Sache intern zu klären und sich öffentlich hinter Kruse zu stellen, so wie die Bayern bei Vidal, demontiert der VFL sein eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. So hat man auf jedenfall schon mal den passenden Sündenbock für den sportlichen Misserfolg gefunden. Applaus!
5. nu is aber jut
meckerheini 21.03.2016
bitte nicht übertreiben Herr Löw! Und auch Allofs sollte hier nicht einen auf Fräulein Rottenmeier machen! Ist doch verständlich, das der nicht beim abchillen fotofiert werden möchte. Und Glückspiel, Bordellbesuche usw. sind doch in unserer ehrenwerten Gesellschaft üblich und geduldet. Was Kruse in der Freizeit macht, sollte uns nix angehen.
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