Konsequenz aus Sperre PSG-Sportdirektor Leonardo tritt zurück

Paris Saint-Germain muss sich einen neuen Sportdirektor suchen. Der Brasilianer Leonardo ist von seinem Posten zurückgetreten. Grund ist die 13-monatige Sperre des französischen Verbands. Leonardo soll einen Schiedsrichter geschubst haben.

Sportdirektor Leonardo: Aus in Paris
AFP

Sportdirektor Leonardo: Aus in Paris


Hamburg - Der für die gesamte neue Saison gesperrte Sportdirektor des französischen Meisters Paris St. Germain, der Brasilianer Leonardo, ist von seinem Posten zurückgetreten. Der Club bedauere die Entscheidung, respektiere sie aber, hieß es in einer Pressemitteilung.

Der 43-Jährige zieht mit seiner Entscheidung die Konsequenzen aus einem Urteil des Fußball-Nationalverbands (FFF) von vergangener Woche. Die FFF-Berufungskommission hatte eine erste Sperre gegen den früheren linken Außenverteidiger um vier Monate erhöht. Ende Mai war Leonardo von der Disziplinarkommission des FFF zunächst für neun Monate bis Ende Februar 2014 von allen offiziellen Funktionen ausgeschlossen worden.

Auslöser für die Sperre war eine Szene vom 5. Mai im Spielertunnel des Pariser Prinzenparkstadions: Nach dem 1:1 im Liga-Heimspiel gegen Valenciennes und einem Platzverweis gegen PSG-Abwehrmann Thiago Silva hatte der Sportchef Referee Alexandre Castro bedrängt und angerempelt. Leonardo beteuerte stets, von jemand anderen gegen den Unparteiischen geschubst worden zu sein.

Wegen der Leonardo-Attacke wurde PSG auch mit einem Drei-Punkte-Abzug für die neue Saison bestraft - allerdings auf Bewährung. Dies bedeutet, dass bei einem weiteren ähnlichen Vorfall durch einen Clubfunktionär dem von Scheichs aus Katar geführten Verein drei Zähler abgezogen werden.

Leonardo, der mit Brasilien 1994 Weltmeister wurde, war nach Trainerstationen beim AC Mailand und Inter Mailand seit dem Sommer 2011 Sportdirektor von PSG. Wer sein Nachfolger wird, wurde zunächst nicht bekannt.

chp/dpa

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