Wegen mangelnder Kontrolle Fifa streicht offenbar Bonus für Blatter

Noch ist Joseph Blatter offiziell Fifa-Präsident. Weil er seiner Kontrollfunktion jedoch nicht nachgekommen ist, sollen ihm nun laut einem Zeitungsbericht Bonuszahlungen gestrichen werden. Er könnte sogar selbst Schadensersatz zahlen müssen.

Zahlung gestrichen: Keine ausreichende Kontrolle von Valcke (r.) durch Blatter (l.)
REUTERS

Zahlung gestrichen: Keine ausreichende Kontrolle von Valcke (r.) durch Blatter (l.)


Die Audit- und Compliance-Kommission der Fifa hat dem gesperrten Präsidenten Joseph Blatter Teile seiner Vergütung gestrichen. Das bestätigte der Sprecher des Gremiums der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Grund sind demnach wichtige Kontrollaufgaben, denen der Schweizer gegenüber dem fristlos entlassenen Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke offenbar nicht nachgekommen ist. Die Audit- und Compliance-Kommission ist dafür zuständig, die finanzielle Rechnungslegung und Buchführung des Weltverbands zu überprüfen.

"Die Aufsichtspflicht ist in den Zielvereinbarungen der Bonuszahlungen explizit aufgelistet. Die Entschädigungskommission hat auf ihrer letzten Sitzung deshalb entschieden, keine weitere Bonuszahlung an Herrn Blatter mehr vorzunehmen", sagte Andreas Bantel der "FAZ". Blatter wird trotz seiner Bestrafung durch die Ethikkommission aber weiterhin vom Weltverband bezahlt. "Herr Blatter ist bis zur Wahl des neuen Präsidenten am 26. Februar 2016 der gewählte Präsident und hat gemäß Vertrag Anspruch auf seine Bezüge", teilte die Audit-Kommission mit.

Zuvor hatte bereits die "Welt am Sonntag "berichtet, dass Blatter die Bonuszahlungen gestrichen werden sollen. Laut Fifa-Kreisen soll es sich um eine "erhebliche Summe" handeln. Valcke soll Spesenmissbrauch in großem Stile begangen haben: Die US-Justiz verdächtigt den 55-Jährigen, zehn Millionen Dollar aus Südafrika an die von Skandalfunktionär Jack Warner kontrollierten Verbände Concacaf und CFU weitergeleitet zu haben. Laut "Welt" wird die Fifa möglicherweise sogar Schadensersatzforderungen gegen Blatter erheben, da dieser die Vergehen des Franzosen nicht gestoppt habe.

aev/sid/dpa



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insgesamt 4 Beiträge
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deglaboy 18.01.2016
1. Na ja, der Sepp...
soll er zu uns kommen, als Flüchtling. Aber bitte den Schweizer Pass vorher vernichten und sagen dass er Syrer sei, vor der IS geflohen.
33dd 18.01.2016
2. Also,
das würde mich schon interessieren: Wie genau kann man das begründen, dass absolut nur eine einzige Person ( Chef der FIFA-Finanz-Kommission ) wissen darf, was der Fifa-Präsident verdient? Was macht das für einen Sinn? Bei jedem Dax-Unternehmen weiß man, wieviel jeder verdient. Kann die Fifa nur dann vernünftig arbeiten, wenn niemand weiß, was der Chef verdient?
birdie 19.01.2016
3. Nur noch 1 Meldung über ...
Herrn Blatter wäre wirklich von öffentlichem Interesse. Und zwar das Datum seines Gefängnisantritts für die Dauer von 8 Jahren. Alles andere kann schlicht entfallen.
gerifro 19.01.2016
4.
Zitat von birdieHerrn Blatter wäre wirklich von öffentlichem Interesse. Und zwar das Datum seines Gefängnisantritts für die Dauer von 8 Jahren. Alles andere kann schlicht entfallen.
Wie in diesen Kreisen üblich, dürfte ihm vermutlich eine Haftunfähgkit bescheinigt werden seitens de schweizer Justiz;-)
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