Kurzpässe Strafbefehl gegen Boateng, Hannover ohne Balitsch

Portsmouth-Profi Kevin Boateng hat einen Strafbefehl wegen Sachbeschädigung erhalten. Hannover 96 muss gegen Hoffenheim auf Abwehrspieler Hanno Balitsch verzichten, Kaiserslautern auf einen Kreuzbandverletzten. Augustine Okocha will Funktionär werden.

Hannoveraner Balitsch (links) gegen Nürnberger Charisteas: Knie-OP beim 96er
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Hannoveraner Balitsch (links) gegen Nürnberger Charisteas: Knie-OP beim 96er


Hamburg - Nach Hertha-Spieler Patrick Ebert hat auch Kevin Boateng wegen Sachbeschädigung einen Strafbefehl erhalten. Eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte der dpa am Dienstagabend einen Bericht der "Bild"-Zeitung, machte aber keine Angaben zur Höhe der Geldbuße. Angeblich soll Boateng 56.000 Euro zahlen. Der ehemalige Bundesliga-Spieler von Hertha BSC und Borussia Dortmund wird beschuldigt, im März 2009 gemeinsam mit dem Berliner Ebert mehrere parkende Autos im Stadtteil Wilmersdorf beschädigt zu haben.

Das Amtsgericht gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf einen Strafbefehl gegen den 22-Jährigen statt. Boateng, der inzwischen in der englischen Premier League beim FC Portsmouth spielt, und seine Anwälte haben nun 14 Tage Zeit für einen Einspruch. Zumindest bis dahin ist das Urteil nicht rechtskräftig. Akzeptiert Boateng die Strafe nicht, käme es zu einer Hauptverhandlung vor Gericht. Ebert hatte bereits im Herbst einen Strafbefehl in Höhe von rund 50.000 Euro erhalten, diesen aber zurückgewiesen. Der Hertha-Mittelfeldspieler beteuert weiterhin seine Unschuld. Ein Termin für die damit notwendige Gerichtsverhandlung stehe noch nicht fest, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Ohne Hanno Balitsch muss Hannover 96 am Samstag im Spiel bei 1899 Hoffenheim antreten. Der Mittelfeldmann unterzog sich am Dienstag einer Knie-Operation. Vermutlich hatte sich eine kürzlich genähte Risswunde entzündet. Der abstiegsbedrohte Club rechnet in rund zwei Wochen mit seiner Rückkehr. Dagegen stehen Trainer Mirko Slomka zwei neue Kräfte zur Verfügung. Er "geht davon aus", dass die Zugänge Arouna Koné und Elson im Kraichgau auflaufen.

Der frühere Bundesliga-Profi Augustine Okocha will Vizepräsident des nigerianischen Fußball-Verbands (NFF) werden. Der ehemalige Spielmacher von Eintracht Frankfurt, der 75 Länderspiele für Nigeria absolvierte und die Nationalmannschaft bei der WM 2002 als Kapitän angeführt hat, kündigte seine Kandidatur für die Wahl am 28. August an. Der 36-Jährige, der vor rund zwei Jahren seine aktive Karriere beendete und sich als Geschäftsmann in Lagos niedergelassen hat, arbeitet derzeit unter anderem in einer von der Regierung eingesetzten Kommission, die sich um die optimale Vorbereitung des Nationalteams auf die WM in Südafrika kümmern soll.

Werder Bremen hat den Leihvertrag mit Marcelo Moreno vorzeitig aufgelöst. Der 22-jährige Stürmer, der erst im Sommer 2009 von Schachtjor Donezk an die Weser gewechselt war, läuft von sofort an in der englischen Premier League für Wigan Athletic auf. Der noch in Donezk unter Vertrag stehende Bolivianer soll von den Ukrainern bis zum Saisonende an Wigan ausgeliehen worden sein.

Der FSV Mainz 05 muss in den kommenden Wochen auf Abwehrspieler Zsolt Löw verzichten. Wie der Club am Dienstag mitteilte, wird der Linksverteidiger am Donnerstag in Heidelberg am linken Sprunggelenk operiert. Löw laboriert an einer Entzündung, die Folge einer anderen, langwierigeren Verletzung ist. Bei dem Eingriff sollen das Sprunggelenk ausgespült sowie freie Gelenkteilchen und eine knöcherne Absplitterung entfernt werden. Wie lange der Ungar ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Der 1. FC Köln hat den rumänischen U21-Nationalspieler Alexandru Ionita verpflichtet. Der Offensivspieler erhält ab Sommer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Ionita spielte zuletzt beim Erstligisten Rapid Bukarest.

Mittelfeldspieler Pierre de Wit vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern erlitt beim 3:0 bei Alemannia Aachen erneut einen Kreuzbandriss im rechten Knie und fällt damit für den Rest der Saison 2009/10 aus. Der 22-Jährige soll in den nächsten Tagen in Köln operiert werden. Für de Wit, der erst in der Winterpause von Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen zu den Pfälzern gewechselt war, ist es bereits die dritte schlimme Verletzung in seiner noch jungen Karriere.

ceb/fsc/sid/dpa

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