Kaputtes Knie: Otto Addo droht das Karriereende

Die Verletzung von Borussia Dortmunds Otto Addo aus dem Uefa-Cup-Spiel gegen Austria Wien scheint schlimmer zu sein, als zunächst angenommen. Nach einem Teilanriss des rechten Kreuzbandes steht die Karriere des 28-Jährigen auf dem Spiel. BVB-Coach Matthias Sammer war deshalb der Sieg gegen die Österreicher egal.

Matthias Sammer: "Ich habe die Schnauze voll"
DDP

Matthias Sammer: "Ich habe die Schnauze voll"

Dortmund - Nach seiner Verletzung im Uefa-Cup-Spiel gegen Austria Wien stehen Otto Addo schlimme Wochen bevor. Addo erlitt einen Teilriss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie sowie eine Überdehnung des Innenbandes und einen kleinen Riss am Innenmeniskus. Der Stürmer fällt damit nicht nur wochenlang aus, sondern muss auch um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Addo war in dem erneut verletzten Knie bereits zweimal das Kreuzband gerissen, sodass er mehrfach operiert werden musste. Ob wieder ein chirurgischer Eingriff nötig sein wird, ist noch unklar. Addo muss sechs Wochen lang eine Spezialschiene tragen.

Der ghanaische Nationalspieler wurde am Mittwochabend nach einem Zweikampf schon in der ersten Halbzeit mit dem Verdacht auf eine Innenbandverletzung ausgewechselt. Zuvor hatte er noch das 1:0 für den BVB erzielt.

"Ich habe so die Schnauze voll, das macht keinen Spaß mehr. Da wird der Sport doch langsam unwichtig", grollte Sammer nach dem Schlusspfiff im Wiener Ernst-Happel-Stadion über die derzeitige Personalsituation. Gleichzeitig erkannte der Trainer, an der aktuellen Lage nichts ändern zu können: "Wir haben diese Dinge einfach nicht mehr selbst in der Hand."

Neben Addo hatte sich auch noch Mittelfeldspieler Dede in den Schlussminuten der Partie am Knie verletzt. Während Addo im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg am Samstag nicht spielen wird, ist Dedes Einsatz wenigstens nur fraglich. Die beiden Akteure erhöhen die Spielerzahl auf der Verletztenliste auf mittlerweile zwölf.

Bekam einen Schlag aufs Knie: Dortmunds Dede (l.)
AP

Bekam einen Schlag aufs Knie: Dortmunds Dede (l.)

"Das ist Wahnsinn. Fakt ist, dass uns im Moment eine komplette Mannschaft fehlt", zeigte sich auch Nationalspieler Christian Wörns über die aktuelle Lage erschüttert. Vor dem Spiel im Freiburger Breisgau hat Trainer Sammer fast alle personellen Alternativen ausgeschöpft. Der Trainer erinnerte auch daran, dass von den verletzten Spielern, so schnell keiner zurück in die Mannschaft kehren wird. "Auf Dauer werden wir das nicht ersetzen können, irgendwann wird es gefährlich."

In der Schlussphase des Spiels gegen die Wiener Austria bescherte Sammer Malte Metzelder und David Odonkor zwei Amateuren einen Auftritt auf internationalem Parkett. Die Spieler aus dem Amateurkader werden notgedrungen auch in Zukunft eine echte Alternative für Sammer sein. Diese Akteure böte sich im Moment eine "Riesenchance".

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