Hamburg - Er ist die große Hoffnung des 1. FC Kaiserslautern: Krassimir Balakow. Mit dem Bulgaren als neuem Trainer will der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga den drohenden dritten Bundesliga-Abstieg nach 1996 und 2006 vermeiden. "Als Spieler war ich nicht so gerne hier, das ist eine unglaubliche Atmosphäre", sagte Balakow bei seiner Vorstellung am Donnerstag auf dem Betzenberg. "Ich werde alles unternehmen, damit Kaiserslautern in der ersten Liga bleibt. In so einer Situation muss man optimistisch sein."
Der 45-Jährige erhält als Nachfolger des am Dienstag entlassenen Marco Kurz einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013, der auch für die zweite Liga gilt. "Wenn das Schlimmste passiert, dann bin ich da für einen neuen Aufbau. Ich hoffe aber, dass diese Variante nicht kommt", sagte Balakow. Der frühere Spieler des VfB Stuttgart hatte am Mittwochabend noch Hajduk Split beim 3:0-Sieg gegen Rijeka in der kroatischen Liga betreut und um 2.15 Uhr bei einer Pressekonferenz seinen Abschied verkündet.
"Ich möchte betonen, dass wir keine Ablöse bezahlen mussten an Hajduk Split", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz. "Wir sind überzeugt, dass er uns maßgeblich beim Kampf um den Klassenerhalt und darüber hinaus helfen kann. Auch im Falle des Abstiegs würde er mit uns das Ziel direkter Wiederaufstieg angehen", sagte Kuntz.
Lautern vor "Endspiel" beim SC Freiburg am Samstag
Balakow, der seinen Landsmann Ilija Gruew als Assistent mitbringt, hat nur zwei Tage Zeit, die zuletzt hilflos wirkende Mannschaft wieder aufzurichten. Am Samstag beim SC Freiburg (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht das "Endspiel" (FCK-Kapitän Christian Tiffert) im Abstiegskampf an. In der Tabelle haben die Lauterer schon fünf Punkte Rückstand auf Rang 16, den Relegationsplatz, auf dem Freiburg steht.
"Bala ist ein hervorragender Trainer. Er ist fachlich top, sehr konsequent, geht seinen Weg", sagte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic dem "Kicker". "Er kennt die Bundesliga, weil er den Kontakt nie verloren hat." Mit Bobic und Giovane Elber bildete Balakow einst beim VfB Stuttgart das "magische Dreieck".
ham/sid/dpa
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