FC Bayern München Hoeneß hält Heynckes-Verbleib für "möglich"

Jupp Heynckes will am Ende der Saison als Bayern-Trainer aufhören. Präsident Uli Hoeneß sieht das anders, er will einen längeren Verbleib seines Freundes nicht ausschließen.

Jupp Heynckes
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Jupp Heynckes


Bisher galt Trainer Jupp Heynckes beim FC Bayern als Zwischenlösung, die am Ende der Saison wieder in den rheinischen Ruhestand wechselt. Doch nun könnte es doch eine Fortsetzung der auch von vielen Bayern-Fans favorisierten Lösung auf der Trainerbank geben. Präsident Uli Hoeneß antwortete am Rande der Jahreshauptversammlung auf die Frage, ob sein langjähriger Freund Heynckes länger bleiben könnte: "Das halte ich für möglich, da ist nichts ausgeschlossen."

Heynckes selbst hatte vor wenigen Wochen die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung verneint. "Das ist ausgeschlossen", sagte der 72-Jährige der "Welt am Sonntag". Nun feierten die Bayern unter Heynckes allerdings neun Siege in neun Pflichtspielen und so sprach schon Arjen Robben von einem längeren Verbleib: "Natürlich können wir uns das vorstellen."

Heynckes hatte die Bayern Anfang Oktober nach der Trennung von Carlo Ancelotti zum vierten Mal als Trainer übernommen. Hoeneß sprach bei seiner Rede vor den Mitgliedern von einem "Glückszustand" mit Heynckes, der den gesamten Verein "schweben" lasse.

Wagner-Transfer unwahrscheinlich

Ganz anders denkt Hoeneß über den möglichen Wechsel von Nationalspieler Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern. Dieser sei gefährdet. "Ich denke, dass das eine Sache der Ablöse sein wird, und wie ich höre, liegen wir derzeit meilenweit auseinander. So wie sich das im Moment darstellt, wird sich das ziemlich zerschlagen", sagte Hoeneß.

Als Ablöse für den 29 Jahre alten Angreifer, der bereits im Winter zurück zu seinem Ex-Klub wechseln möchte, waren zuletzt zwölf Millionen Euro im Gespräch. Die Bayern wollen Wagner, dessen Familie in der Nähe von München lebt, als Ersatz für Starstürmer Robert Lewandowski verpflichten.

krä/sid



insgesamt 14 Beiträge
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hoppelkaktus 25.11.2017
1. In ferner Zukunft oder Jupp Heynckes m u s s für immer bleiben.
Eines Tages werden sie beim FCB auf den Dreh zurückgreifen, während ihrer Übungseinheiten und erst recht ihren Spielen, den mumifizierten Leichnam des Jupp (zu der Zeit dann gewiss längst Vereinshauptgott) stets hübsch hergerichtet an der Seitenlinie oder auf der Trainerbank zu drapieren. Denn, seht, Wunder des Wunders: so werden sie siegen und siegen und siegen diese cleveren Bayern, dank einer unbezwingbaren rätselhaften Kraft, die - freudig und geradewegs noch aus den vernebelten Hainen des Jenseits - mit unsichtbarem, weisen Fingerzeig das Ringen auf dem Fußballplatze zugunsten ihrer Lieblinge zu fördern weiß... Heiliger Strohsack: Fußball kann so magisch sein.
ich-geb-auf 25.11.2017
2. Ich vermute, dass Joachim Löw ab Juli 2018 Bayern Trainer ist.
Er hört nach der WM definitiv auf als Bundestrainer und Bayern wäre ideal, er kann deutsch, kennt die Liga, die Spieler, kann mit jungen Spielern und wird von den alten respektiert. Ob er auch ein guter Vereinstrainer ist, wird sich aber noch zeigen.
allgemeinspezifiker 25.11.2017
3. Ersatz ?
oder Backup
briancornway 25.11.2017
4. Höhere Aufgaben
Eigentlich dachte ich, er wäre das Backup als nächster DFB-Trainer ... für den Fall, dass die WM ganz grässlich misslingt. Jedenfalls fände ich es nett, ihn weiterhin aktiv zu sehen.
womo88 25.11.2017
5. Die Rentnerband
Den Müller-Wohlfahrt (75 Jahre) haben die Bayern ja auch wieder ausgegraben, nun den Heynckes (72 Jahre) ... So geht Zukunft! Ich habe nun wirklich nichts gegen Heynckes und schätze ihn als Trainer sehr, aber irgendwann muss doch mal gut sein.
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