Kurzpässe 1.000.000.000 Euro für Ronaldo?

Traumsumme für einen Traumfußballer: Angeblich will Real Madrid eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Milliarde Euro in den neuen Kontrakt von Cristiano Ronaldo festschreiben lassen. Bayern-Zugang Pranjic musste für seinen Wechsel hingegen noch selber zahlen.


Hamburg - Real Madrid plant nach Angaben des Sportblatts "Marca", für seinen künftigen Star-Kicker Cristiano Ronaldo eine Rekordablösesumme von einer Milliarde Euro im neuen Vertrag festzuschreiben. Damit solle verhindert werden, dass der 24-Jährige von arabischen Ölscheichs den "Königlichen" abgeworben werde.

Superstar Ronaldo: Rekordsumme im Vertrag festgelegt
REUTERS

Superstar Ronaldo: Rekordsumme im Vertrag festgelegt

Das Konkurrenzblatt "As" hatte die - für den Ronaldo-Vertrag geplante - Ablöse auf 200 Millionen Euro festgeschriebene Ablöse beziffert. Real hatte sich mit dem englischen Meister Manchester United, dem bisherigen Verein des Weltfußballers des Jahres 2008, auf einen Transfer für eine Summe von 80 Millionen britischen Pfund (94 Millionen Euro) verständigt. Die Madrilenen müssen sich nun noch mit Cristiano Ronaldo auf die Klauseln eines Vertrags verständigen. Laut "Marca" soll der Portugiese am 6. Juli offiziell als neuer Real-Profi vorgestellt werden.

Der kroatische Nationalspieler Danijel Pranjic hat mit seinem eigenen Geld den Wechsel zum FC Bayern München ermöglicht. Da sich die Bayern mit dem niederländischen Erstligisten SC Heerenveen nicht über die Ablösesumme einigen konnten, bezahlte er die Differenz von 700.000 Euro aus eigener Tasche. In den nächsten drei Jahren werden jeweils 233.000 Euro von Pranjics Gehalt an Heerenveen überwiesen, schreibt die Münchner "tz". Pranjic übte in dem Blatt Kritik an seinem ehemaligen Verein: "Es ist Wahnsinn, dass Heerenveen so lange darauf bestanden hat. Noch ein Jahr in Heerenveen und ich würde verrückt werden."

Auch auf der Jugendebene hat der FC Bayern Vollzug bei der Personalplanung vermeldet. Der langjährige Bundesliga-Profi Harald Cerny tritt die Nachfolge von Mehmet Scholl als Jugendtrainer an der Säbener Straße an, wo er die U14 übernehmen soll. Cerny, der zuletzt bei 1860 München als Jugendtrainer gearbeitet hat, hat zwischen 1992 und 1994 16 Bundesliga-Spiele für die Bayern absolviert. Nach dem Aufstieg von Hermann Gerland zum neuen Co-Trainer bei den Profis war Scholl zum neuen Coach der zweiten Bayern-Mannschaft befördert worden.

Zweitligist Arminia Bielefeld hat es nicht geschafft, einen neuen Präsidenten zu wählen. Hans-Hermann Schwick, der eigentlich sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, hängt nun doch noch einmal zwei Jahre dran. Sein designierter Nachfolger, Klaus Daudel, der die Rückendeckung von Wirtschaftsvertretern hatte, diskreditierte sich mit negativen Äußerungen über die einflussreiche Fanvereinigung "Kritische Arminen".

Er musste sich wüste Beschimpfungen aus den Reihen der 2135 versammelten Mitglieder anhören. Der 63-Jährige zog seine Kandidatur zurück und schimpfte bei Radio Bielefeld: "Für diesen Pöbel trete ich nicht mehr an. Das tue ich mir nicht an." Auch Gegenkandidat Dirk Obermann, der Kandidat der "Kritischen Arminen" konnte nicht überzeugen und zog seine Kandidatur zurück. Als einzige mehrheitsfähige Lösung erwies sich am Ende Hans-Hermann Schwick. "Vielleicht, weil ich eine gewisse integrative Kraft bin in diesem Verein", meinte er. Allerdings bekamen Schwick und der neue Restvorstand nur 904 Ja-Stimmen, 865 Mitglieder votierten gegen ihn.

Der VfL Bochum hat den schwedischen Mittelfeldspieler Andreas Johansson vom Erstligisten Halmstads BK als ersten Zugang für die kommende Saison verpflichtet. Der 27-jährige Nationalspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2012. Über die Ablösesumme wurde nichts bekannt. "Andreas Johansson ist meist als klassischer Sechser aufgelaufen und entsprach damit dem Anforderungsprofil. Er übernimmt gerne Verantwortung und redet viel auf dem Platz", sagte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst.

Sven Beuckert, Torwart des Zweitligisten MSV Duisburg, ist bei einem Unfall mit einem Pferd der rechte Daumen abgerissen worden. Der 35-Jährige führte das Tier nach Informationen der "Bild"-Zeitung am Zügel. Das Pferd ging durch, der Zügel zog sich zu einer Schlaufe zu und riss Beuckert den Daumen ab. In einer Notoperation wurde Beuckert der Daumen wieder angenäht. Erst in den kommenden Tagen wird sich entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzen kann.

ruf/cas/dpa/sid



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Schwabenpower 14.06.2009
1.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Ist Geld im Markt nicht positiv?
ttx 14.06.2009
2.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Nein, das hat Chelsea auch nicht geschafft. Was Real bewirken wird ist, zumindest für diese Transferperiode die Preise auch für kleinere Clubs zu versauen. Nächstes Jahr dürfte sich der Markt aber wieder beruhigt haben. Was ich witzig finde ist, wieviele jetzt ihr Robin-Hood-Gen entdeckt haben und sich entrüsten, solche Preise in so einer ach so schlimmen Zeit seien doch "nicht richtig" (O-Ton Metzelder). Mir kommen gleich die Tränen. Real Madrid ist ein Fußballverein und nicht die Caritas.
q.e.d. 14.06.2009
3.
Zitat von sysopErfolg um fast jeden Preis: Kaká, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und David Villa - Real Madrid will Rekordsummen in neue Stars investieren. Damit pumpt der Verein riesige Summen in den Markt. Was denken Sie - macht Madrid damit den Fußball kaputt?
Was verstehen Sie denn unter Fußball? Die Champions League, die inzwischen primär als Notenpresse dient? Spieler wie Kaka oder der überschätzte Ronaldo sind für 99,9% aller Vereine doch eh unbezahlbar. Direkt schädigt Perez da niemandem. Höchstens indirekt, indem nun Milan und ManUtd genug Flüssigkapital haben, um verhältnismäßig kleinere Spieler wie Edin Dzeko problemlos holen zu können. Aber ob sie dass nicht eh sowieso getan hätten ist wieder eine andere Frage. Die zweistelligen Millionentransfers der Spanier, Italiener und auch Engländer fußen doch schon lang nicht mehr auf reelem Geld, das der Verein hat, sondern auf Schulden, Schulden und nochmals Schulden. Ob hier jetzt der o.g. Dzeko auf Basis der Kaka-Millionen oder mit Hilfe eines Kredits geholt wird, schadet oder rettet auch nichts mehr. Aber um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Nein, "meinem" KSC mit seinem 8-Millionen-Etat schadet es nicht. Dem Dorfklub auch nicht. Vielleicht sind das aber auch gar keine Fußballvereine der neuen Generation mehr, sondern schlichterdings Fußballvereine.
ctulhu 14.06.2009
4.
Kann mich meinem Vorredner q.e.d. nur anschließen. Real macht den Fussball nicht kaputt. Das haben die Vereine ganz von allein bereits vorher geschafft. Mit ihrem Kunstprodukt Champions League. Das ihren Namen nicht verdient, weil dort nicht die Meister vertreten sind, sondern der reine europäische Geldadel. Real führt nur das konsequent aus, was das Ziel der CL war. Maximales Geld einnehmen, um es wieder auszugeben. Und dem Rest keine Luft zum Atmen zu geben. Zumindest das haben die 12 größten Vereine Europas effektiv geschafft. Egal, wer sich darüber empört, ob jetzt die Macher aus Barcelona, aus München oder Manchester - es ist einfach nur verlogen. Alle haben fleißig mitgemacht und das System gestützt. Real macht es aktuell nur am kosequentesten. Weil sie es sich leisten können. Und es iss ja nicht so, dass nicht ein Teil des Geldes über Verkäufe auch wieder reinfließt. Mit ähnlich irren Summen, die der Rest zahlt. Dem ehrlichen Fussball schadet er nicht. Weil es ihn kaum betrifft. Nur dem Pseudotollen Fussball - also der CL - schadet es sehr wohl. Weil es die komplette Spannung aus diesem Wettbewerb nimmt. Vor den Viertelfinals lohnt es sich nicht mehr zu schauen. Weil die Ausgänge der Gruppenphasen eh vorhersehbar sind. Überraschungseffekte = 0. Wenn man international wirklich interessanten und spannenden Fussball sehen will, dann bleibt - leider - nur noch der Uefa-Cup übrig. Sicherlich, der CL-Fussball iss technisch interessanter. Aber im Uefa-Cup kann wirklich jeder gewinnen. In der CL spielen es ManU, Pool, Real und Barca untereinander aus. Und wenn einer von den 4ren schwächelt, dann springt mit dem AC ein weiterer europäischer Riese ein. Gähnend langweilig....
ttx 14.06.2009
5.
Zitat von ctulhuKann mich meinem Vorredner q.e.d. nur anschließen. Real macht den Fussball nicht kaputt. Das haben die Vereine ganz von allein bereits vorher geschafft. Mit ihrem Kunstprodukt Champions League. Das ihren Namen nicht verdient, weil dort nicht die Meister vertreten sind, sondern der reine europäische Geldadel. Real führt nur das konsequent aus, was das Ziel der CL war. Maximales Geld einnehmen, um es wieder auszugeben. Und dem Rest keine Luft zum Atmen zu geben. Zumindest das haben die 12 größten Vereine Europas effektiv geschafft. Egal, wer sich darüber empört, ob jetzt die Macher aus Barcelona, aus München oder Manchester - es ist einfach nur verlogen. Alle haben fleißig mitgemacht und das System gestützt. Real macht es aktuell nur am kosequentesten. Weil sie es sich leisten können. Und es iss ja nicht so, dass nicht ein Teil des Geldes über Verkäufe auch wieder reinfließt. Mit ähnlich irren Summen, die der Rest zahlt. Dem ehrlichen Fussball schadet er nicht. Weil es ihn kaum betrifft. Nur dem Pseudotollen Fussball - also der CL - schadet es sehr wohl. Weil es die komplette Spannung aus diesem Wettbewerb nimmt. Vor den Viertelfinals lohnt es sich nicht mehr zu schauen. Weil die Ausgänge der Gruppenphasen eh vorhersehbar sind. Überraschungseffekte = 0. Wenn man international wirklich interessanten und spannenden Fussball sehen will, dann bleibt - leider - nur noch der Uefa-Cup übrig. Sicherlich, der CL-Fussball iss technisch interessanter. Aber im Uefa-Cup kann wirklich jeder gewinnen. In der CL spielen es ManU, Pool, Real und Barca untereinander aus. Und wenn einer von den 4ren schwächelt, dann springt mit dem AC ein weiterer europäischer Riese ein. Gähnend langweilig....
Hmmm.. http://de.wikipedia.org/wiki/UEFA_Champions_League_2003/04#Finale
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