Hamburg - Torhüter Jens Lehmann vom VfB Stuttgart ist nach seiner Roten Karte im Spiel beim FSV Mainz 05 für drei Spiele gesperrt worden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit. Das DFB-Sportgericht stufte es als "Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall" ein, dass Lehmann beim 1:1 am vergangenen Sonntag in Mainz seinem Gegenspieler Aristide Bancé in der 87. Minute absichtlich auf den linken Fuß getreten war. Damit kann Lehmann frühestens im Bundesliga-Heimspiel am 31. Januar gegen Borussia Dortmund wieder eingesetzt werden.
Die Suche des Hamburger SV nach einem neuen Sportdirektor dauert an. Einer der Kandidaten, Stuttgarts Manager Horst Heldt, hat einen Wechsel an die Elbe ausgeschlossen. "Ich wurde vom HSV kontaktiert. Wir haben momentan aber andere Probleme in Stuttgart. Es ist absolut kein Thema, zum HSV zu gehen", sagte Heldt der "Bild"-Zeitung. Zu den Kandidaten für die Nachfolge von Dietmar Beiersdorfer sollen auch die Sportdirektoren der Bundesliga-Rivalen 1. FC Nürnberg, Martin Bader, und von Hannover 96, Jörg Schmadtke, gehören. Zu beiden soll der HSV bereits Kontakt aufgenommen haben. Spekulationen gibt es auch um den ehemaligen Manager von Hertha BSC, Dieter Hoeneß.
Bayern Münchens Coach Louis van Gaal ist am Dienstagabend in Amsterdam als niederländischer Trainer des Jahres mit dem "Jaap-Eden-Pokal" ausgezeichnet worden. Der Preis ist nach der 1925 gestorbenen niederländischen Eisschnelllauf- und Radsport-Legende Jaap Eden benannt. Van Gaal hatte den Provinzclub AZ Alkmaar in der vergangenen Saison nach 28 Jahren erstmals wieder zur Meisterschaft geführt und war danach zum deutschen Rekordmeister gewechselt.
Nach schweren Fan-Ausschreitungen hat das brasilianische Sportgericht den Zweitligisten Coritiba FC zur Rekordstrafe von 30 Heimspielen auf neutralem Platz und einer Geldbuße von umgerechnet 240.000 Euro verdonnert. Damit wird der Verein des ehemaligen Bundesliga-Profis Marcelinho mehr als eine Saison lang kein Spiel auf nationaler Ebene im eigenen Stadion bestreiten. Als nach einem 1:1 gegen Fluminense Rio de Janeiro am 6. Dezember im Jahr des 100-jährigen Bestehens der Erstliga-Abstieg festgestanden hatte, waren zahlreiche Coritiba-Fans auf den Platz gestürmt und mit Gegenständen wie Sitzschalen und Kameraständern auf das Schiedsrichtergespann, die Gästespieler und die Polizei losgegangen. Insgesamt 24 Personen mussten stationär behandelt werden. Am Spieltag wurde ein Unruhestifter festgenommen. Nach Auswertung von Videos kam es zu weiteren 16 Verhaftungen. Der Club kann das in erster Instanz getroffene Urteil noch anfechten.
Der Europäische Fußball-Verband Uefa hat einen bulgarischen Schiedsrichter im Zusammenhang mit dem Wettskandal vorläufig gesperrt. Der Referee steht im Verdacht, in eine Spielmanipulation verwickelt zu sein. Die Uefa teilte am Dienstag mit, dass der Unparteiische vorerst keine Europapokal-Spiele oder andere internationale Partien leiten darf, solange die Untersuchungen laufen. Bei dem verdächtigen Spiel handelt es sich um das Freundschaftsspiel zwischen Mazedonien und Kanada. Die Partie endete 3:0 für Mazedonien. Angeblich sollen große Summen darauf gesetzt worden sein, dass in dem Spiel mindestens drei Tore fallen würden. Außerdem soll auf die Zahl der Elfmeter gewettet worden sein. Der Schiedsrichter gab für jedes Team jeweils zwei Strafstöße.
wit/sid/dpa
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