Bundestrainer Löw Ein Schritt zurück

"Ich versuche, mich in irgendeiner Form anders zu verhalten." Bundestrainer Joachim Löw hat sich zur Aufregung um den Griff in seine Hose geäußert. Ob Mats Hummels gegen Polen spielen wird, ließ er offen.


Seit dem 2:0-Sieg gegen die Ukraine ist es ein beherrschendes Thema in den sozialen Netzwerken, nun hat sich Joachim Löw selbst zur "Schritt-Affäre" geäußert. Der Bundestrainer zeigte sich im Vorfeld des zweiten Gruppenspiels gegen Polen selbstkritisch und will künftig auch in stressigen Spielphasen noch bewusster auf sein Verhalten am Spielfeldrand achten. "Es ist passiert, es tut mir natürlich leid", sagte Löw: "Ich habe die Bilder gesehen. Man ist voller Adrenalin und Konzentration. Die Dinge, die passieren, kann man gar nicht bewusst wahrnehmen. Aber ich versuche, mich in irgendeiner Form anders zu verhalten."

Der Bundestrainer hatte sich während des ersten Gruppenspiels der DFB-Auswahl in den Schritt gefasst und damit für viel Aufregung gesorgt. Diese Bilder wurden aber nicht im deutschen Fernsehen gezeigt, sondern von einem italienischen Sender veröffentlicht, der auch die Rechte an der sogenannten Trainer-Cam erworben hat.

Am Vortag war Löw von seinem Spieler Lukas Podolski verteidigt worden. "80 Prozent von euch kraulen sich mal an den Eiern", hatte der Offensivspieler zu Journalisten gesagt.

Bezüglich der TV-Aufnahmen, die ihn mit Schweißflecken unter den Armen zeigten, reagierte Löw mit einem Schmunzeln: "Ich werde diesmal wohl mal ein hellgraues T-Shirt anziehen statt eines dunkelgrauen."

Hummels-Rückkehr offen, Neuer wieder Kapitän

Über eine Rückkehr von Mats Hummels in die Startelf will Löw nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung entscheiden. "Sollte er noch irgendwelche Beschwerden haben, geht man im zweiten Spiel nicht das Risiko ein", sagt der Bundestrainer. Allerdings habe Hummels nach seinem auskurierten Muskelfaserriss in der Wade "der Belastung standgehalten" und "sich gut gefühlt". Beim Auftakt gegen die Ukraine hatte Shkodran Mustafi neben Jérôme Boateng in der Innenverteidigung gespielt.

Festgelegt hat sich Löw allerdings auf Manuel Neuer als Kapitän - was für Bastian Schweinsteiger einen erneuten Bankplatz bedeuten wird. "Man spürt jeden Tag, dass Bastian kleinere Fortschritte macht, was die körperliche Verfassung betrifft. Er hat viel gearbeitet in der Vorbereitung, nach zwei oder drei Wochen kam die Müdigkeit. Jetzt sprüht er wieder vor Energie. Aber er hat noch nicht Kraft für 90 Minuten. "

Schweinsteiger akzeptiere, "dass er noch einen Rückstand hat, und kann sich selbst sehr gut einschätzen. Er trainiert zusätzlich und hat die Verletzung unheimlich gut weggesteckt". Der Kapitän mache "im Training einen immer besseren Eindruck und bringt sich gegenüber der Mannschaft unheimlich ein. Basti übernimmt Verantwortung und führt sehr gut. Aus meiner Sicht hat er in dieser Hinsicht noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht".

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krä/sid/dpa



insgesamt 133 Beiträge
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Seite 1
mistamista 15.06.2016
1. Du lieber Himmel
Der Bundestrainer hat einen Sackchecker gemacht und noch einen Fingerriecher obendrauf gelegt. Skandal! Was soll das? Lieber Joachim Löw, Sie haben sich für nichts zu entschuldigen. Alles OK, nix passiert, bitte so weitermachen.
vleischesser 15.06.2016
2. Mensch sein
Jogi ist auch nur ein Mensch. Würdelos, daß auf der Sache so rumgehackt wird!
Muttimörkel 15.06.2016
3. So ein Käse!
Ich kraule mich auch an den Eiern und ich schwitze sogar nur beim rumliegen! Das sind keine Nachrichten und es ist auch nicht berichtenswert...eigentlich auch nicht Wert zu kommentieren ;-)
qualstar 15.06.2016
4. Rechtfertigung?
Das man sich für so etwas rechtfertigen muss, zeigt unsere Deutsche Form. Vergelts Gott, würde ich sagen - das ist einfach menschlich. Wenden wir uns lieber den wichtigen Themen zu.
oesiblog 15.06.2016
5. Tja ...
... der Mann hat eben Eier. Da hilft alles nichts :)
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