+++ Transferticker am Deadline Day +++ Henry bleibt Belgien treu, Werder holt Sahin

Nuri Sahin soll vor einem Wechsel vom BVB zu Werder Bremen stehen. Eintracht Frankfurt holt Torwart Kevin Trapp zurück. PSG holt Juan Bernat und einen Ex-Mainzer. Alle Transfers und Gerüchte des Tages.

Thierry Henry
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Thierry Henry


+++ TRANSFER FIX +++

Sahin wechselt zu Werder

Werder Bremen hat die überraschende Verpflichtung des Mittelfeldspielers Nuri Sahin von Borussia Dortmund perfekt gemacht. Nach bestandenem Medizincheck unterschrieb der 29-Jährige am letzten Tag der Transferfrist einen Vertrag mit den Bremern, über dessen Laufzeit zunächst öffentlich nichts bekannt wurde. Medienberichten zufolge muss Werder für den früheren Spieler von Real Madrid und des FC Liverpool eine Ablösesumme von rund einer Million Euro bezahlen.

"Ich gehe nicht ganz, denn Borussia wird immer in meinem Herzen sein", sagte Sahin zu seinem Abschied in Dortmund. "Die Gespräche mit den Verantwortlichen und dem Trainer in Bremen waren sehr gut. Werder ist ein großer Verein, bei dem man aktuell auch das Gefühl hat, dass hier etwas heranwachsen wird. Ich freue mich darauf, dabei mitwirken zu können." Auch Werder-Trainer Florian Kohfeldt meinte: "Er hat das Potenzial, uns noch weiter zu verbessern." (Leo/dpa)

Henry macht doch bei Belgien weiter

Der ehemalige französische Starstürmer Thierry Henry ist bei der belgischen Fußball-Nationalmannschaft zum ersten Assistenten befördert worden. "Wir freuen uns, dass Thierry Henry beschlossen hat weiterzumachen und im Team zu bleiben. Er wird nun Vollzeit für uns arbeiten", sagte Nationaltrainer Roberto Martinez. Henry war bei der Weltmeisterschaft in Russland als Assistent mit dem Status "T3" bei dem WM-Dritten tätig, von nun an ist er als "T2" beschäftigt. Erst am Dienstag hatte der Weltmeister von 1998 dem Erstligisten Girondins Bordeaux eine Absage erteilt. (aha/sid)

Eric-Maxim Choupo-Moting
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Eric-Maxim Choupo-Moting

Tuchel holt Choupo-Moting und Bernat nach Paris

Überraschender Transfer am Deadline Day: PSG-Coach Thomas Tuchel hat auf einer Pressekonferenz verkündet, dass sich Eric-Maxim Choupo-Moting Paris Saint Germain anschließend wird. Der Offensivspieler kommt ablösefrei vom Premier-League-Absteiger Stoke City. Choupo-Moting und Tuchel haben eine gemeinsame Vergangenheit: Der deutsche Trainer trainierte den Nationalspieler Kameruns zwischen 2011 und 2014 bei Mainz 05.

Doch Tuchel bestätigte noch einen weiteren Wechsel, dieser kam allerdings weniger überraschend. Juan Bernat wechselt für 14 Millionen Euro vom FC Bayern an die Seine. Der Linksverteidiger war beim deutschen Rekordmeister hinter David Alaba nie über die Reservistenrolle hinausgekommen. (bam)

Leipzig kann Lookman abhaken

RB Leizpig scheint den Wechsel-Poker um Wunschspieler Ademola Lookman verloren zu haben. Der 20 Jahre alte Offensivspieler soll trotz mehrerer Angebote der Sachsen nun doch beim englischen Premier-League-Club FC Everton bleiben. "Unsere Entscheidung ist getroffen. Er bleibt natürlich Teil unserer Pläne. Er ist unser Spieler und muss arbeiten, um seine Position in unserer Mannschaft zu übernehmen", sagte Evertons Coach Marco Silva.

Lookman war im Winter bis Ende Juni von den Sachsen ausgeliehen worden und hatte in elf Bundesliga-Einsätzen fünf Tore erzielt. Schon während der Saison hatte RB betont, ihn fest verpflichten zu wollen. Und auch danach war Lookman der Wunschtransfer von Coach Ralf Rangnick. "Wir wollen ihn; und er will auch zu uns", hatte er gesagt. (aha/dpa)

HSV reagiert auf Samperio-Verletzung

Der Hamburger SV hat kurz vor dem Ende der Transferperiode Offensivspieler Hee-chan Hwang von RB Salzburg verpflichtet. Der 22 Jahre alte Südkoreaner wechselt für ein Jahr auf Leihbasis zum Zweitligisten. Der Klub reagierte damit auf die schwere Knie-Verletzung von Jairo Samperio, der mehrere Monate ausfällt.

"Obwohl er auf dem europäischen Markt viele Begehrlichkeiten geweckt hat, ergab sich in den letzten Tagen für uns die einmalige Chance, ihn für diese Saison zum HSV auszuleihen", sagte HSV-Sportvorstand Ralf Becker. Hwang nimmt derzeit an den Asienspielen in Indonesien teil und wird erst nach dem Endspiel am Samstag gegen Japan nach Hamburg reisen. (bam/sid)

Trapp zurück bei der Eintracht

"Kevin Trapp ist zurück!" - so betitelte Eintracht Frankfurt ein zweiminütiges Video, in dem der Klub die Rückkehr von Nationaltorhüter Kevin Trapp in die Bundesliga verkündet. Die Veröffentlichung des Clips war vermutlich ein Fauxpas, denn er verschwand nach kurzer Zeit wieder. Mittlerweile ist er aber auch offiziell veröffentlich worden.

"Ich hatte verschiedene Angebote", sagt Trapp in dem Video, "für mich war einfach klar, dass, wenn ich die Möglichkeit habe, hierher zurückzukommen, ich das unbedingt machen will". Der 28-Jährige war 2015 nach Paris gewechselt, zur klaren Nummer eins beim Klub wurde er in dieser Zeit nie. Zur aktuellen Saison hatte Trainer Thomas Tuchel auf den neu verpflichteten Gianluigi Buffon gesetzt.

Überraschend kommt die Nachricht nicht, denn über eine Trapp-Rückkehr zur Eintracht wurde schon seit einigen Tagen spekuliert. Die Verpflichtung und Vorstellung des ehemaligen Eintracht-Keepers wurde für diesen Freitag erwartet. Schlechte Nachrichten sind dies für Frankfurts bisherige Nummer eins, Frederik Rönnow. Der Däne war erst vor der Saison zur Eintracht gewechselt, um den nach Leverkusen abgewanderten LukᚠHrádecký zu ersetzen. (tip/sid)



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
forky 31.08.2018
1. Sahin
Wenn jetzt noch Schmelzer ginge, sind die seinerzeitigen Stinkstiefel, die Tuchel weggemobbt haben, alle weg. Ein schöner Tag für den BVB.
gnarze 31.08.2018
2. D-Day
Mal gucken, was heute so alles auf dem letzten Drücker passiert. In Dortmund stehen ja noch andere Spieler auf der Abschussliste, Boateng bei Bayern... Wird noch lustig.
Oihme 31.08.2018
3. Wenn man ...
Zitat von forkyWenn jetzt noch Schmelzer ginge, sind die seinerzeitigen Stinkstiefel, die Tuchel weggemobbt haben, alle weg. Ein schöner Tag für den BVB.
.. will, kann man ja grundsätzlich Ursache mit Wirkung verwechseln. Was sich Tuchel im Umgang mit Schmelzer (Kapitänsdiskussion), mit Sahin (Tribünenverbannung des damals besten Mittelfeldspielers für das Pokalfinale) und bezüglich anderer Spieler leistete, steht auf einem anderen Blatt. Und auch, das Tuchel nach dem Anschlag die Mannschaft auf eine miese Weise in Grüppchen aufspaltete und diese dann für seine persönlichen Zwecke gegen die BVB-Bosse instrumentalisierte. Von Hummels bis Bender gibt es etliche Spieler, die Tuchel in seiner BVB-Zeit nachweisbar vergraulte, und der Verein hat mehr als ein Jahr gebraucht, den von Tuchel hinterlassenen Scherbenhaufen halbwegs zu beseitigen. Ein Weggang von Schmelzer würde und der von Sahin wird vermutlich die große Mehrheit der Borussen traurig machen, aber außer einer kleinen, fast verschwindenen Minderheit weint im Dortmunder Umfeld niemand meh einem Tuchel auch nur eine Träne hinterher.
Papazaca 31.08.2018
4. Ich sehe nur das Sportliche
Zitat von Oihme.. will, kann man ja grundsätzlich Ursache mit Wirkung verwechseln. Was sich Tuchel im Umgang mit Schmelzer (Kapitänsdiskussion), mit Sahin (Tribünenverbannung des damals besten Mittelfeldspielers für das Pokalfinale) und bezüglich anderer Spieler leistete, steht auf einem anderen Blatt. Und auch, das Tuchel nach dem Anschlag die Mannschaft auf eine miese Weise in Grüppchen aufspaltete und diese dann für seine persönlichen Zwecke gegen die BVB-Bosse instrumentalisierte. Von Hummels bis Bender gibt es etliche Spieler, die Tuchel in seiner BVB-Zeit nachweisbar vergraulte, und der Verein hat mehr als ein Jahr gebraucht, den von Tuchel hinterlassenen Scherbenhaufen halbwegs zu beseitigen. Ein Weggang von Schmelzer würde und der von Sahin wird vermutlich die große Mehrheit der Borussen traurig machen, aber außer einer kleinen, fast verschwindenen Minderheit weint im Dortmunder Umfeld niemand meh einem Tuchel auch nur eine Träne hinterher.
Als ich gelesen habe, das Sahin zu Werder geht, habe ich auch daran gedacht, das er viel für den BVB geleistet hat. Das gleiche denke ich auch über Schmelzer und Piszczeck. Aber der BVB muß sich erneuern, das ist nach der letzten Saison offensichtlich. Das Thema Tuchel ist für mich abgehakt. Spricht noch jemand von Auba und Dembele? Irgend wann haben sich Themen überlebt, es sei denn, man lebt lieber in der Vergangenheit. Beim BVB sind momentan aber die Signale klar auf die Zukunft gerichtet. Und das ist gut so.
genaumeinding 31.08.2018
5. Dortmunds Resterampe im Schlussverkauf
Schade ich haette ihn eher in der Tuerkei, Japan oder China gesehen. Selbsternannte Fuehrungsspieler, die seit Jahren nur als Mitläufer wirken finden ihre Restverwertung.
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