Kurzpässe Nigeria beruft Zehntliga-Torwart aus Bayern

Normalerweise steht Ngemba Evans Obi bei Zehntligist Heimstetten II im Tor - am Mittwoch sitzt er bei einem Länderspiel Nigerias auf der Bank. Obi profitiert von Visumsproblemen der Konkurrenz. Die Staatsanwaltschaft hat Haft gegen Lazio Roms Präsidenten beantragt.


Hamburg - Fußballer der zehnten Liga sind von einem Einsatz in der Nationalmannschaft normalerweise unendlich weit entfernt - für Ngemba Evans Obi vom SV Heimstetten II wird der Traum jedoch nun möglicherweise wahr. Der 24 Jahre alte Torwart des Münchner Vorortclubs wurde überraschend vom nigerianischen Fußball-Verband NFF für das Länderspiel am Mittwoch in Cali gegen Kolumbien berufen.

Heimstetten-Keeper Obi: Berufung fürs Länderspiel
SV Heimstetten

Heimstetten-Keeper Obi: Berufung fürs Länderspiel

"Die offizielle Einladung ist heute eingetroffen, Obi hat sich dann gleich auf die Reise in seine Heimat gemacht", wird SVH-Manager Michael Matejka in der Münchner "Abendzeitung" zitiert. Obi ist in der Heimstettener Landesliga-Truppe dritter Torwart und bislang nur in der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse zum Einsatz gekommen.

Für Nigeria wird er als Ersatz von Stammtorhüter Austin Ejide (SC Bastia) als Nummer zwei auf der Bank sitzen. Zuvor hatten die drei Torhüter Vincent Enyeama, Dele Aiyenugba und Greg Etafia allesamt aufgrund von Visa-Problemen ihre Teilnahme an dem Länderspiel absagen müssen. Dem NFF erschien es aussichtslos, ein Visum für einen nicht in Europa beschäftigten Torwart in der Kürze der Zeit zu beschaffen - und so kam Obi zum Zug.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat 20 Monate Haft und eine Geldstrafe von 20.000 Euro für den Chef des italienischen Erstligisten Lazio Rom, Claudio Lotito, beantragt. Der Vorwurf lautet auf Kursmanipulation zur Beeinflussung der Lazio-Aktien an der Mailänder Börse. Für einen weiteren Aktionär des börsennotierten Clubs, Roberto Mezzaroma, verlangte die Staatsanwaltschaft 16 Monate Haft und eine Geldstrafe von 20.000 Euro.

Lotito und Mezzaroma sollen auch die Kontrolle durch die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob erschwert haben, welche die Lazio-Bilanzen überprüfen wollte. Lotitos Gesellschaft Lazioevents hält einen 30-prozentigen Anteil am römischen Club, der seit 1999 an der Mailänder Börse notiert ist.

Der spanische Erstligist FC Valencia hat offenbar einen Käufer für das vereinseigene Mestalla-Stadion gefunden. Dies verkündete Präsident Vicente Soriano am Dienstag. Über den Namen des neuen Eigners sowie den Verkaufspreis wurde offiziell nichts bekannt, allerdings spekulieren spanische Medien über einen Erlös von 350 Millionen Euro. Bis zur Saison 2009/2010 will Valencia noch das alte Stadion nutzen. Im Bau befindlich ist allerdings bereits das Nuevo Mestalla, das aber der Saison 2010/2011 genutzt werden soll. Die neue Arena soll 78.000 Zuschauer fassen, ein Großteil des Erlöses für das alte Mestalla soll in das neue Stadion investiert werden.

goe/sid

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.