"Kanaken" und "Kartoffeln" Grindel sieht keine Spaltung im WM-Team

"Ich glaube, dass das, was dort steht, übertrieben ist": DFB-Präsident Reinhard Grindel hat einen SPIEGEL-Bericht über die Spaltung der deutschen Nationalelf zurückgewiesen.

Reinhard Grindel
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Reinhard Grindel


DFB-Präsident Reinhard Grindel will Berichte über eine Spaltung in der Fußball-Nationalmannschaft bei der WM nicht überbewerten. "Ich glaube, dass das, was dort steht, übertrieben ist", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montagabend am Rande einer Veranstaltung in Hamburg. Er will eigenen Angaben zufolge vor dem Spiel gegen Frankreich mit dem Mannschaftsrat sprechen. "Dann werde ich mal hören."

Der SPIEGEL hatte berichtet, dass durch das Team in Russland ein kultureller Riss gegangen sei: zwischen Spielern mit Migrationshintergrund und jenen ohne ausländische Vorfahren; zwischen "Kanaken" und "Kartoffeln". Grindel sagte dazu nun: "Ich habe es nicht erlebt, dass es in der Mannschaft verschiedene Gruppen gibt."

Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan sagte am Montag in einem Interview der Funke-Mediengruppe über den SPIEGEL-Bericht: "Natürlich gab es hier oder da mal einige Witze über gewisse Instagram-Postings. Das war aber jederzeit immer nur als Spaß zu verstehen und hatte definitiv auch nichts mit Rassismus zu tun."

Am Mittwoch wird Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die Länderspiele gegen Frankreich (6. September) und Peru (9. September) benennen und erstmals seit der WM öffentlich seine Analyse des DFB-Desasters in Russland präsentieren.

Grindel kündigt Änderungen an

Grindel sagte in Hamburg erneut, dass es "ein Weiter-so" nicht geben werde. Es werde "in personeller Hinsicht und in spielerischer Hinsicht Änderungen geben", kündigte er an. "Die ganze Mannschaft, und damit auch die sportliche Leitung, müssen so arbeiten, dass die Fans am 6. September eine andere Mannschaft sehen, die mit größerem Einsatz, größerem Kampfgeist bei der Sache ist und wo man eben merkt, dass sie sich anders präsentieren will."

Der Teammanager der DFB-Auswahl, Oliver Bierhoff, hatte der "Bild" zuvor gesagt, man werde alles dafür tun, "dass wir wieder ein echtes Team werden".

aar/dpa

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Seite 1
ttvtt 28.08.2018
1. wieder das Wort personelle Veränderung...
...aber nicht bei den Verantwortlichen. Das Gelabere ist wirklich unerträglich.
ernesto79274 28.08.2018
2. ohhh
Ich hoffe, Deutschland verliert 5:1. Dann müssen die ganzen Verantwortlichen hoffentlich gehen. NEUANFANG!
KircheimDorf 28.08.2018
3. Der Fisch stinkt vom Kopf her
man sagt es nicht gerne, aber Löw war einfach ein Glückspilz als ihn Klinsmann, der selbst erst in dunkler Stunde der nationalmannschaft Trainer wurde, zu seinem Stellvertreter machte. ERr sass arbeitslos in Bretten. Die Mannschaft war super und willig. Der Stil Klinsmanns neu. Löw hat das weitergemacht. Jetzt wird das auch wieder so erwartet. Wie Phoenix aus der Aache steigt die Nationalmannschaft zu lichten Höhen auf. Man muss nur ein wendig reden, wollen uns Grindl und der unsägliche Bierhoff weissmachen. Nein macht braucht eine Idee, die die Mannsachaft trägt - und sieh da, Löw - der kleione Kaiser - hat keine Kleider. Er kann leider nicht mehr als der Epigone von Klinsmann zu sein. Bierhoff hat sich wie Grindl als doch erbärmlicher Opportiunist mit extrem mangelhaftem Gespür in Sachen Özil erwiesen. Wie kann es sein, dass ein Özil die gesamtge nation in Aufregung versetzt? Er sit nur was, weil alle reagieren und Grindl und Bierhoff haben nachgekartet. Schweigen wäre Gold gewesen. Löw ist ein anständiger Mann. Er hat Verdienste. Denke aber, er hat genug Glück gehabt und sollte von sich aus gehen, nachdem in Russland das Glück auch aufgebraucht war damit die Nationalmannschaft wieder aufsteigt.
danubius 28.08.2018
4. Reset
Das Gelabere und Herumgeeiere von Grindel und Konsorten ist unerträglich - personelle Veränderung beginnt erstmal bei sich selbst, Herr Grindel! Wie wär's denn mal mit Rücktritt damit Platz für Neue geschaffen werden kann?
-volver- 28.08.2018
5. ...
größerer kampfgeist und einsatz? In russland war davon nix zu sehen.
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