Kurzpässe DFL überprüft Sponsoren-Einstieg bei 1860, Ljuboja undiszipliniert

Die DFL prüft die Vertragsentwürfe zwischen 1860 München und einer Berliner Investorengruppe. Der VfB Stuttgart hat Danijel Luboja aus dem Kader geworfen, Alemannia Aachen den Vertrag mit seinem Trainer verlängert.


Hamburg - Das Engagement einer Berliner Investoren-Gruppe beim Zweitligisten 1860 München hat nun auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf den Plan gerufen. "Wir haben die Vertragsentwürfe seit zwei Tagen vorliegen und intensiv geprüft. In einigen Bereichen gibt es noch Klärungsbedarf", sagte DFL- Geschäftsführer Finanzen Christian Müller. "Von daher haben wir 1860 zu einem Gespräch eingeladen", fügte Müller hinzu. Die Unternehmensgruppe Schwarzer hatte ihre Unterstützung in Millionenhöhe bei den Löwen öffentlich gemacht. Anteile an der Profi-Abteilung wurden aber vorerst nicht erworben.

Neuer 1860-Sportdirektor Stevic (r.): Investoren-Gruppe unter der Lupe
DPA

Neuer 1860-Sportdirektor Stevic (r.): Investoren-Gruppe unter der Lupe

Nach einem erneuten Fehltritt hat Danijel Ljuboja beim VfB Stuttgart keine Zukunft mehr. "Ich kann mir das einfach nicht bieten lassen. Er hat sich nicht so verhalten, wie ich es mir bei einem Profi vorstelle", schimpfte VfB-Teamchef Markus Babbel. Zuvor hatte er den seit Jahren umstrittenen Stürmer wegen mangelnder Disziplin aus dem Kader geworfen. Der Serbe darf nur noch mit der zweiten Mannschaft trainieren. Die Strafmaßnahme gilt bis Saisonende, betonte Babbel. Dann läuft Ljubojas Vertrag sowieso aus. Auslöser für den erneuten Ärger um den 30 Jahre alten Angreifer waren laut Manager Horst Heldt "zwei Verfehlungen in kürzester Zeit". Zuletzt habe er am Dienstag das Training geschwänzt und bis in die Nacht in einem Stuttgarter Lokal gefeiert, berichtete die "Bild"- Zeitung.

Steven Gerrard, Mittelfeldspieler von Englands Rekordmeister FC Liverpool, fällt wegen einer Oberschenkelverletzung für etwa drei Wochen aus. Das erklärte der Premier-League-Club auf seiner Internetseite. "Ein Scan hat die Verletzung am linken Oberschenkel bestätigt", hieß es in der Mitteilung. Gerrard war am Mittwoch bei Liverpools 0:1- Pokalniederlage gegen den Lokalrivalen FC Everton nach 16 Minuten vom Platz gehumpelt.

Zweitligist Alemannia Aachen hat den Vertrag mit Trainer Jürgen Seeberger vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Der 43 Jahre alte Fußballlehrer hatte den Club am 1. Januar 2008 als Nachfolger des entlassenen Guido Buchwald und Interimstrainers Jörg Schmadtke übernommen und auf Rang sieben geführt.

In der Bundesliga regt sich Unbehagen über die TV-Übertragung der Sonntagspiele ab der kommenden Saison. "Ich habe mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass die Spiele in den späten Sonntagabend weggedrückt werden. Ausgerechnet von der ARD, die zuvor immer so getan hat, als wären Fußball- Übertragungen für einen Sender das allerhöchste Gut", sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Bild-Zeitung". Ab der kommenden Saison hat die ARD den Zuschlag auch für die Übertragung der Sonntagsspiele der Bundesliga. Die Planungen sehen vor, in die gewöhnlich um 22.45 Uhr beginnenden "Tagesthemen" einen Bundesliga-Block einzubauen. Der müsste dann bis 23.00 Uhr beendet sein, da die Sonntagsspiele nur zwischen 21.45 Uhr und 23.00 Uhr in der ARD gezeigt werden dürfen. Ein früherer und umfangreicherer Sendeblock ist derzeit nicht möglich, da in dieser Zeit die politische Talk-Sendung "Anne Will" ihren festen Platz hat.

Drittligist Carl Zeiss Jena hat den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Rene van Eck um zwei Jahre verlängert. "Rene van Eck hat die Mannschaft in einer schwierigen sportlichen Situation übernommen und auf den richtigen Weg geführt. Wir wollen diesen Weg gemeinsam weitergehen", sagte Präsident Peter Schreiber. Der Niederländer van Eck hatte die Thüringer im September nach der 0:6-Heimblamage gegen den VfB Stuttgart II von Henning Bürger übernommen. "Ich fühle mich hier sehr wohl und freue mich über das Vertrauen der Vereinsführung", sagte der 42-Jährige.

Der Zwist zwischen Wolfsburgs Trainer Felix Magath und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) geht am 2. März in die nächste Runde. Dann wird sich das Bundesgericht des DFB mit der Berufung von Magath gegen die gegen ihn verhängte Geldstrafe von 10 000 Euro beschäftigen. Geleitet wird die Verhandlung vom Vorsitzenden des Gerichtes, Goetz Eilers. Magath war am 11. Dezember in mündlicher Verhandlung wegen unsportlichen Verhaltens mit der Geldstrafe belegt worden.

ruf/sid/dpa



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