Heynckes über Probleme beim FC Bayern Kovac und die "Diven"

Für Münchens langjährigen Trainer Jupp Heynckes ist Nachfolger Niko Kovac nicht allein verantwortlich für die Krise des FC Bayern. In der Mannschaft gebe es neben "lieben Jungs" auch schwierige Fälle.

Jupp Heynckes (l.) und Niko Kovac beim Pokalfinale 2018
Bongarts/Getty Images

Jupp Heynckes (l.) und Niko Kovac beim Pokalfinale 2018


Die Zukunft von Bayern-Trainer Niko Kovac ist nach den jüngsten Aussagen von Präsident Uli Hoeneß unsicher. Bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger werden einige Namen genannt, Jupp Heynckes gehört nach seinem insgesamt vierten Weggang aus München im vergangenen Sommer nicht dazu. Heynckes selbst verteidigt Kovac, der am Abend mit seiner Mannschaft in der Champions League gegen Benfica Lissabon spielt (21 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE).

"Da kommt ein junger Trainer und will die Welt einreißen", sagte Heynckes in der "Westdeutschen Zeitung" über seinen Nachfolger. "Niko Kovac hat es nicht einfach in München. Es gibt liebe Jungs dort und Diven, und dann sind da noch die schweren Verletzungen von wichtigen Spielern. Da türmt sich ein Berg von Problemen auf."

Hoeneß hatte nach dem 3:3 der Münchner gegen Fortuna Düsseldorf ein langfristiges Bekenntnis zu Kovac vermieden: "Wir spielen am Dienstag gegen Benfica, da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein." Der FC Bayern müsse "alles hinterfragen. wir werden die nächsten Tage, vielleicht auch die nächsten Wochen nutzen, um eine richtige Lösung zu finden." Die Bayern liegen in der Bundesliga nach zwölf Spielen mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund auf Platz fünf.

krä/sid



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
unpolit 27.11.2018
1. Auch wenn der Trainer nicht verantwortlich ist,
aber es wird wohl kein Weg an einer Trennung vorbei führen. Wie soll denn sonst ein Neustart gelingen bei den Bayern? Dass die 3 Herren von der Tanke sich hinstellen und sagen "Sorry, unser Fehler. Wir ziehen die Konsequenzen und uns zurück" wird wohl nicht zu erwarten sein. Also: Goldener Handschlag, Interims-Trainer und Neuorganisation im Hintergrund. Bis diese auch im Vordergrund ankommt. Wenn es denn die von vielen Experten vermutete Mannschaft ist, dann muss wohl noch einiges passieren (Willst Du Bayern oben sehn, musst du die Tabelle drehn), bis da wirklich durchgegriffen wir. Und T.Müller hat die beiden Tore genau zur rechten Zeit geschossen. Für sich jedenfalls. So kann er vielleicht noch Diskussionen hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit im Keim ersticken oder verzögern. Naja, als BVB Fan hoffe ich, dass es noch etwas Zeit braucht. Was hoffentlich bleiben möge: Die Erkenntnis bei anderen Profis, dass es nicht unbedingt erstrebenswert ist, aus einer Stamm-Mannschaft auf die BFC-Ersatzbank zu wechseln. Für kein Geld der Welt. Das würde der Liga guttun.
gnarze 27.11.2018
2. Der Jupp
kann jetzt zwar gut reden, aber während seiner Amtszeit hat er den Diven anscheinend auch nicht ihre Allüren ausgemerzt. Wobei ich denke, dass zwei der Hauptdiven nächste Saison definitiv nicht mehr bei den Bayern spielen werden.
Jacek G 27.11.2018
3.
Kovac ist die ärmste Sau dort. Er ist ja sicher auch daran schuld, dass die Nationalmannschaft so grandios gescheitert ist. Und dass der FCB den Pokal nicht gewinnen konnte. Bei den Bayern läuft einiges schief und dann kommt ein Trainer und will anfangen wieder alles richtigzubiegen und der kriegt wieder die volle Dröhnung der verwöhnten und verhätschelten Bayernspieler ab. Wäre er lieber in Frankfurt geblieben. Da wussten ihn Spieler und Fans zu schätzen.
ladiv 27.11.2018
4.
Zitat von unpolitaber es wird wohl kein Weg an einer Trennung vorbei führen. Wie soll denn sonst ein Neustart gelingen bei den Bayern? Dass die 3 Herren von der Tanke sich hinstellen und sagen "Sorry, unser Fehler. Wir ziehen die Konsequenzen und uns zurück" wird wohl nicht zu erwarten sein. Also: Goldener Handschlag, Interims-Trainer und Neuorganisation im Hintergrund. Bis diese auch im Vordergrund ankommt. Wenn es denn die von vielen Experten vermutete Mannschaft ist, dann muss wohl noch einiges passieren (Willst Du Bayern oben sehn, musst du die Tabelle drehn), bis da wirklich durchgegriffen wir. Und T.Müller hat die beiden Tore genau zur rechten Zeit geschossen. Für sich jedenfalls. So kann er vielleicht noch Diskussionen hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit im Keim ersticken oder verzögern. Naja, als BVB Fan hoffe ich, dass es noch etwas Zeit braucht. Was hoffentlich bleiben möge: Die Erkenntnis bei anderen Profis, dass es nicht unbedingt erstrebenswert ist, aus einer Stamm-Mannschaft auf die BFC-Ersatzbank zu wechseln. Für kein Geld der Welt. Das würde der Liga guttun.
wenn der Trainer nicht verantwortlich ist wer dann? Der Kader hat sich nicht großartig verändert und letzte Saison ist Heynkes noch Meister geworden. Hängt doch viel mit Erfahrung, Menschenkenntnis und Führungsqualitäten zusammen. Als Trainer einfach zu Bayern gehen und zu denken es würde schon laufen reicht einfach nicht. Da hilft auch kein DFB-Pokalsieg weiter (und keine weiteren Qualifikationen).
dhoerschdle 27.11.2018
5. Wär er doch in Frankfurt geblieben....
Das gilt vielleicht für Herrn Kovac, aber nicht für Frankfurt. Dank Hütter spielt die Eintracht Fussball wie seit Jahren nicht mehr. Wird zwar nichts mit einem Pokalsieg in diesem Jahr, aber schön anzuschauen ist es allemal ;-)
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