Kurzpässe Nürnberg frustriert, Viktoria feiert

Der 1. FC Nürnberg hat ein Testspiel gegen einen Zweitligisten verloren. Der BFC Viktoria hat die Deutsche Meisterschaft von 1894 gewonnen. In den Regionalligen haben einige Favoriten einen Fehlstart hingelegt.


Hamburg - Der Berliner Fußball-Club (BFC) Viktoria darf sich mit 113-jähriger Verspätung auch sportlich als Sieger der Deutschen Meisterschaft von 1894 fühlen. Bei der nostalgischen Neuauflage des "vergessenen Finals" reichte dem Verbandsligisten nach dem 3:0-Hinspielsieg vor einer Woche ein 1:1 im Rückspiel gegen den hessischen Bezirksligisten FC Hanau 93. Mit dem Sieg hoffen die Berliner, auch die letzten Zweifel am rechtmäßigen Erfolg vor 113 Jahren ausgeräumt zu haben. Damals hatten sie den Titel kampflos zugesprochen bekommen, weil Hanau aus Kostengründen die lange Reise nach Berlin nicht antreten konnte.

Nürnberger Vittek: Pleite in Augsburg
AP

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Hertha BSC Berlin ist auch im vorletzten Testspiel für die neue Saison ungeschlagen geblieben. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann im heimischen Amateur-Stadion vor 1130 Zuschauern gegen den tschechischen Erstligisten Pilsen 4:0. Siege konnten auch die Ruhrgebiets-Clubs Borussia Dortmund (4:1 gegen Vitesse Arnheim), MSV Duisburg (2:1 gegen PSV Eindhoven) und VfL Bochum (3:0 gegen Borussia Mönchengladbach) verbuchen.

Pokalsieger 1. FC Nürnberg hat dagegen seinen letzten Test vor dem Start in den neuen Cup-Wettbewerb am kommenden Wochenende nicht bestanden. Der fränkische Bundesligist unterlag beim Zweitligisten FC Augsburg 0:1 und offenbarte vor dem DFB-Pokal-Spiel beim Fünftligisten SC Victoria Hamburg vor allem im Abschluss viele Schwächen.

Die beiden Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig und Rot-Weiß Essen haben in der Regionalliga Nord einen Fehlstart hingelegt. Während sich die Eintracht am ersten Spieltag im Nord-Duell eine 0:1-Heimniederlage gegen Kickers Emden leistete, musste sich RWE im Revier-Derby gegen Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen sogar 1:4 geschlagen geben. Erster Tabellenführer der neuen Saison ist Rot-Weiß Erfurt nach einem 6:3-Erfolg gegen Rot-Weiß Ahlen.

In der Regionalliga Süd ist Aufstiegs-Favorit SpVgg Unterhaching direkt ins Straucheln gekommen. Bei Jahn Regensburg unterlag die Mannschaft von Trainer Werner Lorant 1:2. Erster Tabellenführer ist überraschend Neuling SV Sandhausen, der Mitaufsteiger FSV Ludwigshafen-Oggersheim 3:0 besiegte.

wit/sid

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