Hamburg - Die Knieverletzung von Kim Kulig ist schwerer als bisher angenommen: Neben dem Kreuzbandriss wurde jetzt auch eine Schädigung des Innenmeniskus festgestellt. Die Nationalspielerin hatte sich bei der 1:0-Niederlage gegen Japan im WM-Viertelfinale verletzt und wird ihrem neuen Verein 1. FFC Frankfurt nach einer Operation am 3. August ein halbes Jahr lang fehlen. "Der Termin steht, bis dahin ist es sicher eine schwierige Zeit - aber sobald man operiert ist, kann es nur noch aufwärts gehen", sagte Kulig.
Auch der FC St. Pauli muss lange auf einen Spieler verzichten: Abwehrspieler Carlos Zambrano hat sich in der Vorbereitung auf die Copa América einen Abriss einer Oberschenkelsehne zugezogen. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler aus Peru hatte dem Zweitligisten wegen einer abgerissenen Sehne bereits im Bundesliga-Abstiegskampf monatelang gefehlt. Wie lange Zambrano nun ausfallen werde, sei vom Verlauf der Rehabilitation abhängig, sagte Sportchef Helmut Schulte.
Maikel Aerts hat sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Der Torwart von Hertha BSC musste bei einer 0:3-Niederlage im Testspiel gegen den FC Basel bereits nach einer Stunde ausgewechselt werden. Der Niederländer wird vermutlich mehrere Wochen ausfallen.
Auch der zweite Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg muss mehrere Wochen auf einen Spieler verzichten. Thorsten Oehrl hat beim 2:0-Testspielsieg gegen den FC Memmingen eine Innenbandverletzung am rechten Knie erlitten und wird rund drei Monate ausfallen. Der 25-Jährige hatte in der vergangenen Saison in 29 Zweitligaspielen sieben Tore für Augsburg erzielt.
Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien wird ohne Bundestrainer Joachim Löw stattfinden. Die Delegation des DFB wird am 30. Juli in Rio de Janeiro stattdessen von Teammanager Oliver Bierhoff angeführt. Löw verzichtet darauf, weil er seine Nationalspieler in der ersten Runde des DFB-Pokals beobachten und zudem Vorbereitungen für das Länderspiel gegen Brasilien am 10. August treffen will.
Der finanziell angeschlagene Zweitligist TSV 1860 München zahlt seinen Spielern wieder volle Gehälter. "Das ist einfach eine Sache der Fairness, jetzt, wo das Unternehmen wieder auf stabilen Füßen steht", sagte 1860-Präsident Dieter Schneider der Münchner "tz" und bestätigte ein Ende des Gehaltsverzichts. Ende November vergangenen Jahres hatten die zu diesem Zeitpunkt vor der Insolvenz stehenden Löwen per Änderungsvertrag bekannt gegeben, dass alle Angestellten auf zehn Prozent ihres Gehaltes verzichten müssten. Der jordanische Investor Hasan Ismaik rettete den Verein jedoch mit Investitionen in Höhe von rund 18 Millionen Euro vor dem Aus.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant offenbar, die Sonntagsspiele ab der Saison 2013/2014 statt um 22 Uhr schon um 19 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen ausstrahlen zu lassen. Außerdem seien noch zahlreiche andere Paketangebote geplant. "Eine Veränderung soll sein, dass wir die vier Relegationsspiele, die Eröffnungsspiele zur Hin- und Rückrunde sowie den Supercup nicht mehr getrennt, sondern zusammen in einem Free-TV-Paket anbieten", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, der "Sport-Bild". Die Ausschreibung der TV-Rechte soll laut Seifert im Herbst 2011 erfolgen, die Vergabe im Frühjahr 2012.
Der frühere Trainer von Inter Mailand, Leonardo, ist neuer Sportdirektor von Paris St. Germain. Die Verpflichtung folgte wenige Stunde nach der Entlassung von Clubpräsident Robin Leproux. Im Juni war der Verein von einer Investorengruppe aus Katar übernommen, der Posten des Sportdirektors wurde danach neu geschaffen. Im Juni hatte sich Inter von Leonardo getrennt. Als Profi spielte der Brasilianer in der Saison 1996/1997 für den französischen Club.
ska/dpa/sid
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Kurzpässe | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH