Kurzpässe: Uefa greift durch, Jentzsch fällt wochenlang aus

Sanktionen gegen europäische Top-Clubs: Die Uefa will Prämien von verschuldeten Vereinen vorläufig einbehalten. Der FC Augsburg muss mehrere Wochen auf Torhüter Simon Jentzsch verzichten. Fortuna Düsseldorf droht eine Bestrafung durch den DFB.

Augsburger Torhüter Jentzsch: Vier Wochen Pause Zur Großansicht
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Augsburger Torhüter Jentzsch: Vier Wochen Pause

Hamburg - Die Europäische Fußball-Union Uefa treibt ihre Bemühungen um wirtschaftliche Vernunft im europäischen Fußball voran. Die Preisgelder von 23 Vereinen sollen vorläufig eingefroren werden. Den betreffenden Clubs - darunter Europa-League- und Supercup-Sieger Atlético Madrid - wird vorgeworfen, ausstehende Zahlungen an andere Teams, ihre Spieler oder Steuerbehörden nicht geleistet zu haben. Dies verstößt gegen die Regeln des Financial Fair Plays der Uefa. Deutsche Vereine sind von den Strafen nicht betroffen.

Bis zum Ende des Monats müssen die Vereine ihre Zahlungen leisten, sonst werden die für diese Saison zu erwartenden Preisgelder von der Uefa einbehalten. Zu den sanktionierten Clubs gehören auch der spanische Champions-League-Teilnehmer FC Malaga sowie die Europa-League-Teams Rubin Kasan, Fenerbahce Istanbul und Sporting Lissabon. Die einbehaltenen Gelder gehen in die Millionenhöhe. In der Champions League beträgt allein die Startprämie 8,6 Millionen Euro. In der Europa League bekommt jeder Club 1,3 Millionen Euro Antrittshonorar.

Der FC Augsburg muss wohl mindestens vier Wochen ohne Stammtorhüter Simon Jentzsch auskommen. Der 36-Jährige wurde erneut am rechten Ringfinger operiert, den er sich im Oktober 2011 gebrochen hatte. Jentzsch laboriert an Spätfolgen des Bruchs. In einem Training in der vergangenen Woche hatte Jentzsch zudem einen Ball auf diesen Finger bekommen, wodurch sich eine der drei eingesetzten Schrauben verschob. "Die Schraube ragt genau in den Gelenkspalt und verursacht Schmerzen, die nicht mehr zu kontrollieren sind. Jetzt kommen alle drei raus", sagte Jentzsch der "Augsburger Allgemeinen".

Fortuna Düsseldorf droht eine Bestrafung. Der DFB-Kontrollausschuss hat wegen Schmähplakaten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Der Verband habe den Verein zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Im Bundesliga-Derby des Aufsteigers gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) waren zwei Plakate mit DFB-feindlichen Sprüchen von Fortuna-Anhängern hochgehalten worden.

Die Clubs der italienischen Serie A zahlen ihren Profis mehr als eine Milliarde Euro an Gehältern in der laufenden Saison. Das geht aus einer Statistik "Gazzetta dello Sport" hervor. Demnach wenden die 20 Vereine trotz Rezession und Sparpolitik immer noch exakt 1,039 Milliarden Euro zur Bezahlung der Spieler auf. Gegenüber der Vorsaison sanken die Gehälter damit um rund 61 Millionen oder rund 5,5 Prozent.

Hansa Rostock hat einen Nachfolger für den zurückgetretenen Manager Stefan Beinlich gefunden. Der bisherige Leiter der Nachwuchsakademie, Juri Schlünz, werde das Amt mit sofortiger Wirkung übernehmen, teilte der Drittligist mit. Der Aufsichtsrat, der vor zwei Wochen den ersten Kandidatenvorschlag abgelehnt hatte, stimmte der Berufung des 51-Jährigen einstimmig zu. Schlünz hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 erhalten.

mib/dpa/sid

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1.
Robert_Rostock 11.09.2012
Zitat von sysopSanktionen gegen europäische Top-Clubs: Die Uefa will Prämien von verschuldeten Vereinen vorläufig einbehalten. Der FC Augsburg muss mehrere Wochen auf Torhüter Simon Jentzsch verzichten. Fortuna Düsseldorf droht eine Bestrafung durch den DFB. Kurzpässe: Augsburg muss wochenlang auf Jentzsch verzichten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,855144,00.html)
"Der DFB-Kontrollausschuss hat wegen Schmähplakaten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. ... Im Bundesliga-Derby des Aufsteigers gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) waren zwei Plakate mit DFB-feindlichen Sprüchen von Fortuna-Anhängern hochgehalten worden." Das geht natürlich gar nicht. Solche feindlich-negativen Aktivitäten müssen natürlich sofort unterbunden werden. Merke: In Zukunft nur noch Plakate hochhalten, auf denen zum Beispiel steht: "Es lebe der Deutsche Fußball-Bund! Alles mit dem Fußball – alles durch den Fußball – alles für den Fußball!" "Der DFB, der DFB, der hat immer recht!"
2. Is aber scho bled!
831nl4u51 11.09.2012
Zitat von Robert_Rostock"Der DFB-Kontrollausschuss hat wegen Schmähplakaten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. ... Im Bundesliga-Derby des Aufsteigers gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) waren zwei Plakate mit DFB-feindlichen Sprüchen von Fortuna-Anhängern hochgehalten worden." Das geht natürlich gar nicht......
Das ist ja, wie voll mit "ACAB" und "Bullenschweine" etc. zu ner GdP-Veranstaltung zu gehen. Oder bei der F1 mit "FIA ist doof-Bernie lügt und stinkt nach Pipi" aufzutauchen. Bringt nix, außer Antipathie des Veranstalters, wird nämlich einfach nur teurer dadurch. Wüsste trotzdem gerne den Wortlaut der Anfeindungen...
3. Hier hat der DFB allerdings recht...
erst_nachdenken 11.09.2012
Wenn, wie zuletzt, Banner mit der Aussage "F*** you DFB" oder ähnlichem Inhalt präsentiert werden, ist das absolut inakzeptabel. Solche überzogenen Schmähungen muss sich niemand gefallen lassen, auch nicht der "ach-so-böse" DFB, der zuvor vollkommen zurecht Fortuna Düsseldorf für die Ausschreitungen seiner Fans beim Relegations-Heimspiel verurteilte. Wer natürlich möchte, dass Fussball wieder zum richtiggehenden Proll-Sport verkommt, kann eine solche Reaktion des DFB nicht nachvollziehen. Im Übrigen ist der zunehmenden verbalen Verrohung unserer Gesellschaft in allen Bereichen entgegenzutreten.
4. Tolle Idee
effesste 11.09.2012
Zitat von sysopSanktionen gegen europäische Top-Clubs: Die Uefa will Prämien von verschuldeten Vereinen vorläufig einbehalten.
Das ist ja eine gaaaaanz tolle Idee, genau wie die Strafzahlungen in der EU bei Defizitverstößen. Wenn jemand ohnein schon seine Rechnungen nicht zahlen kann, hilft es den Gläubigern ganz sicher ungemein, wenn man ihm auch noch zusätzlich Geld streicht oder wegnimmt und er dadurch noch weniger Geld zur Verfügung hat. Mann, Mann, Mann, was für Einfaltspinsel.
5.
xRGBx 11.09.2012
Zitat von erst_nachdenkenWer natürlich möchte, dass Fussball wieder zum richtiggehenden Proll-Sport verkommt, kann eine solche Reaktion des DFB nicht nachvollziehen.
Was hat freie Rede mit Proletentum zu tun? Natürlich muss hart gegen Gewalttäter und Zündler (Bengalos etc.) vorgegangen werden, aber solche Plakate zu verbieten ist lächerlich, zumal der DFB keine Person ist und deshalb auch nicht beleidigt werden kann!
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  • Dienstag, 11.09.2012 – 12:36 Uhr
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