Klinsmann-Zukunft Mayer-Vorfelder erwägt Interimslösung


Hamburg - DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, dessen Amtzeit im September beim außerordentlichen Bundestag des Verbandes endet, wäre auch einer Interimslösung mit Matthias Sammer oder Joachim Löw als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft nicht abgeneigt. Auf diese Weise hätte Bundestrainer Jürgen Klinsmann mehr Zeit für eine Entscheidung über seine persönliche Zukunft.

DFB-Präsident Mayer-Vorfelder: "Kein Grund zur Hektik"
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DFB-Präsident Mayer-Vorfelder: "Kein Grund zur Hektik"

Es bestehe "kein Grund zur Hektik", sagte der 73-Jährige der "Stuttgarter Zeitung". Auf zwei Länderspiele komme es nicht an. Er habe Klinsmann jedoch an seine Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der jungen Mannschaft erinnert. "Wenn er sie verlassen würde, hätte er etwas Unvollendetes zurückgelassen", so Mayer-Vorfelder.

Das sei wie im Zauberlehrling: "Er hat die Geister geweckt, und jetzt kann er sie nicht mehr einfach in die Flasche zurückstopfen."

Für den Fall eines Klinsmann-Rücktritts denkt der DFB-Präsident auch an Christoph Daum als Nachfolger. Dieser sollte schon vor sechs Jahren Bundestrainer werden, stolperte aber über seine Kokain-Affäre.

Daum stehe auf seiner Liste "ziemlich weit oben", sagte Mayer-Vorfelder. Der 52-Jährige sei ein exzellenter Trainer, der ihn in manchen Dingen an Klinsmann erinnere und fortführen könne, "was Jürgen angefangen hat".

hut/sid



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