Kurzpässe: Hoeneß fordert angeblich Rauball heraus, Wolfsburg kauft ein

Uli Hoeneß will einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge neuer Liga-Präsident werden. Der VfL Wolfsburg hat den kroatischen Angreifer Mario Mandzukic verpflichtet. Borussia Dortmund verkaufte bereits mehr als 50.000 Dauerkarten.

Bayern-Boss Hoeneß: Kandidatur für den Posten des Liga-Präsidenten eingereicht? Zur Großansicht
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Bayern-Boss Hoeneß: Kandidatur für den Posten des Liga-Präsidenten eingereicht?

Hamburg - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß strebt nach Informationen der "Bild"-Zeitung ein neues Amt an: Er will offenbar Bundesliga-Boss werden. Dem Bericht zufolge hat der 58-Jährige seine Kandidatur für den Posten des Liga-Präsidenten bereits schriftlich bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht. Bei der Vollversammlung der 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga am 18. August dürfte es somit zu einer Kampfabstimmung zwischen Hoeneß und Amtsinhaber Reinhard Rauball kommen. Nach "Bild"- Angaben hat Hoeneß den 63-jährigen Rauball persönlich von seiner Kandidatur informiert.

Bundesligist VfL Wolfsburg hat Ersatz für den zum russischen Meister Rubin Kasan gewechselten nigerianischen Nationalspieler Obafemi Martins gefunden. Der D eutsche Meister von 2009 verpflichtete den kroatischen Nationalspieler Mario Mandzukic für vier Jahre. Der 24 Jahre alte Stürmer wechselt vom kroatischen Titelträger Dinamo Zagreb und soll sieben Millionen Euro Ablöse gekostet haben.

Mandzukic lebte im Alter von sechs bis zehn Jahren in Deutschland und machte seine ersten Fußballerfahrungen bei TSF Ditzingen. " Es war schon immer mein Wunsch, in der Bundesliga zu spielen. Ich freue mich auf Edin Dzeko. Er ist ein überragender Stürmer und ich hoffe, dass er hier bleibt", sagte Mandzukic bei seiner Präsentation. VfL-Trainer Steve McClaren hatte den Kroaten bereits zu seinem ehemaligen Club Twente Enschede holen wollen, doch scheiterte dies an der Ablösesumme.

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Borussia Dortmund ist beim Verkauf der Dauerkarten für die neue Saison in der Bundesliga auf Rekordkurs. Am Freitag verkaufte der Revierclub die 50.000. Dauerkarte für die Spielzeit 2010/2011. Ein 61 Jahre alter Polizeibeamter aus Schwerte habe mit seinem Ticket die "magische Grenze von 50.000 verkauften Saisontickets" geknackt, teilte der Verein mit. Den bisherigen Ligarekord stellte der BVB im vergangenen Jahr mit 50.675 Dauerkarten auf.

Der italienische Verband FIGC hat erste Konsequenzen aus dem blamablen Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika gezogen. Der Verband beschloss, dass die Vereine ab der kommenden Spielzeit nur noch einen Nicht-EU-Ausländer pro Saison verpflichten dürfen. Bisher waren zwei neue Spieler erlaubt gewesen.

Die betroffenen Vereine reagierten mit harscher Kritik an dem Beschluss. Als erste Protestmaßnahme boykottierten die Vertreter der Erst- und Zweitligaklubs am Freitag die Ratssitzung der FIGC. " Die Zahl der Ausländer einzuschränken, die in den italienischen Clubs spielen dürfen, wird nicht die Probleme des Fußballs lösen", sagte Maurizio Beretta, Präsident der Serie A. "Vor allem den Spitzenvereinen wird dies Probleme bereiten, da sie die meisten Ausländer unter Vertrag nehmen."

Italien droht damit ein turbulenter Meisterschaftsbeginn. Am ersten Spieltag am 29. August wollen die italienischen Profis in den Streik treten. Die Fußballergewerkschaft AIC will mit einem spektakulären Protest die Erneuerung des Kollektivvertrags fordern, der am 30. Juni ausgelaufen ist. Die Verträge, die von nun an abgeschlossen werden, erlaube nach Meinung der Gewerkschaft den Clubs eine Benachteiligung der Spieler.

wit/sid/dpa

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