Kurzpässe: Guerrero beschert Peru Platz drei, 1860 und Fürth gewinnen

Paolo Guerrero hat Peru den dritten Platz bei der Copa América gesichert. Die bayerischen Zweitliga-Clubs 1860 München und Fürth waren am zweiten Spieltag erfolgreich. Eine Klasse tiefer steht Erfurt an der Spitze. Außerdem: Erstligist Kaiserslautern trennt sich von zwei Spielern.

Perus Torschütze Guerrero: Matchwinner gegen Venezuela Zur Großansicht
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Perus Torschütze Guerrero: Matchwinner gegen Venezuela

Hamburg - Peru hat bei der Copa América in Argentinien dank Paulo Guerrero vom Bundesligisten Hamburger SV den dritten Platz belegt. Beim 4:1 (1:0)-Sieg gegen Venezuela in La Plata war der Angreifer mit drei Treffern der überragende Spieler auf dem Platz. Guerrero sorgte mit seinen Toren Nummer zwei und drei in den Schlussminuten für die Entscheidung. Zuvor hatte er die Führung seines Teams durch William Chiroque (40. Minute) vorbereitet und das 2:0 (65.) selbst erzielt. Juan Arango von Borussia Mönchengladbach gelang für Venezuela nur der vorübergehende Anschlusstreffer (70.). Zudem wurde das Team dezimiert, als Guerreros Hamburger Clubkollege Tomas Rincon in der 58. Minute die Rote Karte sah. Das Finale der Südamerikameisterschaft bestreiten am Sonntag (21 Uhr MESZ) Uruguay und Paraguay.

In der zweiten Bundesliga gewann Fürth am Samstag 4:0 (2:0) bei Union Berlin, 1860 München besiegte den Karlsruher SC 2:1 (1:1). Tabellenführer der zweiten Liga ist Cottbus. Der FC Energie hatte sich bereits am Freitag zum Auftakt des zweiten Spieltags 2:1 (2:1) in Duisburg durchgesetzt. Der mit hohen Erwartungen in die neue Saison gegangene MSV ist Schlusslicht. Die Tore für Greuther Fürth erzielten Heinrich Schmidtgal (8. Minute), Olivier Occean (26./50.) und Bernd Nehrig (80., Foulelfmeter). In München trafen für 1860 Christopher Schindler (35.) und Stefan Aigner (56.). Der Karlsruher Alexander Iaschwili (37.) hatte per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen.

Erfolgreich war der TSV 1860 München auch jenseits des grünen Rasens. Der zuvor zerstrittene Club konnte sich auf eine Neubesetzung des Aufsichtsrats einigen. Investor Hasan Ismaik ist neuer Vorsitzender des sechsköpfigen Aufsichtsrats. Wie in einer Sitzung am Freitagabend entschieden wurde, rücken Ismaiks Münchner Vertreter Hamada Iraki und dessen Anwältin Lori-Ann Campbell in das Kontrollgremium auf. Zum Aufsichtsrat gehören auch 1860-Präsident Dieter Schneider, dessen Vize Franz Maget und der ehemalige Kultusminister Siegfried Schneider.

In der dritten Liga ist Rot-Weiß Erfurt Spitzenreiter. Im Ostduell mit Carl Zeiss Jena gelang ein 3:0 (1:0)-Sieg. Aufstiegsfavorit SV Wehen Wiesbaden hatte beim 2:1 (0:1) gegen Werder Bremen II große Mühe. Die beiden Zweitliga-Absteiger Bielefeld und Oberhausen verloren hingegen. Die Arminia unterlag der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart 1:2 (1:0). RWO kassierte in Burghausen eine 2:3 (1:1)-Niederlage. Als einziger der drei Absteiger startete Osnabrück mit einem Sieg in die neue Saison: Der in der Relegation an Dresden gescheiterte VfL gewann in Darmstadt 1:0 (0:0). Am Freitag hatte der 1. FC Heidenheim mit einem 2:1 (0:1) gegen Kickers Offenbach die Drittliga-Saison eröffnet.

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start hat der 1. FC Kaiserslautern seine Offensivspieler Chadli Amri, 26, und Stiven Rivic, 25, ausgemustert. Trainer Marco Kurz empfahl dem Duo, sich einen neuen Verein zu suchen. Beide Spieler, die erst zu Beginn der vergangenen Saison verpflichtet worden waren, besitzen bei den Pfälzern jeweils noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013. Amri kam beim FCK nur auf sechs Einsätze, Rivic auf zwölf. Vorerst sollen sich die beiden bei der Lauterer Regionalliga-Mannschaft fit halten. Ein Testspiel gegen den französischen Erstligisten AS Nancy gewann Kaiserslautern am Samstag 2:0 (2:0).

Der Bundesligist 1. FC Köln patzte hingegen. Gegen den englischen Spitzenclub FC Arsenal gab es am Samstag eine 1:2 (1:2)-Niederlage. Vor 41.500 Zuschauern im Kölner Stadion erzielte Außenstürmer Gervinho (7./16. Minute) die Treffer für den Premier-League-Club aus London. Der Anschlusstreffer der Kölner resultierte aus einem Eigentor von Arsenal-Verteidiger Carl Jenkinson (45.+2). Doppeltes Pech für die Gastgeber: Eine Woche vor dem Spiel im DFB-Pokal beim Viertligisten SC Wiedenbrück 2000 verletzte sich Torhüter Michael Rensing. Beim zweiten Gegentreffer bekam der Torhüter einen Tritt gegen das Knie und musste schon nach 17 Minuten ausgewechselt werden. Der Keeper erlitt eine Innenbandzerrung und eine schwere Knochenprellung. Er fällt wohl zwei Wochen und damit im DFB-Pokalspiel beim SC Wiedenbrück sowie bei Kölns Ligastart gegen den VfL Wolfsburg aus. "Zum Glück ist nichts gerissen", sagte Rensing.

ach/klu/dpa/sid

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