Hamburg - Schalkes Trainer und Manager Felix Magath hat nach dem Einzug in die Champions League den nächsten Transfer perfekt gemacht. Zwei Tage nach Vizeweltmeister Christoph Metzelder verpflichteten die Schalker am Donnerstag den Slowaken Erik Jendrisek vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Der Stürmer erzielte in der laufenden Saison 14 Tore für den Bundesliga-Aufsteiger. Jendrisek wechselt ablösefrei und erhält einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2013.
Der 23-Jährige, der für die Slowakei bei der WM in Südafrika vorgesehen ist, brachte es in bislang 88 Ligaspielen für die Pfälzer auf 33 Tore. 2006 war Jendrisek mit MSK Ruzomberok slowakischer Meister und Pokalsieger sowie mit 21 Treffern Torschützenkönig geworden. Über die Zwischenstation Hannover 96 kam er 2007 nach Kaiserslautern. Seit 2008 ist Jendrisek Nationalspieler, in bislang 13 Länderspielen traf er zweimal.
Der Wechsel des Junioren-Nationalspielers Stefan Bell vom Bundesligisten FSV Mainz 05 zum Champions-League-Finalisten Inter Mailand rückt immer näher. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger müsse sich nur noch mit dem italienischen Meister einigen, sagte FSV-Manager Christian Heidel am Donnerstag. "Nach zweimaligem Treffen haben wir uns auf eine Transfermodalität mit Inter geeinigt. Wenn Stefan gehen will und die Vereinbarungen eingehalten werden, bekommt er die Freigabe", sagte Heidel.
Der Kapitän der Mainzer U-19-Auswahl steht im erweiterten Bundesliga-Kader von FSV-Coach Thomas Tuchel und hat in Mainz noch einen Vertrag bis 2012. Inter soll bereit sein, 1,5 Millionen Euro Ablöse für den 1,93 Meter großen Defensivspieler zu bezahlen. Außerdem sollen sich beide Vereine auf ein Freundschaftsspiel in Mainz und eine Bonuszahlung an den Verein geeinigt haben.
Hamburgs erkrankter Abwehrspieler Dennis Aogo ist am Donnerstag dem Team nach London hinterhergereist. Wenige Stunden vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League (21.05 Uhr, Live-Ticker SPIEGEL ONLINE) beim FC Fulham stieß Aogo zu seinen Teamkollegen. "Es geht ihm besser", sagte HSV-Sprecher Jörn Wolf. Der Verteidiger hatte am Mittwoch auf die Anreise verzichtet, da Interimstrainer Ricardo Moniz ein Virus und somit die Gefahr einer Ansteckung für den Rest des Teams befürchtete. Ein Einsatz Aogos von Beginn an soll sich kurzfristig entscheiden. Der HSV war im Hinspiel vor heimischer Kulisse nicht über ein 0:0 hinausgekommen.
Adler vor Comeback, Overath vertraut Soldo
Nationaltorhüter René Adler steht nach seinem Rippenbruch vor dem Comeback im Tor. Der 25-Jährige ist seit Dienstag wieder im Training und konnte das Pensum stetig steigern. "Es sieht gut aus. René arbeitet nicht nur professionell und intensiv, sondern er ist auch fokussiert. Er ist ehrgeizig und möchte uns weiterhelfen.", sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes. Eine endgültige Entscheidung über einen Einsatz Adlers im Spiel gegen Hertha BSC Berlin am Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker SPIEGEL ONLINE) wollte Heynckes aber noch nicht fällen. Sollte es für die Nummer 1 noch nicht reichen, würde wieder der 19-jährige Fabian Giefer spielen.
Der Präsident des 1. FC Köln, Wolfgang Overath, denkt offenbar nicht an einen Trainerwechsel zur neuen Saison und traut dem kroatischen Chefcoach Zvonimir Soldo weiterhin. "Es gibt keine Trainerdiskussion. Wir gehen mit Soldo in die neue Saison", sagte der Weltmeister von 1974 dem "kicker". Die Rheinländer haben zwar unter dem ehemaligen Stuttgarter Bundesliga-Profi den Klassenerhalt geschafft, allerdings zeigte der dreimalige deutsche Meister vor allem in Heimspielen (acht Niederlagen) erschreckende Schwächen.
Torwart Tom Starke vom Zweitligisten MSV Duisburg wird voraussichtlich Nachfolger von Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand (1899 Hoffenheim). "Ich habe dem 1. FC Köln abgesagt. Es geht voll in Richtung Hoffenheim. Aber unterschrieben ist noch nichts", sagte Starke dem "kicker".
Neben Hildebrand werden wahrscheinlich auch Außenverteidiger Christian Eichner und Kapitän Per Nilsson die Hoffenheimer zum Saisonende verlassen. Eichner wird vom 1. FC Köln, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt umworben. Nilsson wird mit dem 1. FC Nürnberg und dem Zweitliga-Zweiten FC St. Pauli in Verbindung gebracht.
Nach mehrwöchiger Verletzungspause hat Leon Andreasen bei Hannover 96 wieder mit dem Lauftraining begonnen. Der Däne war zweimal an der Leiste operiert worden. Möglicherweise steht Andreasen den abstiegsbedrohten Niedersachsen beim letzten Saisonspiel am 8. Mai beim VfL Bochum wieder zur Verfügung.
tik/sid/dpa
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