Hamburg - Luca Toni glaubt trotz des großen Konkurrenzkampfes im Angriff an eine Zukunft beim FC Bayern München und will auch Louis van Gaal von seinen Torjäger-Qualitäten überzeugen. "Ich weiß, dass ich nicht sein Idealstürmer bin. Es kann aber sein, dass der Trainer seine Meinung ändert", sagte der 32 Jahre alte Italiener im Bayerischen Fernsehen und gab sich kämpferisch: "Ich bin überzeugt von meiner Qualität. Ich werde alles tun, um dem Trainer zu zeigen, dass ich der Stärkste bin."
Für ein Comeback in der Bundesliga und Champions League will Toni, der sich nach langwierigen Achillessehnen-Problemen wieder fit fühlt, sogar einen vorübergehenden Abstieg in die 3. Liga in Kauf nehmen. Der Stürmer erwägt ernsthaft, am kommenden Freitag für die von Mehmet Scholl betreute zweite Mannschaft in der 3. Liga gegen Jahn Regensburg anzutreten. "Ich habe große Lust, da zu spielen. Ich will den Wettkampf", sagte Toni in der Sendung "Blickpunkt Sport".
Karl-Heinz Rummenigge hofft auf eine erfolgreiche Saison des Bundesliga-Trios Bayern München, VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart in der Champions League und mittelfristig auf einen weiteren Startplatz in der Königsklasse. "Es wäre schön, wenn alle drei den Sprung ins Achtelfinale schaffen. Die Italiener sind nicht mehr so ganz weit von uns entfernt. Das gibt die große Chance, in den nächsten zwei Jahren Dritter im Uefa-Ranking zu werden", sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters vor dem Start der Bayern in die Gruppenphase am Dienstag bei Maccabi Haifa (20.45 Liveticker SPIEGEL ONLINE).
Nachwuchsspieler Yves Dießner von Dynamo Dresden ist drei Wochen nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Koma erwacht. Der 19-Jährige aus dem Landesliga-Team des Drittligisten muss nicht mehr beatmet werden und ist ansprechbar. Dießner wird in der Uniklinik Leipzig noch intensivmedizinisch betreut, seine Verlegung in eine Reha-Klinik vorbereitet. Fünf Dynamo-Fußballer waren nach einem Einsatz für die sächsische Landesauswahl auf der Autobahn A14 wegen Aquaplaning mit einem Lkw kollidiert. Dießner erlitt dabei schwere Kopfverletzungen, war zur Stabilisierung ins künstliche Koma versetzt worden.
Zwei Wochen nach den Ausschreitungen von Rowdys des Regionalligisten Waldhof Mannheim beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II (0:2) sind die Ultras der Kurpfälzer erneut ins Zwielicht geraten. Beim Südwest-Derby der Waldhöfer gegen den 1. FC Saarbrücken am Sonntag (0:2) entrollten die Anhänger der Gastgeber ein 50 Meter breites Banner mit den Initialien "ACAB", was eine Abkürzung für den Spruch "All Cops are Bastards" sein soll. Daraufhin erstattete Mannheims Polizeipräsident Gerhard Klotter gegen die Waldhof-Ultras Anzeige wegen Beamtenbeleidigung. "Die Anzeige ist wegen Beleidigung erhoben worden. Um nicht unnötig zu provozieren, haben wir das Transparent nicht bereits während des Spiels beschlagnahmt", sagte Mannheims Polizeisprecher Martin Boll.
mig/sid/dpa
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