Wahl zum Trainer des Jahres: Mourinho wirft Fifa Betrug vor

Für zweite Plätze hat José Mourinho wenig übrig, bei der Wahl zum Trainer des Jahres hatte er im Januar allerdings Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque den Vortritt lassen müssen. Nun attackiert Mourinho die Fifa: Der Weltverband habe bei der Wahl betrogen.

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José Mourinho: Schwere Vorwürfe gegen die Fifa

Hamburg - Für José Mourinho ist klar, wer der beste Trainer der Welt ist: José Mourinho. Der Portugiese ließ in der Vergangenheit wenig Zweifel daran, dass er sich selbst äußerst schätzt, kein Wunder also, dass es aus seiner Sicht bei der vergangenen Wahl zum Welttrainer des Jahres 2012 nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann.

Real Madrids Star-Coach war im Januar nur auf dem zweiten Platz gelandet - und wirft dem Fußball-Weltverband Fifa nun Betrug bei der Wahl vor. "Einige (wahlberechtigte) Personen haben mich angerufen, um mir zu sagen, dass sie für mich gestimmt hätten, dass ihre Stimme aber an andere (Kandidaten) gegangen sei", sagte Mourinho am Dienstag dem portugiesischen Fernsehsender RTP. Die Abstimmung wurde weltweit unter Journalisten sowie den Spielführern und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt.

Deshalb sei er der Fifa-Gala Anfang Januar, bei der Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque als Sieger geehrt worden war, auch ferngeblieben. Das Interview mit dem Portugiesen soll am Abend in voller Länge ausgestrahlt werden.

In einer kurzen Stellungnahme wies die Fifa die Vorwürfe zurück: "Die veröffentlichte Abstimmungsliste für die jüngste Wahl des Welttrainers ist korrekt." Der 62-jährige del Bosque hatte nach dem Gewinn der WM 2010 mit der spanischen Nationalelf auch die Europameisterschaft 2012 gewonnen. Mourinho, der Real zur ersten Meisterschaft seit 2008 geführt hatte, wurde Zweiter.

Auf die Frage, ob er es bereue, der Fifa einen Korb gegeben zu haben, antwortete der 50-Jährige: "Ganz und gar nicht. Das war die richtige Entscheidung."

luk/dpa/sid

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