US-Nationalspieler Green spricht über Abmahnung vom HSV

Julian Green erhebt schwere Vorwürfe gegen den Hamburger SV. Der US-Nationalspieler sagte der "Zeit", der Verein habe ihm eine Abmahnung vorgelegt, weil er sich weigerte, in der zweiten Mannschaft zu spielen. Der HSV will sich nicht äußern.

Green (l.): "Ich habe das nicht unterschrieben, aber meine Meinung gesagt"
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Green (l.): "Ich habe das nicht unterschrieben, aber meine Meinung gesagt"


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Hamburg - Der Streit zwischen Julian Green und dem Hamburger SV soll ernster sein als bislang bekannt. Der Wochenzeitung "Zeit" sagte Green, der HSV habe ihn abmahnen wollen, nachdem er sich geweigert hatte, für die zweite Mannschaft zu spielen. "Auf dem Zettel stand Abmahnung, und es stand dort, wenn ich noch einmal aufgefordert würde, in der zweiten Mannschaft zu spielen, dann müsse ich das machen, weil ich verpflichtet sei", sagte Green der "Zeit".

Green erklärte, ihm sei die Abmahnung in einem Gespräch mit Trainer Josef Zinnbauer und Sportdirektor Peter Knäbel vorgelegt worden. "Ich habe das nicht unterschrieben, aber meine Meinung gesagt", sagte Green. HSV-Pressesprecher Jörn Wolf wollte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE weder bestätigen noch dementieren, dass es eine solche Abmahnung gab.

Von seiner Degradierung in die zweite Mannschaft vor einigen Wochen hatte Green nach eigenen Angaben aus der Zeitung erfahren. "Mit mir hat bisher weder der Trainer noch der Sportdirektor gesprochen", schrieb er damals bei Facebook. Julian Green ist von Bayern München bis zum Sommer 2015 an den Hamburger SV ausgeliehen.

jop

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insgesamt 22 Beiträge
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Fassungsloser 06.03.2015
1.
Und wo ist jetzt der "schwere Vorwurf"? Herr Green berichtet einen Sachverhalt. Abmahnungen durch den Arbeitgeber bei fehlender Erfüllung des Arbeitsvertrags sind nicht gerade ungewöhnlich, wo ist jetzt das Problem?
bs2509 06.03.2015
2. Der HSV . . .
. . . ist in einem jämmerlichen Zustand. Die Jahre über, wurde eher über die Spieler, als mit den Spielern geredet. "Zu viele Köche verderben den Brei . . . .!" In dieser Situation befindet sich der HSV und besser scheint es nicht mehr zu werden. Ob wohl es schön wäre den "Dino" weiter in der Ersten Liga kicken zu sehen. Aber die Verantwortlichen gehen mit dem "Personal" unterschiedlich um. Während Spieler wie van der Vaart, Lasogga am Tag des Bundesligaspiels eher spazieren gehen, ein Westermann bereits seine Entschuldigung für seine Aussetzer auswendig lernt, werden andere genötigt. Es sollte Schluß gemacht werden, mit solchen Mätzchen, Leute per Zeitungsartikel in die Zweite-Mannschaft abzukommandieren bzw. jemanden überhaupt so einen Wäschezettel vorzulegen. Aber scheinbar ist solch eine Art von Klamauk in Hamburg zu Hause. Und wenn der HSV nicht mehr Gewicht auf das notwendige Punktesammeln legt, dann wird nicht nur St.Pauli absteigen. . . .
kicherwilli 06.03.2015
3. Glückwunsch, HSV
spätestens jetzt wird sich jedes junge Talent zweimal überlegen ob man beim HSV (selbst zur Leihe) unterschreibt, wenn man eh nur in die Reserven abgeschoben wird, während die erste Mannschaft selbst nichts reißt.
mantrid 06.03.2015
4. Arbeitsrecht
Eine Abmahnung braucht nur zur Kenntnis gebracht werden. Eine Unterschrift ist nicht notwendig. Selbstverständlich hat Herr Green dort zu spielen, wohin ihn sein Arbeitgeber delegiert, wenn im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist. Das ist das Weisungsrecht des Arbeitgebers. Weigert der Arbeitnehmer, ist das Arbeitsverweigerung, was die fristlose Kündigung und Schadenersatzansprüche nach sich ziehen kann.
swandue 06.03.2015
5. Hey, sie wollen ihm nicht das Gehalt streichen
. . . oder ihn in den Kartoffelkeller sperren. ;-) Wenn der Trainer meint, ein Spieler sei aktuell nicht gut genug für die 1. Mannschaft oder gehe nicht mit dem nötigen Ernst an seine Aufgaben heran, dann spielt er erst einmal in der 2. Mannschaft - Basta. Kann sich ganz schnell wieder ändern, wenn er durch Einstellung und Leistung überzeugt - gerade beim HSV im derzeitigen Zustand.
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