Klarer Erfolg in Porto Zwei Joker lassen Juventus jubeln

Juventus Turin kann für das Viertelfinale planen: Der italienische Serienmeister gewann in Überzahl souverän beim FC Porto. In dieser Form gehört Juve zu den Titelkandidaten in der Champions League.

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Juventus Turin hat im Stile einer Spitzenmannschaft das Achtelfinal-Hinspiel beim FC Porto 2:0 (0:0) gewonnen. Der italienische Rekordmeister spielte lange in Überzahl, erarbeitete sich ein deutliches Plus an Ballbesitz und Torchancen und blieb dabei sehr geduldig. Das Team von Trainer Massimiliano Allegri gehört in dieser Form und Abgeklärtheit in jedem Fall zum erweiterten Favoritenkreis der Champions League. Für Porto dürfte dagegen im Achtelfinale Schluss sein.

Die Tore für Turin erzielten Marko Pjaca (72. Minute) und Rechtsverteidiger Dani Alves (74.). Bei den Portugiesen sah Alex Telles früh Gelb-Rot (27.) und wird im Rückspiel am 14. März (20.45 Uhr High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) fehlen.

Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten übernahm Juventus im Estádio do Dragao die Initiative. Es dauerte aber lange, bis die Italiener ihre klare Überlegenheit mit fast 80 Prozent Ballbesitz auch in zwingende Torchancen ummünzen konnten. Torjäger Gonzalo Higuaín schoss im Fünfmeterraum Felipe an, Torwart Iker Casillas reagierte wie zu besten Zeiten (39.). Und in der Nachspielzeit landete ein Fernschuss von Paulo Dybala am Außenpfosten (45.+1).

Juves Dominanz lag auch an einer Dummheit von Portos Außenverteidiger Alex Telles. Der Brasilianer trat zunächst Juan Cuadrado auf die Achillesferse und wurde mit der Gelben Karte bestraft (25.). Zwei Minuten später senste Telles dann Stephan Lichtsteiner an der Außenlinie um, der deutsche Schiedsrichter Felix Brych zog erneut Gelb und schickte Telles vom Rasen. Portos Fans hatten damit in Brych einen Sündenbock gefunden, dabei war der Platzverweis alternativlos.

Bei Juventus treffen die Einwechselspieler

Mit der ersten Aktion des zweiten Durchgangs hätte Turin die überfällige Führung nachholen können, doch Dybala und der überraschend auf dem linken Flügel eingesetzte Mario Mandzukic konnten sich nicht einigen, wer den feinen Lupfer-Pass von Miralem Pjanic verwerten soll. Letztlich schoss Dybala den Ball ins Netz, der Argentinier stand dabei aber, anders als Mandzukic, knapp im Abseits (46.).

Was der Auftakt zu einem Sturmlauf hätte werden können, blieb für lange Zeit die einzige Juve-Großchance. Higuaín setzte einen Schlenzer knapp neben das Tor (66.). Doch da Porto in Unterzahl nur auf Ergebnissicherung aus war, konnten die Gäste geduldig weiterspielen und wurden belohnt. Kurioserweise trafen zwei Joker kurz nach ihren Einwechslungen:

Der Kroate Pjaca war für Cuadrado gekommen (67.), fünf Minuten später profitierte er von der unglücklichen Vorlage von Portos Außenverteidiger Miguel Layún. Der Mexikaner wurde durch einen Pass von Dybala überrascht und Pjaca traf per Dropkick ins lange Eck. Und der für Lichtsteiner gekommene Alves (74.) traf sogar mit seiner ersten Ballberührung. Der ehemalige Porto-Profi Alex Sandro flankte von der linken Seite, Alves nahm den Ball mit der Brust runter und ließ Casillas freistehend aus acht Metern keine Chance.

Den Schlusspunkt hätte der deutsche Nationalspieler Sami Khedira setzen können, sein im Liegen abgegebener Schuss ging aber Zentimeter am linken Pfosten vorbei (87.).

FC Porto - Juventus Turin 0:2 (0:0)
0:1 Pjaca (72.)
0:2 Alves (74.)
Porto: Casillas - Pereira, Felipe, Marcano, Telles - Danilo - Herrera, Neves (61. Corona), Brahimi (73. Diogo Jota) - Silva (30. Layun), Tiquinho.
Turin: Buffon - Lichtsteiner (73. Alves), Barzagli, Chiellini, Alex Sandro - Khedira, Pjanic - Cuadrado (67. Pjaca), Dybala (86. Marchisio), Mandzukic - Higuain.
Schiedsrichter: Brych
Zuschauer: 49.223
Gelb-Rote Karte: Telles wegen wiederholten Foulspiels (27.)
Gelbe Karten: Pereira, Herrera (2), Marcano (2) - Lichtsteiner

krä



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