Klopp-Abschied beim BVB "Nicht mehr sicher, ob ich der perfekte BVB-Trainer war"

Es war ein emotionaler Moment: Jürgen Klopp hat die Gründe für seinen Abschied aus Dortmund zum Saisonende erläutert. Was er danach tun wird, weiß er nach eigenen Angaben noch nicht.


Trainer Jürgen Klopp hält seinen Abschied bei Fußballbundesligist Borussia Dortmund zum Saisonende für eine "absolut richtige Entscheidung". Der Coach erklärte am Mittwochmittag in einer emotionalen Pressekonferenz, er habe zuletzt nicht mehr das Gefühl gehabt, der perfekte Trainer für den Fußballbundesligisten zu sein. "Man ist Profi und muss so eine Entscheidung treffen", sagte Klopp.

Für die Zeit nach seinem Abschied als Trainer beim BVB hat er nach eigener Auskunft noch keine konkreten Pläne. "Ich habe nicht geplant, ein Sabbatical zu machen, aber im Trainerjob kann es sein, dass ich es machen muss", sagte der Coach. Einen neuen Arbeitgeber habe er nicht in der Hinterhand, versicherte Klopp. "Es ist nichts strukturiert, es ist nichts geplant, nichts taktiert", sagte der Trainer.

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Klopp und der BVB: Jubel, Trauer und Frust
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat mit großem Bedauern auf den Abschied von Klopp zum Saisonende reagiert. Der Coach könne sicher sein, "dass dir der ewige Dank aller Borussen zuteil wird", sagte Watzke. "Das einzige, was mich in diesen Momenten ein Stück weit tröstet, ist, dass unsere Freundschaft mit Sicherheit bestehen bleiben wird."

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Ist Klopps Abschied der richtige Schritt?

Jürgen Klopp hört zum Saisonende bei Borussia Dortmund auf. Eine Ära geht beim BVB zu Ende. Hat er mit dieser Entscheidung das Richtige getan?

Die Gespräche über die Trennung hätten auf Initiative von Klopp stattgefunden. Der Verein habe der Bitte des 47-Jährigen nach einer Auflösung des bis 2018 gültigen Vertrages entsprochen, hatte der Fußballbundesligist zuvor mitgeteilt

Zum Thema eines möglichen Nachfolgers äußerte sich Watzke, der zu Beginn der Pressekonferenz den Tränen nah war, zurückhaltend. "Sicherheit geht vor Schnelligkeit", sagte er. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass der ehemalige Mainzer Coach Thomas Tuchel die Nachfolge Klopps antritt.

In sehr persönlichen Worten wandte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc an Klopp: "Wir haben die letzten sieben Jahre ein modernes Fußballmärchen geschrieben. Du hast diesen Klub, aber auch mir persönlich viel Energie und Optimismus mitgegeben. Ich glaube, alle BVB-Mitarbeiter und unsere Mannschaft sollten dir den Abschied bereiten, der diesen sieben Jahren gerecht wird. Es war eine wunderbare Zeit der Zusammenarbeit."

Klopp hatte erst im Oktober 2013 seinen Vertrag bis 2018 verlängert. In dieser Saison erlebte der BVB unter dem Coach aber einen schweren Absturz. Mit nur 33 Punkten ist der Klub noch nicht endgültig gesichert. Die Schwarz-Gelben hatten die Hinrunde nur auf Platz 17 beendet.

Lesen Sie hier das Minutenprotokoll der Pressekonferenz.

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Klopp beim BVB: Viele gute und wenig schlechte Zeiten

aha/dpa

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insgesamt 120 Beiträge
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Anal Phabet 15.04.2015
1. Klopp ...
... und der VfB Stuttgart: Das wäre doch DIE Kombination!
ge1234 15.04.2015
2. Na Supi...
... wenn sich der Trainer einer abstiegsbedrohten Mannschaft in einer so prekären Situation nicht zu 100% auf seine Mannschaft konzentriert, sondern in Gedanken schon auf der Suche nach einen neuen Arbeitgeber ist.
HannesFaber 15.04.2015
3.
Ich wette einen Euro, dass Klopp alsbald beim FC Liverpool landet :-)
taubenfreund 15.04.2015
4. gute Arbeit....
....aber trotzdem längst überfällig. Flasche leer.
BorisBombastic 15.04.2015
5. Golden Handshake
Abschied eine wahren Champions und Vorbild der Gegenwart . Danke Klopp für diesen würdevollen Abschied. Im Management und woanders lässt man sich woe schon fast allgemein üblich solche Vorgänge erst mit dem "Golden Handshake" versüssen.
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