Hamburg - Im Machtkampf mit der Fifa will der ehemalige Funktionär Mohamed bin Hammam weitere Bestechungs-Ermittlungen des Fußball-Weltverbands gegen ihn stoppen. Nachdem die Ethikkommission der Fifa am vergangenen Freitag ein Verfahren gegen den früheren Präsidentschaftskandidaten des Verbands eröffnet hatte, kündigte der Katarer rechtliche Schritte an.
"Meine Juristen haben bereits auf das Vorgehen des asiatischen Verbandes AFC und der Fifa reagiert, das in Verbindung mit meiner jüngsten politisch motivierten Sperre steht", schrieb der 63-Jährige in einem Brief an AFC-Funktionäre, aus dem die BBC zitierte.
Die Fifa wirft dem einstigen AFC-Chef vor, im Mai 2011 bei einem Treffen der Karibischen Fußball-Union (CFU) Funktionäre mit jeweils 40.000 Dollar bestochen zu haben. Eine lebenslange Sperre der Fifa hatte der Sportgerichtshof Cas Mitte Juli aufgehoben, bin Hammam allerdings nicht für unschuldig erklärt. Der Weltverband suspendierte den Katarer daraufhin für 90 Tage. Das neue Verfahren der Ethikkommission ist eine Folge dieser provisorischen Sperre.
Bin Hammam hat die Vorwürfe stets bestritten und wehrt sich weiterhin: "Ich werde sehr bald weitere Schritte ankündigen, um gegen diesen eindeutigen Machtmissbrauch der Fifa vorzugehen", schrieb er. Der 63-Jährige war im vergangenen Jahr als einziger Herausforderer von Fifa-Präsident Josef Blatter angetreten, zog seine Kandidatur aber kurz vor den Präsidentschaftswahlen zurück, nachdem die Bestechungsvorwürfe öffentlich geworden waren.
jar/dpa
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