Hamburg - Karl Heinz Rummenigge hat die Kritik von Oliver Kahn an der Transferpolitik des FC Bayern München zurückgewiesen. Zugleich warf der Vorstandsvorsitzende des Clubs dem langjährigen Torhüter Effekthascherei vor. Er sei grundsätzlich ein Mensch, der Kritik respektiere, sagte Rummenigge der Zeitung "Die Welt", "aber ich sage immer, sie muss den richtigen Weg haben". Bei Kahn aber falle ihm auf, dass dieser "exklusiv über die Öffentlichkeit" gehe und sich dabei "vor allem kritisch über den FC Bayern äußert, weil damit die meiste Aufmerksamkeit erzeugt wird". Kahn hatte dem FC Bayern über die Medien fehlende Vereinsphilosophie und mangelnde Weitsicht in der Kaderplanung vorgeworfen. "Gekauft wird bei Bayern München nicht nach Namen, sondern nach Qualität", sagte Rummenigge.
Nationaltorwart Manuel Neuer von Pokalsieger Schalke 04 verzichtet nach der Ohrfeige beim Autokorso am Sonntag in Gelsenkirchen auf eine Anzeige gegen den Täter. "Für mich ist das Thema erledigt", sagte der 25-Jährige der "Bild"-Zeitung. Neuer kennt den Mann, der ihm am Sonntagnachmittag bei der Fahrt im Cabrio nach der Rückkehr vom 5:0-Pokaltriumph gegen den MSV Duisburg eine Ohrfeige verpasst hatte. "Ich habe ihn sofort erkannt, als ich ihn am Straßenrand gesehen habe. Er war mir gegenüber total aggressiv, hat mich übelst beleidigt. Ich wollte ihn beruhigen, die Situation entschärfen", sagte Neuer: "Deshalb habe ich versucht, seine Wange zu tätscheln und zu ihm gesagt: 'Junge hör' doch auf mit dem Unsinn. Es ist alles gut, wir sind Pokalsieger. Lass uns feiern!' Dann hat er mir auch schon die Ohrfeige verpasst." Nach Neuers Verzicht auf eine Anzeige werden keine weiteren Ermittlungen angestellt. Gelsenkirchens Polizeisprecher Konrad Kordts sagte: "Die Staatsanwaltschaft sieht kein besonderes öffentliches Interesse. Wir schicken ihr jetzt alle unsere Erkenntnisse, und dann stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein."
Der kroatische Nationalspieler Drago Gabric ist nach einem schweren Autounfall in der Nähe seiner Heimatstadt Split in ein Krankenhaus gebracht und sofort auf die Intensivstation verlegt worden. Zunächst lagen keine Angaben darüber vor, ob der 24-Jährige in Lebensgefahr schwebt. Gabric, derzeit vom türkischen Club Trabzonspor an den Ligakonkurrenten Ankaragücü ausgeliehen, kam bislang auf fünf Länderspieleinsätze und gehörte zum kroatischen Kader für das bevorstehende EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien.
Dem Drittligisten SV Babelsberg droht wegen akuter Finanzprobleme der Entzug der Lizenz und damit verbunden der Zwangsabstieg. Der Verein teilte auf seiner Homepage mit, es sei bisher nicht gelungen, "den notwendigen Etat für eine weitere Drittligasaison zusammenzubekommen". Für den 31. Mai wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt, bei der über die aktuelle Situation und weitere Schritte informiert werden soll. In der vergangenen Saison schaffte die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth trotz des kleinsten Etats der Liga mit Platz 13 souverän den Klassenerhalt.
ged/dpa/sid
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