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Torklau von Hoffenheim: "Wo Menschen urteilen, passieren Fehler"

Hoffenheim-Profi Volland: Tor geklaut Zur Großansicht
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Hoffenheim-Profi Volland: Tor geklaut

Das nicht gegebene Tor von Kevin Volland bei der Partie zwischen Hoffenheim und Nürnberg heizt die Diskussion über die Einführung technischer Hilfsmittel an. Schiedsrichter Kinhöfer entschuldigte sich für seinen Fehler und erhöhte den Druck auf die Deutsche Fußball Liga.

Hamburg - Der erste Bundesliga-Spieltag hat gleich seinen ersten großen Aufreger: Das Schiedsrichter-Gespann um Thorsten Kinhöfer erkannte beim 2:2 (0:1) zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Nürnberg ein reguläres Tor der Kraichgauer nicht an. Der Schuss von Kevin Volland in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte - an den TV-Geräten deutlich erkennbar - die Torlinie im vollen Umfang überschritten, war dann aber aufgrund des Effets wieder zurück auf das Spielfeld geholpert. Die Diskussion um die Einführung einer Torlinientechnik wurde damit wieder angeheizt.

Kinhöfer übernahm nach der Partie die Verantwortung für den Fehler und erhöhte gleichzeitig den Druck auf die Deutsche Fußball Liga (DFL), die frühestens in zwei Jahren die Torlinientechnik einführen will. "Mein erster Gedanke war, dass der Ball nicht drin war. Erst als ich die Bilder im TV gesehen hatte, war mir klar, dass es ein Fehler war", sagte Kinhöfer dem Fernsehsender "Sky". "Wo Menschen urteilen, passieren Fehler. Wir Schiedsrichter würden es begrüßen, wenn uns diese Geschichte abgenommen wird. Aber das ist halt nicht so. Also müssen wir die Entscheidung treffen - und die war diesmal leider falsch."

Schäfer: "Dann gibt man auch eine ehrliche Antwort"

Wie Kinhöfer sprachen sich auch alle anderen Beteiligten nach dem Abpfiff für die rasche Einführung der Technik ein, die zuletzt beim Confed-Cup in Brasilien erprobt wurde. "Über den Chip im Ball brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Es wäre einfach nur fair, wenn er kommt", sagte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol, der dem Unparteiischen keinen Vorwurf machen wollte: "Warum sollte ich das machen? Wenn er es gesehen hätte, hätte er das Tor gegeben."

Auch die diesmal bevorteilten Nürnberger sprachen sich für die Technik aus. "Ich bin absolut dafür, denn damit würde man die Linienrichter entlasten. Es geht ja nicht darum, den Schiedsrichter als Deppen hinzustellen", sagte Torwart Raphael Schäfer, der in der diskutierten Situation bereits kurz den Kopf hatte hängen lassen, in dem sicheren Glauben, dass der Ball im Tor sei. In einer Bringschuld sieht er sich aber nicht: "Wenn, dann muss der Schiedsrichter auf einen zu kommen und fragen. Dann gibt man auch eine ehrliche Antwort", sagte der Torwart.

tpr/sid

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insgesamt 48 Beiträge
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1. ...... die sportschau kann
chinchilla110 10.08.2013
den treffer ja trotzdem für die wahl des tores des monats vorschlagen. wäre eine kleine entschädigung.
2. optional
benedetto089 10.08.2013
Chip im Ball, Die Uhr des Schiris piept, vibriert oder macht Muh. Problem gelöst.
3. Trifft
rics 10.08.2013
zum Glück nicht die Falschen. Und wenn FehlEntscheidungen herhalten müssen, um diesen Retortenclub absteigen zu lassen. von mir aus.
4. Einerseits-andererseits
to5824bo 10.08.2013
Zitat von benedetto089Chip im Ball, Die Uhr des Schiris piept, vibriert oder macht Muh. Problem gelöst.
Einerseits denke ich auch, das wäre gut. Andererseits fürchte ich, es könnte dabei auch etwas verloren gehen. Fehlentscheidungen und entsprechende Aufreger machen nun einmal stets auch einen Teil des Reizes aus, der den Fußball so attraktiv macht. Was wäre z.B. die deutsch-englische Rivalität in den letzten knapp 50 Jahren ohne das sog. "Wembleytor" (das natürlich keines war) gewesen?
5. @rics
spiegelklammer 10.08.2013
Was soll denn der Schmarr´n? Und im Übrigen, zeigen Sie mir einen Klub in der Bundesliga, welche keiner Retorte ist. Langes Bestehen bzw. Verweilen in der BL ist noch kein Garant für dies nicht zu sein.
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