Hamburg - Der Hamburger SV startet mit einer "Elefanten-Runde" ins neue Jahr - und allem Anschein nach mit Armin Veh als Trainer in die Rückrunde. Clubboss Bernd Hoffmann und Sportchef Bastian Reinhardt wollen Neujahr mit Veh über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit reden. Hoffmann ist sicher, "dass Veh im Spiel gegen Schalke unser Trainer ist", zitierte das "Hamburger Abendblatt" den Vorstandschef, der auf Anfrage keine weitere Stellungnahme abgeben wollte. Spekulationen über einen Rücktritt hatte Veh zuvor mit einem klaren "Nein" zurückgewiesen. Beide Seiten haben die Möglichkeit, bis zum 31. Mai 2011 per Ausstiegsklausel ihren bis Sommer 2012 laufenden Kontrakt zum Saisonende zu kündigen.
Beim FC Bayern ruhen die Hoffnungen in der Rückrunde vor allem auf Arjen Robben. Doch der Niederländer wehrt sich gegen allzu große Erwartungen: "Ich habe ein halbes Jahr nicht gespielt. Deshalb wird es nicht automatisch so sein, dass alles wieder gut wird, wenn ich wieder spiele", sagte der Niederländer auf der Homepage des Vereins. 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund seien "nicht einfach" aufzuholen. Robben, der wegen eines Muskelrisses im Oberschenkel in dieser Saison noch kein Spiel absolviert hat, war erst Mitte Dezember wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Im anstehenden Trainingslager der Bayern vom 2. bis 9. Januar in Katar soll Robben fit für die Rückrunde gemacht werden.
Beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Borussia Mönchengladbach sind die zuletzt verletzten Logan Bailly, Tony Jantschke und Roel Brouwers bereits am Dienstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde eingestiegen. Trainer Michael Frontzeck wollte sich einen Eindruck davon verschaffen, ob das Trio fit ist und mit dem Tabellenletzten am Sonntag ins Trainingslager nach Malaga reisen kann. "Wir werden am Mittwoch noch einmal zwei Einheiten machen - und wenn die ähnlich gut verlaufen, werden alle drei mit nach Spanien fahren", sagte Frontzeck, der sich zudem über Mittelfeldspieler Roman Neustädter freute, der am Dienstag freiwillig trainierte. Der zuletzt lange verletzte Innenverteidiger Dante wird laut Frontzeck wohl ebenfalls mit nach Spanien fliegen und dort direkt wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.
Claus-Dieter Wollitz soll über die laufende Saison hinaus Trainer des Zweitligisten Energie Cottbus bleiben. Laut Club-Präsident Ulrich Lepsch wird der 45-Jährige nach seinem Weihnachtsurlaub einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreiben. Mit Wollitz wird auch dessen Assistent Markus Feldhoff bei dem Verein bleiben. Wollitz ist seit dem 1. Juli 2009 Trainer in Cottbus. In dieser Saison führte er die Mannschaft auf Rang drei und ins Viertelfinale des DFB-Pokals.
Der frühere italienische Nationalspieler Christian Vieri will es noch einmal wissen: Der 37-jährige Stürmer hat laut der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" einen Vertrag beim brasilianischen Zweitligisten Rio de Janeiro Boavista unterzeichnet. Beim Saisonstart am 19. Januar soll Vieri auflaufen, bereits jetzt hält er sich in Brasilien auf. "Vieri ist sehr fit. Wir werden ihn eine Woche vor Beginn der Meisterschaft der Presse vorstellen", sagte Boavistas Sportdirektor Magalaes Lins. Vieri hatte im Oktober 2009 das Ende seiner Karriere verkündet. 1997 wurde er mit Juventus Turin italienischer Meister, 1999 holte er mit Lazio Rom den Europapokal der Pokalsieger.
Sechs Monate nach seiner Bandscheibenoperation hat der ehemalige Welttorhüter Gianluigi Buffon beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin wieder das Training aufgenommen. Der 32-Jährige absolvierte am Dienstag eine Einheit mit seinen Mannschaftskollegen im Wintertrainingslager in Vinovo. Buffon soll beim ersten Ligaspiel nach der Weihnachtspause am 6. Januar gegen Parma wieder fit sein. In den vergangenen Monaten war Buffon von Marco Storari ersetzt worden. Buffon war bei Italiens WM-Auftaktspiel in Südafrika gegen Paraguay zur Pause wegen eines Bandscheibenvorfalls ausgewechselt worden und musste sich Anfang Juli am Rücken operieren lassen.
Der Nationale Gerichtshof in Madrid muss in einem Eilverfahren über einen Antrag der spanischen Spielergewerkschaft AFE entscheiden, die für Sonntag angesetzten Punktspiele der Primera División abzusagen. Die AFE sieht in der Ansetzung einen Verstoß gegen das geltende Tarifabkommen. Danach dürfen in der Zeit zwischen dem 23. Dezember und dem 2. Januar keine offiziellen Spiele stattfinden. Von einer möglichen Absetzung wären fünf Erstliga-Partien betroffen. Die Gewerkschaft schlug vor, den 17. Spieltag komplett am Montag auszutragen. Die Profi-Liga lehnt dies ab, weil die Spiele dann nicht für die verschiedenen Fernsehanstalten zeitversetzt stattfinden könnten. Hintergrund des Streits ist ein Konflikt um Geld. Die Gewerkschaft verlangt seit Monaten, dass die Liga ihren Hilfsfonds für Spieler, denen die Vereine die Gehaltszahlungen schuldig sind, von derzeit neun auf 15 Millionen Euro aufstockt. Der Fonds hat sich bisher als unzureichend erwiesen. Allein Betis Sevilla schuldet seinen Profis über neun Millionen Euro an Gehältern. Der Tabellenführer der zweiten spanischen Liga ist praktisch zahlungsunfähig und befindet sich in einem Gläubigerverfahren.
luk/dpa/sid
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