Krawalle beim Revier-Derby Schalke verhängt Stadion- und Geländeverbote

Pyrotechnik, Sachbeschädigung, Gewalt: Beim Gastspiel in Gelsenkirchen im vergangenen Oktober haben sich etliche Dortmunder Fans von ihrer hässlichen Seite gezeigt. Nun hat der FC Schalke fast 500 BVB-Anhängern langjährige Verbote erteilt.

Szene aus dem Revier-Derby Ende Oktober 2013: Schalke verhängt Strafen
REUTERS

Szene aus dem Revier-Derby Ende Oktober 2013: Schalke verhängt Strafen


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat gegen Dortmunder Randalierer 498 Haus- und Geländeverbote bis zum 30. Juni 2019 verhängt. Zudem wurden 31 Personen mit bundesweiten Stadionverboten belegt. Das gab der Club auf seiner Internetseite bekannt. Damit wurden die Krawalle beim Revierderby am 26. Oktober 2013 geahndet. Bei den knapp 500 BVB-Anhängern waren damals die Personalien festgestellt worden. In der Arena war bei dem Spiel wiederholt Pyrotechnik gezündet worden.

Die betreffenden Personen bekamen nun Post von den "Königsblauen" mit dem entsprechenden Stadionverbot. Bei Zuwiderhandlung droht der Verein in Person von Schalkes Sicherheits-Chef Volker Fürderer mit einem lebenslangen Stadionverbot. Dies berichten der "Kicker", die "Ruhr Nachrichten" und die "Recklinghäuser Zeitung". Der 51-jährige Fürderer ist erst seit Kurzem "Direktor für Fanbelange, Mitgieder und Sicherheit" bei den Schalkern.

Die Meldung kommt zwei Tage nachdem ein Schalker Fan bei einer verabredeten Schlägerei mit Kölner Fans im Vorfeld eines Testspiels schwer verletzt worden war. An den Auseinandersetzungen waren auch Dortmunder Anhänger beteiligt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde die Anzahl der Stadion- und Geländeverbote auf 397 beziffert. Das ist falsch, die korrekte Anzahl ist 498. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

chp/sid



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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
streitross2012 20.01.2014
1. Nur gelbe Karte?
Ich will hoffen, dass nur vergessen wurde zu erwähnen, dass ein erneutes Betreten des Stadions automatisch eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch nach sich zieht. Grüße von einem Dortmunder Bürger und BVB-Fan!
calvincaulfield 20.01.2014
2. Richtig so
Solche Fans haben nichts in Stadien verloren. Da gibt es auch gar nichts zu diskutieren. _______________S04______________ ------------------Bud--------------- ------------------------------------- Jackie------Dolph-----Ralf------Steve ------------------------------------- -----------------Günther------------- ------------------------------------- --------J-C------------------Sly----- ------------------------------------- Bruce-----------Arnie-----------Chuck
f13 20.01.2014
3.
Reicht es aus, wenn die Personalien aufgenommen wurden um ein Stadionverbot zu bekommen oder sollte man dafür nicht rechtskräftig für eine begangene Straftat verurteilt worden sein? In vielen Fällen werden die betroffenen gar nicht verurteilt bzw. die Anklagen fallen gelassen. Die Stadionverbote bleiben aber bestehen, obwohl derjenige nachweislich dann nichts nachgewiesen wurde. In Deutschland gilt ja theoretisch immer noch die Unschuldsvermutung. Außerdem sollten man mal die Datenweitergabe von Seiten der Polizei hinterfragen. Diese sehe ich sehr kritisch, da es sich hier um sennsible Daten handelt. Wenn man pech hat, ist man einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort und man darf mehrere Jahre nicht mehr ins Stadion, denn auch wenn man nicht verurteilt wird, interessiert es die Vereine einen Scheißdreck und die Stadionverbote bleiben bestehen. Gewisse Dinge sollten mal hinterfragt werden und dem deutschen Rechssystem angepasst werden.
hans_uwe2@yahoo.de 20.01.2014
4. ...
Was ist daran richtig? Mir greift der Artikel deutlich zu kurz! Von wem und wann wurden die Personalien aufgenommen? Vor dem Spiel? Nach dem Spiel? Zufällige aus einem Bahnzug? Allgemeine Kontrolle auf den Anfahrtswegen? Oder doch zielgerichtet? Ich glaube, im Block selbst, wo gezündelt wurde, wurden keine Personalien in diesem Umfang vorgenommen. Desweiteren waren die Idioten ey alle vermummt. Daraus nachträglich 400 Leute zu identifizieren, wäre eine beachtenswerte Leistung. Sorry, mir erscheint dies eher als blinder Aktionismus nach dem Gießkannenprinzip: "seht her, wir machen was". Das dies jedoch an der Ursache vorbei geht und der Sache, Kommunikation zw. Fans und Verein, eher schadet als hilft, dürfte klar sein. MfG Hans-Uwe
enivid 20.01.2014
5. Richtig so!
Als BVB-Fan finde ich diese Stadionverbote richtig. Es hätte auch lebenslange Stadionverbote sein können.
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