Kurzpässe Frings fällt aus, Bayern alleiniger Gesellschafter

Urteil gefallen: In den Niederlanden können brutale Fouls zukünftig als Körperverletzung gewertet werden. 1860 München verzichtet auf das Rückkaufrecht an der Allianz Arena - sehr zur Freude des FC Bayern. Werder Bremen muss in Karlsruhe auf Torsten Frings verzichten.


Hamburg - Der FC Bayern München ist nach dem Verzicht des TSV 1860 München auf das Rückkaufsrecht alleiniger Gesellschafter der Allianz Arena. Das ursprünglich bis zum 30.6.2010 vereinbarte Rückkaufsrecht über 50 Prozent der Anteile wurde am vergangenen Freitag notariell aufgehoben. An diesem Termin nahmen Vertreter von 1860, dem FC Bayern und der Allianz Arena München Stadion GmbH teil. Alle drei Parteien vereinbarten, dass 1860 damit von den Verpflichtungen entlastet wird, die nunmehr Bayern München allein zu tragen hat. Die "Löwen" bleiben aber weiter bis 2025 Mieter der Arena.

Werder-Profi Frings: Verletzung am Sprunggelenk
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Werder-Profi Frings: Verletzung am Sprunggelenk

Werder Bremen muss im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am heutigen Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Nationalspieler Torsten Frings verzichten. Der 31-Jährige sagte seine Teilnahme wegen einer Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk ab. "Er konnte zwar heute trainieren, hat alles versucht, aber es reicht nicht, um den Belastungen eines Spiels standzuhalten", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Wie lange der Werder-Kapitän pausieren muss, ist noch nicht abzusehen. "Ich hoffe, dass es nur einige Tage dauert", so Schaaf.

In den Niederlanden hat der Oberste Gerichtshof ein richtungsweisendes Urteil gefällt. Die höchste juristische Instanz des Landes bestätigte einen Spruch des Amtsgerichts Den Haag vom 29. Mai 2006, der ein brutales Foul des Niederländers Rachid Bouaouzan als vorsätzliche Körperverletzung wertete. Der mittlerweile 24-Jährige war zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Dieses Entscheidung wurde nun bestätigt. Bouaouzan war gegen seinen Gegenspieler Niels Kokmeijer von den Go Ahead Eagles derart hart eingestiegen, dass dieser einen doppelten Beinbruch erlitt.

Der niederländische Fußball-Verband hatte Bouaouzan mit einer Sperre von zwölf Spielen belegt. Kokmeijer musste seine Karriere beenden. Das angeordnete Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro hatte Bouaouzan 2007 bezahlt. Der Anwalt des Profis hatte Einspruch gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt. Das Foul seines Klienten sei keine vorsätzliche Körperverletzung gewesen. Nach dem Urteil können Fouls nun wie vorsätzliche Körperverletzung außerhalb des Sportplatzes behandelt werden. Das niederländische Gesetz sieht hierfür eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren vor.

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den Vertrag mit Stürmer Ioannis Amanatidis um weitere zwei Jahre bis 2012 verlängert. Der griechische Nationalspieler war im Sommer 2005 vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet worden, nachdem er im Abstiegsjahr 2003/04 bereits sechs Monate auf Leihbasis für die Eintracht gespielt hatte. In bisher 101 Bundesligaspielen erzielte er 34 Tore für die Frankfurter. "Ioannis Amanatidis ist zu einem Aushängeschild der Eintracht geworden und mit seinen 26 Jahren noch lange nicht am Ende seiner sportlichen Entwicklung angelangt", sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

jar/dpa/sid



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