Guardiolas Antwort auf Ribéry "Ich liebe ihn sehr"

Josep Guardiola hat gelassen auf die verbalen Attacken von Franck Ribéry reagiert. Für den Katalanen ist es nicht das erste Mal, dass ein großer Spieler schlecht über ihn redet.

Josep Guardiola
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Josep Guardiola


Bayern Münchens Routinier Franck Ribéry kritisierte seinen ehemaligen Trainer Josep Guardiola zuletzt heftig. "Pep hat noch keine lange Karriere als Trainer gehabt. Er ist ein junger Trainer, mit wenig Erfahrung", sagte der 33-Jährige auf einer Pressekonferenz während der PR-Reise der Münchner durch die USA.

Bereits einige Tage zuvor hatte sich der Franzose mehrfach über den Spanier beschwert: "Ich brauche es nicht, dass man mir auf dem Platz sagt: Mach so und so. Ich muss frei sein."

Die Kritik seines ehemaligen Schützlings scheint Guardiola jedoch kalt zu lassen: "Über Ribéry muss ich sagen: Ich liebe ihn sehr." Zudem reagierte der neue Trainer von Manchester City spöttisch auf die Behauptung, dass ihm Erfahrung fehle. "Ist doch gut, dass Ribéry sagt, dass ich jung bin. Ich bin dabei, zu lernen", sagte der 45-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Für Bayerns neuen Trainer Carlo Ancelotti fand Ribéry ausschließlich lobende Worte. "Unter Ancelotti spüre ich endlich wieder Vertrauen. Er ist ein großartiger Trainer. Ich brauche Menschen wie ihn, Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld", sagte er kürzlich dem "Kicker". Auch diese Aussage kann als klarer Seitenhieb gegen Guardiola interpretiert werden, der in der Aufzählung unerwähnt blieb.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein großer Spieler gegen Guardiola auflehnt. Als Trainer vom FC Barcelona arbeitete er ein Jahr lang mit Zlatan Ibrahimovic zusammen. Der schwedische Superstar bezeichnete seinen ehemaligen Coach zwar als "phantastischen Trainer", unterstellte ihm jedoch auch, dass er "feige" und "kein Mann" sei.

mru



insgesamt 8 Beiträge
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timvie 29.07.2016
1. Bei dem Gehalt ...
könnte mir jeder erzählen, was er will. Auch Ibracadabra, oder der liebe Frank. Stand jetzt, hat Pep für sich persönlich alles richtig gemacht.
z._de_la_rocha 29.07.2016
2. Was für eine peinliche Memme...
...der kleine Franck mag es also nicht, wenn ihm gesagt wird an welche taktischen Vorgaben er sich zu halten hat. Wie lachhaft. Jetzt wie ein kleiner ungebildeter Trotzkopf nachzutreten, sagt eigentlich alles über den Charakter dieses Tennie Liebhabern aus. Ich würde mich schämen so etwas auf meiner Gehaltsliste stehen zu haben. Aber in "Großfamilien" zieht man ja auch die schwarzen Schafe mit, ich vergaß....
CarloBernasconi 29.07.2016
3. Er ist aber so,
Dass Guardiola bei allem Sachverstand eben noch nicht die Feinheiten der Psychologie intus hat - dazu braucht es mehr Erfahrung im Umgang mit Menschen, und dieses Defizit macht Guardiola halt auch abmngreifbar, sonst hätte sich ein Götze wohl anders entwickelt, zum Beispiel. Nein, ich finde Guardiolas Fussball auf Ballbesitz ausgerichtet eher destruktiv - mal sehen, wie es auf der kick-and-rush-insel mit ihm abgeht. Zum glück gibts dafür ja die topsendung match of the day mit gary linnecker bei bbc?
jokl 29.07.2016
4. Guardiola
ist ein Fußball-taktik-verrückter und Ribery ein Freigeist, das war schon vor Amtsantritt klar, wie das zwischen denen aussehen wird. Ich finde ein Trainer sollte auch Ansprechpartner sein und flexibel, genauso muss man als 100% Profi eben auch mit verschiedenen Trainern und Systemen klarkommen, ich finde beide haben ihre offensichtlichen Defizite. Beide sind allerdings auch ausßergewöhnlich in der Branche, nur zusammen passt das halt nicht immer.
A. A. Hammer 29.07.2016
5. Eine Mannschaft voller Diven bei Laune zu halten...
ist wie ein Sack Flöhe zu hüten. Der Druck bei den Bayern ist enorm, jeder will spielen, aber nicht alle dürfen. Ob Pep mit Ribery persönlich fair umgegangen ist, kann kaum einer von außen beurteilen. Ribery konnte Dampf ablassen, richtig intelligent wirkte es nicht; ob Ancelotti es toll findet, den Ribery vorsichtshalber schon nach x Tagen Training mit Lob überhäuft (Schleimspur?), wird man sehen. Auch hier wird sich Ribery durchsetzen müssen. Und gut, dass sich Pep auf keinen öffentlichen Schlagabtausch eingelassen hat. Da kann er nur verlieren.
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