Kurzpässe: Rot auf der Trage, Hightech gegen Hooligans

Ein Nachwuchsspieler des 1. FC Saarbrücken sah die Rote Karte, während er verletzt vom Platz getragen wurde. EM-Gastgeber Polen will mit Handy-Ortung und Atom-Scannern gegen Hooligans vorgehen. Und: Treter Paolo Guerrero soll sich beim HSV um die Jugend kümmern.

Polnische Hooligans (Archivbild): Polizei greift durch Zur Großansicht
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Polnische Hooligans (Archivbild): Polizei greift durch

Hamburg - Mindestens genauso groß wie die Vorfreude auf die EM 2012 in der Ukraine und in Polen ist die Angst vor Hooligans und Terroristen. Die polnische Polizei will Hooligans mit Hightech in Schach halten. Verdächtige Personen könnten bereits ab der Einreise überwacht werden, sagte ein Polizeisprecher dem "Focus". Zu den geplanten Maßnahmen gehören Handy-Ortung und der Austausch mit nationalen Polizei-Datenbanken. Auch das umstrittene intelligente Überwachungssystem Indect soll testweise zum Einsatz kommen, es kann digitalisierte Bilder der Überwachungskameras mit Informationen aus sozialen Netzwerken verknüpfen. Zudem sollen während aller EM-Spiele in Polen mobile Scanner eingesetzt werden, die Stadionbesucher nach radioaktivem und pyrotechnischem Material absuchen.

Am vergangenen Dienstag bekam Saarbrückens Nachwuchsspieler Felix Dausend im Oberliga-Spiel beim FK Pirmasens die Rote Karte, während er mit einer schweren Knieverletzung vom Feld getragen wurde. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll der 23-Jährige einen Gegenspieler, der ihm nach der Verletzung zu nahe gekommen war, mit den Worten "Finger weg von meinem Knie, du Schwuchtel" beschimpft haben. Schiedsrichter Sebastian Nicolay (21 Jahre) reagierte in seinem ersten Oberligaspiel entsprechend den Statuten mit einem Platzverweis. Traurig dagegen die Aussage von Saarbrückens Trainer Jürgen Luginger: "Die standen aufgebracht um ihn herum. Schon verständlich, dass ein junger, impulsiver Spieler so reagiert."

Ausgerechnet Paolo Guerrero soll ein Vorbild für die Jugend sein. Der Stürmer, der nach seinem brutalen Tritt gegen Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich für die kommenden acht Spiele gesperrt wurde, soll laut Frank Arnesen "zwei- bis dreimal die Woche die Jugendmannschaft trainieren und die Nachwuchstrainer unterstützen". Das sagte der HSV-Sportchef der "Hamburger Morgenpost". "Jetzt geht es darum, dass wir auch eine Sorgfaltspflicht für den Spieler haben. Wir dürfen Paolo nicht links liegen lassen. Er braucht Perspektiven", so Arnesen. Guerrero arbeite gerne mit Jugendlichen, sagt Arnesen: "Das Feedback unserer Nachwuchsjungs ist für Paolo immer gut, die lieben ihn."

Jürgen Kind ist beim 1. FC Kaiserslautern neues Mitglied im Aufsichtsrat. Kind übernimmt den Sitz von Martin Sester, der zum 1. März seinen Rücktritt erklärt hatte. Sester hatte nach seiner Rücktrittserklärung einen Rückzieher unternommen und wollte dem Kontrollgremium der Pfälzer weiter angehören. Allerdings ergab eine juristische Überprüfung des Vereins, dass Sesters Sinneswandel rechtsunwirksam blieb.

mig/sid/dpa

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