Bayern-Trainer Guardiola wird Politiker

Josep Guardiola weitet sein Engagement für die Separatisten in Katalonien aus. Der Bayern-Trainer kandidiert laut spanischen Medien für das Regionalparlament in seiner Heimat.

Guardiola: Kandidiert für Parlament in Barcelona
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Guardiola: Kandidiert für Parlament in Barcelona


Josep Guardiola geht in die Politik. Der Trainer des FC Bayern München tritt schon länger für eine Abspaltung seiner Heimat Katalonien von Spanien ein. Wie der staatliche spanische Rundfunk (RNE) und die Zeitung "El País" berichten, wird Guardiola nun bei den Regionalwahlen in Katalonien auf der Kandidatenliste eines separatistischen Parteienbündnisses stehen. Die Wahl findet am 27. September statt.

Guardiola habe nicht die Absicht, Abgeordneter im Parlament in Barcelona zu werden. Er wolle aber das Vorhaben des katalanischen Regierungschefs Artur Mas zur Gründung eines unabhängigen Staates symbolisch unterstützen, hieß es. Daher werde er auf dem letzten Platz der Kandidatenliste rangieren.

Die separatistischen Parteien CDC (Demokratische Konvergenz) und ERC (Linksrepublikaner) wollen bei der Wahl mit einer gemeinsamen Liste antreten. Sie wollen den Urnengang zu einer Art von Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens machen. Der CDC-Europaparlamentarier Ramon Tremosa bestätigte die Kandidatur Guardiolas auf Twitter.

Spaniens Zentralregierung hat bereits mehrfach erklärt, dass sie eine Abspaltung Kataloniens nicht zulassen werde, weil dies einen Verstoß gegen die Verfassung bedeute.

Guardiola hat schon häufiger öffentlich seine Unterstützung der Separatisten erklärt. Im vergangenen Sommer nahm er an einer Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz teil, bei der die Unabhängigkeit Kataloniens gefordert wurde.

cte/dpa



insgesamt 131 Beiträge
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dalethewhale 20.07.2015
1. Seperatismus ist der Ungeist
welcher Europa über einen langen Zeitraum immer wieder in Kriege und Dissens geführt hat. Ich dachte das wäre überwunden. Das ist Anachronismus.
Don_Draper 20.07.2015
2. Hm
muß Pep das nicht mit seinem Arbeitgeber abstimmen, oder hat er nichts zu tun, wenn er ins Parlament kommt und es geht nicht zu Lasten seiner Arbeitszeit?
oezzi95 20.07.2015
3.
Und dann löst sich der FC Barcelona auf, da es nicht genug Teams in der katalonischen Liga gibt. Dann haben sie den Salat.
Ontologix II 20.07.2015
4. Spanische Geschichten
Zum besseren Verständnis der katalonischen Unabhängigkeitsbewegung sollte man anfügen, dass die historische Gründe hat. Die Sprachen snd ja sehr ähnlich und leicht untereinander verständlich, aber Barcelona war eines der Zentren des republikanischen Widerstandes gegen den Faschismus, der seine Machtzentrale in Kastilien hatte, wo Franco heute noch vielfach verehrt wird, z.B. im Valle de los Caídos.
gandhiforever 20.07.2015
5. Steht
ein allfaelliger Parlamentssitz in Katalonien im Einklang mit seinem Vertrag in Muenchen?
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