Kurzpässe: Toni und Grafite bleiben, Moggi kehrt zurück

Flucht vor Mario Gomez? Nein! Luca Toni will in München bleiben - und "noch härter trainieren und noch mehr Einsatz und Leistung zeigen". Grafite hat seinen Vertrag in Wolfsburg verlängert, Luciano Moggi steht vor dem Comeback. In Mainz fallen zwei Profis lange aus.

Hamburg - Torjäger Luca Toni gibt sich trotz großer Konkurrenz im Sturm von Bayern München kämpferisch und will bleiben. "Ich fühle mich sehr wohl in München. Der FC Bayern hat alles, was ich mir im Augenblick wünsche. Und meinen Fans verspreche ich: Ich bleibe dem FC Bayern treu! Ich werde noch härter trainieren, noch mehr Einsatz und Leistung zeigen", sagte der 31 Jahre alte Italiener der "Bild"-Zeitung.

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Stürmer Toni: "Noch mehr Leistung"

Toni droht in der neuen Saison unter dem neuen Trainer Louis van Gaal bei den Bayern die Ersatzbank, da Mario Gomez und Miroslav Klose im Bayern-Angriff als gesetzt gelten. "Über die Aufstellung entscheidet allein der Trainer. Es ist sinnlos, jetzt darüber zu spekulieren, wer wann eingesetzt wird. Ich denke, der FC Bayern weiß, was er an mir hat", sagte Toni.

Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte bereits deutlich gemacht, dass der Rekordmeister den bis 2011 laufenden Vertrag des italienischen Nationalspielers respektieren werde. Der FC Bayern habe noch nie einen Spieler fortgejagt, "es wäre schön, wenn er bleibt und um seinen Platz kämpft". Dies hat Toni offenbar vor. Es habe zwar Anfragen von renommierten Clubs gegeben, "aber im Moment sehe ich beim FC Bayern noch die besten Chancen, europäisch hochklassigen Fußball zu spielen".

Torschützenkönig Grafite hat seinen ursprünglich bis 2011 befristeten Vertrag beim Meister VfL Wolfsburg vorzeitig bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Darauf einigte sich der Brasilianer mit den Niedersachsen im Trainingslager auf Sylt. Grafite war im August 2007 für rund acht Millionen Euro vom französischen Erstligisten Le Mans UC 72 zum VfL gekommen.

"Grafite ist ein Stürmer mit Klasse. Er ist enorm wichtig für die Mannschaft. Umso mehr freue ich mich auf die langfristige Zusammenarbeit", sagte VfL-Trainer und Geschäftsführer Armin Veh. Grafite erklärte: "Ich bin glücklich über meine Vertragsverlängerung und freue mich auf die Bundesliga-Saison und die Champions League. Die Mannschaft hat viel vor, und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir weiterhin Erfolg haben."

In der vergangenen Spielzeit hatte sich der 30-Jährige mit 28 Treffern in 25 Einsätzen die Torjägerkanone in Deutschlands höchster Liga gesichert. Insgesamt hat der Angreifer bisher 39 Tore in 49 Bundesliga-Spielen erzielt.

Für den wegen Ligamanipulation verurteilten Luciano Moggi zeichnet sich in Italien ein überraschendes Comeback im Profifußball ab. Wie die "La Gazzetta dello Sport" am Dienstag berichtete, ist Moggi als persönlicher Berater für den Clubchef des FC Bologna, Renzo Menarini, im Gespräch. Der ehemalige Manager von Rekordmeister Juventus Turin sei zu einem Treffen von Clubführung und Trainer Giuseppe Papadopulo eingeladen, auf dem es unter anderem um die Verpflichtung neuer Spieler gehen soll.

Eine offizielle Rolle beim Erstligisten aus Bologna bleibt Moggi verboten, nachdem er 2006 im Zuge des Liga-Manipulationsskandals vom italienischen Fußballverband (FIGC) mit einem langjährigen Berufsverbot im Fußball belegt worden war. Juve wurde damals zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt. Gegen Moggi, dem Manipulation von Schiedsrichtern vorgeworfen worden war, läuft derzeit in Neapel ein Verfahren wegen Sportbetrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung.

1899 Hoffenheim hat den erst 18 Jahre alten Nigerianer Albert Alex verpflichtet. Der Innenverteidiger spielte bisher als Amateur im U19-Team des Hoffenheimer Ligarivalen 1. FC Köln. Ob Alex den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft schafft, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden. Der Nachwuchsspieler wird die Vorbereitung auf die kommende Saison im Profiteam bestreiten. Alex ist nach Franco Zuculini (Racing Club Avellaneda/4,6 Millionen Euro Ablöse), Prince Tagoe (Al-Ittifaq Dammam), Christian Eichner (Karlsruher SC) und Maicosuel (Botafogo Rio de Janeiro/4,5 Millionen Euro Ablöse) der fünfte Zugang in Hoffenheim.

Aufsteiger FSV Mainz 05 beklagt schon zum Auftakt der Vorbereitung auf die Saison in der Bundesliga zwei Langzeitverletzte. Chadli Amri zog sich beim Trainingsauftakt am vergangenen Samstag eine Verletzung am linken Mittelfußknochen zu und droht mehrere Monate auszufallen. Ob der Angreifer operiert werden muss, steht laut Vereinsangaben noch nicht fest. Auch Filip Trojan kann in den nächsten Wochen nicht gegen den Ball treten. Bei dem Zugang vom FC St. Pauli wurde am Montag ein zuvor bei ärztlichen Untersuchungen festgestellter Meniskusschaden im linken Knie operativ behoben.

goe/sid/dpa

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