Kurzpässe Real will Juan, der FC Bayern Marcell Jansen

Der gute Auftritt gegen Tschechien hat auch dem FC Bayern gefallen. Jetzt will der Club Nationalspieler Marcell Jansen bei sich spielen sehen. Ein jetziger Münchner Profi beschuldigt die Polizei des Diebstahls. Für einen Leverkusener Verteidiger gibt es einen weiteren Interessenten.


Hamburg - Neben den italienischen Clubs AC Mailand und AS Rom ist nun auch Real Madrid offenbar an einer Verpflichtung des brasilianischen Nationalspielers Juan von Bayer Leverkusen interessiert. Nach einem Bericht der spanischen Sportzeitung "AS" soll es bereits Gespräche zwischen den Real-Verantwortlichen und dem Berater Juans gegeben haben. Juan steht zwar noch bis 2009 bei Leverkusen unter Vertrag, doch der Abschied des Innenverteidigers im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von neun Millionen Euro ist bereits beschlossene Sache. Juan hatte am Wochenende ein Tor beim 4:0-Erfolg der brasilianischen Nationalmannschaft in Göteborg gegen Chile erzielt.

Nationalverteidiger Jansen (re.): Überflieger der Woche
Getty Images

Nationalverteidiger Jansen (re.): Überflieger der Woche

Der FC Bayern München hat offiziell sein Interesse am Gladbacher Außenverteidiger Marcell Jansen bekundet. Das vermeldet der "kicker". Der Berater des 21-Jährigen, Gerd vom Bruch, habe eine entsprechende Bestätigung abgegeben. Jansen selbst spricht von einer "Riesenehre", wolle aber erst mit einem Verein sprechen, wenn die Borussia nicht mehr im Abstiegskampf steckt.

In München könnte der Nationalspieler auf einen vollkommen gesunden Verteidiger Valérien Ismael treffen. Dieser strebt nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch ein Comeback im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Schalke 04 am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) an. "Ich kann richtig hart mit der Mannschaft arbeiten und fühle mich bereit, gegen Schalke im Kader zu stehen", sagte der Verteidiger der "Bild"-Zeitung. Für ihn sei es wichtig, wieder Teil der Mannschaft zu sein. "Alles, was diese Saison noch an Einsätzen kommt, ist ein Bonus. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der nächsten Saison", schränkte der 31-Jährige jedoch ein. Nach knapp zehn Monaten Verletzungspause war Ismael zuletzt in der Regionalliga-Mannschaft wieder in den Spielbetrieb eingestiegen und hatte in vier Einsätzen zwei Tore erzielt. Der Franzose hatte zuletzt am 34. Spieltag der vergangenen Saison für die erste Mannschaft der Bayern.

Ganz andere Sorgen hat Bayern-Profi Christian Lell. Der 22-Jährige beschuldigt die Polizei, ihm bei seiner vorübergehenden Festnahme am 25. Februar Geld aus seinem Geldbeutel entwendet zu haben. Polizeisprecher Andreas Ruch bestätigte heute dem sid, dass der Abwehrspieler diesen Vorwurf geäußert habe. Der Fall werde geprüft, erklärte Ruch weiter. Sollten die Vorwürfe stimmen, werde es zu Konsequenzen kommen, andernfalls jedoch könnte die Polizei den Defensivmann wegen falscher Verdächtigung anzeigen. Lell war an besagtem Tag gegen 5 Uhr früh nach einem handfesten Streit mit seiner Freundin vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, hatte sich einer Blutprobe unterziehen müssen und von der Polizei Anzeigen wegen Körperverletzung, Trunkenheit im Verkehr, Widerstand sowie Beleidigung erhalten. Zeugen hatten die Polizei alarmiert. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft noch.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Ulli Stielike hat als Nationaltrainer der Elfenbeinküste in der Qualifikation zum Afrika-Cup den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Der WM-Teilnehmer gewann in Antananarivo bei Gastgeber Madagaskar 3:0 (2:0). Dabei erzielte Steve Gohouri von Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach den Führungstreffer (28.). Aruna Dindane (35.) und Amara Diane (82. ) stellten mit ihren Toren den Endstand her.

Der Hamburger SV hat seinen Chefcoach Huub Stevens weiter aus privaten Gründen freigestellt und muss möglicherweise sogar im Punktspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag (17.00 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ohne den niederländischen Trainer auskommen. Grund ist der ernste Gesundheitszustand von Stevens' Ehefrau Toos, die nach einer Notoperation (chronische Darmerkrankung) vergangene Woche im künstlichen Koma liegt. "Er bekommt von uns selbstverständlich die Zeit und alle Freiheiten, sich um seine Frau zu kümmern - das Private geht jetzt vor", erklärte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Aufgrund der gesundheitlichen Probleme seiner Ehefrau hatte Stevens 2005 den Trainer-Job beim 1. FC Köln aufgegeben. Sollte der 53-Jährige länger in den Niederlanden bleiben, würde Co-Trainer Markus Schupp die Leitung der Mannschaft im Heimspiel gegen Wolfsburg übernehmen.

fpf/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.