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Kurzpässe: Brasilien patzt, Ismaël will Bayern verlassen

Brasilien kommt in der WM-Qualifikation nicht in Fahrt: Auch gegen Peru reichte es für die Seleçao nur zu einem Unentschieden. Valérien Ismaël ist auf der Suche nach einem neuen Club. In den USA hat Houston Dynamo seinen Meistertitel verteidigt.

Hamburg - Rekordweltmeister Brasilien kam in Peru nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und rutschte mit fünf Punkten aus drei Spielen auf Rang drei der Tabelle ab. Vor etwa 60.000 Zuschauern in Lima hatte Kaká die Gäste in der 40. Minute in Führung gebracht, doch nach dem Seitenwechsel gelang Juan Vargas per Distanzschuss der Ausgleich (71.). Bayern-Profi Lucio fälschte dabei den Ball unglücklich ab, so dass Keeper Julio Cesar keine Chance hatte. Erzrivale Argentinien (9.) hatte am Samstag durch einen 3:0-Heimsieg gegen Bolivien die Tabellenführung verteidigt.

Brasilianer Kaká: Ein Tor reicht nicht zum Sieg
AP

Brasilianer Kaká: Ein Tor reicht nicht zum Sieg

In Montevideo trennten sich Uruguay und Chile 2:2 (1:0). Überragender Akteur war vor 50.000 Zuschauern Marcelo Salas, der beide Tore für Chile erzielte (51., 69. FE). Für Uruguay trafen Luis Suarez (40.) und Sebastian Abreu (81.). Beide Teams bleiben mit je vier Punkten im Mittelfeld der Tabelle: Uruguay ist Fünfter, Chile liegt auf Rang sechs. Der vierte und letzte Spieltag des Jahres findet am Dienstag und Mittwoch statt. Argentinien muss in Kolumbien antreten, Brasilien trifft in São Paulo auf Uruguay.

Verteidiger Valérien Ismaël will Bayern München im Winter verlassen. Manager Uli Hoeneß bestätigte die Wechselabsicht des 32-Jährigen. "Er hat erklärt, dass er weg will. Wir würden das wohl auch bewilligen", sagte Hoeneß dem "kicker". Anscheinend hängt ein Wechsel Ismaëls nur noch davon ab, ob die geplante Verpflichtung des 18-jährigen Breno zustande kommt. Der Brasilianer soll vom FC São Paulo nach München wechseln und etwa 14 Millionen Euro Ablöse kosten. Laut Hoeneß könne der Transfer in den kommenden Wochen perfekt gemacht werden. Ismaël, der sich im August 2006 das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, ist nach seiner langen Verletzungspause nur noch Verteidiger Nummer vier hinter Lucio, Martin Demichelis und Daniel van Buyten.

Schiedsrichter Markus Merk empfindet seinen bevorstehenden Abgang von der internationalen Bühne aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 45 Jahren als unfair. "Eine feste Grenze ist paradox. Das empfinde ich als Diskriminierung", sagte er dem "kicker". Merk, der in der Bundesliga noch bis zum Ende der Saison 2008/09 pfeifen darf, spricht sich als Alternative zur generellen Altersgrenze für verschäfte Anforderungen an ältere Schiedsrichter zur Überprüfung ihrer Leistungsfähigkeit aus: "Ich könnte den jetzigen Test zweimal hintereinander absolvieren, so fit bin ich."

Houston Dynamo hat den Meistertitel in der US-Profiliga MLS verteidigt. Die Texaner bezwangen New England Revolution 2:1 (0:1) und holten als erster Club nach DC United aus Washington (1996/1997) zweimal in Folge den Titel. Vor knapp 40.000 Zuschauern in Washington erzielten Joseph Ngwenya (61.) und Dwayne de Rosario (74.) die Tore für den Meister. Taylor Twellman hatte New England in der 20. Minute in Führung gebracht. Für Revolution war es die dritte Finalpleite hintereinander.

1860 München will die Anteile an der Allianz Arena nicht zurückkaufen. "Wir haben ein Angebot bekommen, die Rückkaufoption jetzt zu verkaufen und haben dem als Präsidium, genauso wie der Aufsichtsrat, schon zugestimmt", sagte Vize-Präsident Karsten Wettberg. 1860 hatte seine Stadionanteile wegen finanzieller Probleme Anfang 2006 an den FC Bayern verkauft. Für den deutschen Rekordmeister hätte der Deal große Vorteile: Der Club besäße die Arena alleine und könnte von 1860 Miete verlangen. Wettberg hatte bereits klargestellt, dass sein Club den Mietvertrag bis 2025 erfüllen wolle.

hut/sid/dpa

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