Länderspiel-Absage Fußballweltmeisterinnen haben keine Lust auf Kunstrasen

Wegen des schlechten Zustands eines Kunstrasenplatzes hat die Frauen-Fußballnationalmannschaft der USA ein Länderspiel abgesagt. Nationalspielerin Megan Rapinoe hatte sich zuvor einen Kreuzbandriss zugezogen.

US-Torhüterin Solo: "Der reine Horror"
DPA

US-Torhüterin Solo: "Der reine Horror"


Aus Angst vor Verletzungen sind die Weltmeisterinnen aus den USA nicht zu einem Länderspiel auf Hawaii gegen Trinidad und Tobago angetreten. Grund für die Absage der Partie am Sonntag (Ortszeit) waren die schlechten Verhältnisse auf den Kunstrasenplatz im Aloha-Stadion.

Torhüterin Hope Solo hatte Fotos gepostet, auf denen sie mit den Händen einzelne Bahnen des künstlichen Belages anhob. Auch einzelne Steine seien auf dem Platz gefunden worden, kritisierten die Spielerinnen. Das Geld für die 15.000 verkauften Tickets werde laut dem Verband US Soccer erstattet.

Am Tag zuvor hatte sich Nationalspielerin Megan Rapinoe auf einem Trainingsplatz einen Kreuzbandriss zugezogen. "Stadion und Trainingsplätze sind der reine Horror", sagte Angreiferin Alex Morgan. "Wir müssen uns um unsere Gesundheit sorgen." Die Stürmerin forderte gar ein Ende der sogenannten Victory-Tour.

Diese soll jedoch mit den Spielen am Donnerstag in San Antonio gegen Trinidad und Tobago sowie zwei Spielen gegen China am Sonntag in Glendale und am 16. Dezember in New Orleans wie geplant zu Ende gebracht werden.

Schon an vorherigen Spielstätten seien erhebliche Mängel aufgetreten, sagte Rapinoe. Die ESPN-Journalistin und Ex-Nationalspielerin Julie Foudy kritisierte den US-Verband. Es gebe große Unterschiede in der Auswahl der Spielstätten für das Männer-Nationalteam von Trainer Jürgen Klinsmann und für die Frauen.

bka/dpa



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insgesamt 9 Beiträge
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adelbertvondiggehose 07.12.2015
1. Frage offen
Es stellt sich natürlich die Frage, warum man den sportbegeisterten jungen Damen keinen passenden Spielplatz zur Verfügung stellen kann. Finanzielle Gründe? Oder organisatorische? Hier bleiben einige Fragen offen. Ist Frauenfußball eigentlich ein Sport?
zaunreiter35 07.12.2015
2. Megan Rapinoe
ist eine tragende Säule in Seattle und im USWNT. Das ist ein bitterer Verlust für beide. Speziell in der Vorbereitung auf Olympia. Kunstrasen gehört verboten.
kumi-ori 07.12.2015
3.
Ich finde es ziemlich seltsam, dass man beim Bodenbelag nach Geschlechtern trennt. Warum macht man nicht einfach für alle den gleichen Rasen? Und wenn Länder wie Kanada nicht in der Lage sind, echten Rasen in den Stadien zu verlegen, warum wollen sie dann unbedingt eine Fußballmeisterschaft ausrichten?
Baal 07.12.2015
4. Einzige Menschen- und Umweltgerechte
Lösung: Wo noch nicht mal Gras wächst sollte Fußball einfach ausfallen. Gilt auch für Wintersport ohne Schnee.
kugelsicher, 07.12.2015
5.
Heißer Kandidat für den beknacktesten Kommentar des Monats. Wie groß muss das Problem mit Frauen und/oder mit sich selbst sein, um sowas zu fabrizieren.
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