Klinsmann über Löw und das WM-Aus "Jeder weiß, dass sie es verdient hatten"

Was muss Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Aus künftig anders machen? Sein Vorgänger Jürgen Klinsmann ruft zur Selbstkritik auf.

Jürgen Klinsmann
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Jürgen Klinsmann


Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann traut Nachfolger Joachim Löw einen Neustart der Nationalmannschaft nach dem frühen WM-Aus in Russland zu - unter einer Bedingung: "Er ist der richtige Mann, wenn er ehrlich genug ist, jedes kleine Detail zu analysieren", sagte Klinsmann im Podcast des BBC Radio in Moskau über seinen früheren Assistenten.

"Es ist wichtig, dass sie jedes kleine Stück analysieren, dass sie selbstkritisch sind", erklärte Klinsmann. "Und dann läuft die Zeit, weil sie schon im September gegen Frankreich in der Nations League spielen."

"Jeder weiß, dass sie es verdient hatten", sagte Klinsmann über das vorzeitige Scheitern in Russland. "Sie hatten einen schwachen Auftritt, eine schlechte Vorbereitung."

Dementi zum Job in Japan

Klinsmann dementiert Medienberichte, wonach er als neuer Chefcoach der japanischen Nationalmannschaft gehandelt werde. "Grüße aus Moskau, nur zur Info: An Gerüchten mit Japan ist nichts dran", twitterte der Weltmeister von 1990 in Deutsch und Englisch am Samstag.

Sports Nippon und Daily Sports aus Japan hatten berichtet, dass der einstige Stürmerstar Wunschkandidat des japanischen Verbandes JFA sei. Klinsmann ist derzeit ohne Trainerjob, nachdem er im November 2016 vom US-Verband beurlaubt worden war.

als/dpa/sid



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AllesKlar2014 07.07.2018
1. ...schlechte Vorbereitung?
Das kann ich so nicht teilen. J. Loew hat sich intensiv vorbereitet. So hat er bereits das Risiko des Scheiterns lange vorhergesehen. Deshalb hat er seine Prioritaeten absolut richtig gesetzt. Seine Berater (Mitarbeiter der Familie Oezil und Guendogan) hat er sorgfaeltig ausgewaehlt und deren Chef "wir verstehen uns blind" hat sicherlich wie schon zur WM 2014 die knallharten Bedingungen und Inhalte dem DFB mitgeteilt. Jogi! Alles richtig gemacht!! Die paar Trainingseinheiten kann man getrost dem Team ueberlassen. Ob der Wahlkampftermin mit Frau Merkel da gestoert hat?
alkman 07.07.2018
2. Klinsmann als neuer alter Bundestrainer
Schade, daß der DFB bereits mit Löw verlängert hat. Jetzt wäre Klinsmann selbst der richtige gewesen, sein eigener Nach-Nachfolger zu werden. Löw hat vornehmlich im psychologischen Bereich als Motivator versagt und es nicht verstanden, die Mannschaft zu einer Einheit zu formen. Das wiederum ist die Stärke von Klinsmann.
haarer.15 07.07.2018
3. Selbstkritik ist wichtig
Um neu aufzubauen, ist eine selbstkritische Analyse unabdingbar. Jogi Löw war immer einer, der das beherzigt hatte. Ich traue ihm den Neustart auf jeden Fall zu. Aber dass die Mannschaft schlecht vorbereitet war, das kann ich nicht teilen. Das Vorbereitungs-Training war intensiv genug. Es gab andere Gründe für das Scheitern in Russland, einer davon war sicher eine mangelhafte Struktur in der Elf.
rösti 07.07.2018
4.
Zitat von AllesKlar2014Das kann ich so nicht teilen. J. Loew hat sich intensiv vorbereitet. So hat er bereits das Risiko des Scheiterns lange vorhergesehen. Deshalb hat er seine Prioritaeten absolut richtig gesetzt. Seine Berater (Mitarbeiter der Familie Oezil und Guendogan) hat er sorgfaeltig ausgewaehlt und deren Chef "wir verstehen uns blind" hat sicherlich wie schon zur WM 2014 die knallharten Bedingungen und Inhalte dem DFB mitgeteilt. Jogi! Alles richtig gemacht!! Die paar Trainingseinheiten kann man getrost dem Team ueberlassen. Ob der Wahlkampftermin mit Frau Merkel da gestoert hat?
Diese dumme Aussagem sagt eigendlich um was es geht, wie kann sich ein Deutscher Trainer einen türkischen Berater nehmen? Weil er der beste für den Trainer ist und er Ihnen vertraut. Für mich spielt es keine Rolle wer mich berät, er sollte meine Intressen vertreten und die besten Konditionen für mich raushohlen, das gilt auch für meinen Bank und Versicherungs Berater... haben Sie das nicht? Dann verstehe ich Ihren Frust.. Das der Trainer Wahlkampf macht und die Nationalmannschaft sich selbst überlässt, ist eine Unterstellung, die kein normaler Fussball Fan mit Ihnen teilt! Es ist einfach schief gegangen, so wie bei anderen auch! Die Kritiker sollten sich an die eigene Nase fassen, der eine liess einen haltbaren Ball nicht fest was uns die WM kostete,oder andere waren gute Fussballer aber menschlich na Ja,ander verschossen den letzten Elfmeter und das Leben ging weiter! Fans allerdingst für die Fussball alles ist sollten mal ihr Leben neu ordnen und Prioritäten setzten! Hoeness usw. die wirklich mit Kritik nicht zurückhalten, hauen hier nicht mit auf die Mannschaft ein, weil Sie Wissen, das es so etwas im Fussball gibt selbst auf höchsten Niveau,denn aus Fehlern wir dauch die Nationalmannschaft ihre Lehren ziehen und ich Wette, dasi Joggi und seine Jungs alles wieder ins Lot bringen!!! Selbst ein Rogger Federer (seit Jahren Weltbester Tennisspieler ) hat mal ein Formtief und verliert Spiele, die er sonst mit "Links" gewinnt! Man sollte auch vor Augen halten, wer die grossen Sprüche in der Presse führt, alte Reporter die sich noch ein Paar Euros dazu verdienen wollen oder Spieler die Ihr Geld verprasst, verzockt usw. haben und nun in Talkshows durch überzogene Kritik unter der Gürtellinie noch Geld machen müssen! Alle ganz grossen Favoriten sind ausgeschieden ob eine oder zwei Runden weiter spielt keine Rolle, denn Sie werden das Ziel Weltmeister zu werden auch nicht erreichen. Denn nur das zählt für diese Mannschaften.
ein-berliner 07.07.2018
5. Sicher?
Zitat von haarer.15Um neu aufzubauen, ist eine selbstkritische Analyse unabdingbar. Jogi Löw war immer einer, der das beherzigt hatte. Ich traue ihm den Neustart auf jeden Fall zu. Aber dass die Mannschaft schlecht vorbereitet war, das kann ich nicht teilen. Das Vorbereitungs-Training war intensiv genug. Es gab andere Gründe für das Scheitern in Russland, einer davon war sicher eine mangelhafte Struktur in der Elf.
Die Vorbereitung der "Mannschaft" war intensiv? Ich habe noch nie solch schwache und niveaulose Vorbereitungsspiele ohne jede Motivation gesehen. Aber scheinbar ist Selbstkritik ein Nogo-area beim DFB und in Ihrem Beitrag.
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